Killerspiele

Alle Artikel mit dem Tag: Killerspiele

Das Geschäft mit dem Uncut-Wahn

Fabian

Geschnittene Versionen sind minderwertig! Was bei Filmfreaks seit Jahrzehnten ehernes Gesetz ist, hat sich seit geraumer Zeit auch bei Zockern fest im Bewusstsein verankert – insbesondere bei Freunden von Shootern oder anderen Actionspielen. Diese massive Ablehnung hat gar nicht mal unbedingt etwas damit zu tun, dass Details oder Handlungsstränge in großem Umfang verloren gehen könnten, man will einfach aus Prinzip nicht bevormundet werden. Basta. Und wenn es eine Wolke in einem Super Mario Game ist, die entfernt wurde. Jemand wollte sie da haben und jetzt fehlt sie. Ein Kratzer im Kunststück, ein Makel im Meisterwerk – verursacht durch einen Banausen, der für ein Ressort zuständig ist, das einen als Erwachsenen nicht betreffen sollte. Dies ruft starkes Unverständnis und sehr emotional geführte Debatten hervor.

Für Deutschland entschärft: Modern Warfare 2

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Review: God of War Collection

Fabian

Wer wie ich noch recht frisch in der ganzen Playstation-Welt ist und erst mal vorsichtig schaut, was denn überhaupt so Sache ist, bekommt eins relativ schnell mit: Die God of War-Reihe muss man gespielt haben. Keine Diskussionen. Teil 1 und 2 sind ihrerzeit auf der PS2 veröffentlicht worden und haben die Konsole bis auf das letzte Nanohertz ausgenutzt: technische Wunderwerke mit epischer Grafik und riesigen Gegnern, spielerisch wird derbes und unglaublich brutales Hack ‘n Slay rund um die griechische Mythologie geliefert. Puh, das ist doch mal eine Ansage.

Zusätzlich wird diesen März God of War III exklusiv für die PS3 erscheinen und ist neben Titeln wie Mass Effect 2 und Heavy Rain eines der meisterwarteten Videogames für 2010. Passend dazu wurden nun mit der God of War Collection die ersten beiden Teile remastered und für die PS3 neu aufgelegt: bei 720p-Unterstützung und konstanten 60 FPS sollen die Spiele auch auf modernen Fernsehern ordentlich aussehen, außerdem dürfen sich Pokaljäger über die Integration in das Trophy-System freuen.
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“Killerspiele” wegwerfen und Trikot gewinnen

Freddi

Wer sich heute die Nachrichten auf Chip.de angeschaut hat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben: Unter dem Motto “Es wird sich nichts ändern, wenn wir nichts tun!” ruft das “Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden” Eltern dazu auf, sogenannte Killerspiele ihrer Kinder in einen Container vor der Stuttgarter Staatsoper zu entsorgen. Dieses Aktionsbündnis hat sich nach dem Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009 zusammengefunden, um zukünftige Amokläufe an Schulen zu verhindern. Wer am kommenden Samstag diesem Aufruf folgt, darf sich ein Los ziehen und bekommt damit die Chance ein, von der Nationalmannschaft signiertes, Trikot zu gewinnen.Familien gegen Killerspiele

Neben der Tatsache, dass sich wieder einmal Computerspiele für die scheinbar sehr weit verbreitete Gewaltbereitschaft der Jugendlichen verantwortlich zeichnen müssen, regt mich aber vor allem die Aktion selbst tierisch auf: Ich kann gut verstehen, dass sich viele Forenuser bei 4Players an eine gewisse Bücherverbrennung erinnert gefühlt haben. Der Vergleich hinkt zwar, aber fraglich bleibt dennoch, ob die weltweite Jugendgewalt sinkt, wenn sich einzelne besorgte Eltern der Spiele ihrer Kinder entledigen, um damit ein Trikot der Nationalmannschaft zu gewinnen, ohne dabei die Frage zu stellen, ob Computerspiele überhaupt die Gewaltbereitschaft fördern, denn dies widerlegen inzwischen auch mehrere Studien. Vielmehr bleibt der bittere Nachgeschmack, dass hier ein prominentes Thema für eine medienwirksame Aktion missbraucht wird, welche ihren Erfolg schon dann feiern wird, wenn auch nur zehn Spiele eingeworfen werden. Ich hoffe jedenfalls, dass die Medien auf diese Aktion einen objektiven Blick haben und die sehr emotionale Thematik nicht nur einfach mit hohlen Phrasen begleiten werden.

Die Simpsons: Achtung Blut

Ralf

Ein kleines Easteregg haben die Entwickler von EA im schon etwas älteren THE SIMPSONS GAME versteckt: den Blood Room. Dort gibt es hektoliterweise Blut zu sehen und in einer Ecke versteckt, da steht das Riesenfass für den deutschen Videospielemarkt, natürlich mit grünem Blut!

Die Simpsons: Achtung Blut

Das hat Green Ninja auf seinem Blog berichtet und mit vielen Screenshots belegt. Herzlichen Dank für die Aufklärungsarbeit! Ein herrlicher Seitenhieb von EA an die deutsche Regulierungswut!

via Windmühlen? ZumAngriff!!!

Lose/Lose ist kein Kampf gegen das Böse

Ralf

Das Shoot ‘em up Space Invaders hat wie kaum ein anderes Spiel die frühe Entwicklung der Videospiele geprägt. Und genau diesen Klassiker hat sich der Entwickler Zach Gage nun als Vorbild für sein Kunstprojekt LOSE/LOSE genommen, das kostenlos als Download (Mac/ca. 6MB) im Netz angeboten wird.

Screenshot Lose/Lose

Was auf den ersten Blick wie eine harmlose Runde Retro-Ballern aussieht, ist aber bitterer Ernst, denn mit jedem abgeschossenen Alien verabschiedet sich auch eine zufällig ausgewählte Datei unwiderruflich von Eurer Festplatte. Richtig gelesen: Jeder Abschuss zerstört eine Datei auf Eurem Rechner. Und das böse daran ist noch nicht einmal der Verlust selbst, sondern die Ungewissheit, welche Datei es genau erwischt hat! Nachdem Ihr das Alien getötet habt, leuchtet nämlich für einen kurzen Moment nur die Endung der gelöschten Datei auf (auf dem Screenshot seht Ihr, wie gerade einer HTML-Datei der Garaus gemacht wird).

Interessanterweise verliert Ihr bei Feindkontakt mit einer zum Raumschiff mutierten Datei aber nicht etwa ein Leben, sondern direkt das ganze Spiel: LOSE/LOSE wird dann einfach gelöscht. Sehr interessanter Ansatz, wie ich finde. Man sollte sich also ganz genau überlegen, wie man bei LOSE/LOSE gewinnen kann. Und zwar vor dem Start.

Nun werden sich einige unter Euch (auch vollkommen zu Recht) fragen: »Was soll denn der Scheiss?«. Tja, der Künstler weist ausdrücklich darauf hin, dass von den Aliens gar keine Bedrohung ausgeht. Sie schiessen auch nicht auf Euch. Wer ist hier also der Böse…?

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