Print ist tot heißt es schon seit Jahren -- und trotzdem haben ein paar Hamburger Widerstand geleistet und ein kleines, aber feines Magazin namens GEE herausgebracht, mehr oder weniger regelmäßig. Man konnte die GEE lieben oder sie hassen, aber viele sind sich einig: Auf Deutsch gibt es nichts Besseres. Jeder, der was mit Games zu tun hat, kannte die GEE und das ist auch schon eine gute Leistung.
Seit einiger Zeit ist nun schon das Gerücht im Umlauf, die GEE würde komplett eingestellt werden. Der Herr Kaschke von den 3typen fragte dreist auf der Facebook-Wall der GEE nach. Die dementierten das Gerücht aber. Ein anderer Fan fragte beim Abo-Service nach, da hieß es: “An der GEE bleibt alles so wie bisher”.

Doch woher kamen dann die Gerüchte? Und bleibt wirklich alles so wie bisher, wie behauptet wurde?
Die Antwort: Nö! Denn die GEE wird es in dieser Form definitiv nicht mehr geben (oder vielleicht doch? Siehe weiter unten). Das für sein Layout oft gelobte Magazin wird es bis auf wenige Ausnahmen in Form von Sonderausgaben nur noch in digitaler Form für das iPad und Android-Tablets geben. Aber warum? Dadurch spart man zwar die Druckkosten, muss das Magazin aber zeitgleich günstiger anbieten. Sehr viel günstiger wird vermutlich nicht gehen, da Apple ja auch einen Teil vom Kuchen haben möchte. Was bringt der Schritt in die digitale Form also, außer das Leben von ein paar Bäumen zu retten?
GEE ändert die Erscheinungsweise
Statt wie bisher 8x im Jahr als gedrucktes Magazin erscheint GEE ab Juni 2011 monatlich als digitales Magazin für iPad und Android-Tablets. Das digitale GEE Display wird weiterhin ergänzt durch den Blog auf www.geemag.de und die GEE App für iPhone- und iPod-Spiele, die seit Dezember 2010 erhältlich ist. Darüber hinaus wird es mehrmals im Jahr gedruckte GEE-Sonderhefte für Fans und Sammler geben. Die GEE Media & Marketing GmbH reagiert mit dieser Umstellung auf die nach wie vor schwache Entwicklung im Anzeigen-Geschäft und sieht sehr gute Chancen für das interaktive GEE Display im digitalen Markt.
Wie sieht das für die Leute aus, die ein Abo haben? Moses Grohé, frisch gekürter Chefredakteur der GEE, dazu:
Wie genau das mit den Abos läuft, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, aber auch da wird an einer alle zufriedenstellenden Lösung gearbeitet. Wir halten euch darüber auf dem Laufenden.
Zu der oben genannten Tablet-Problematik -- ich habe kein iPad und werde mir auch in Zukunft keines zulegen -- bezieht Moses ebenfalls Stellung:
Wir sind natürlich an einer größtmöglichen Verbreitung unseres Magazins interessiert und wollen so viele Menschen wie möglich damit erreichen. Da ist z.B. auch eine pdf-Variante denkbar. Hat ja nicht jeder so ein iPad oder ein Android-Tablet. Vorerst können wir allerdings nur diese beiden Versionen ankündigen. Dabei wird es aber sicher nicht bleiben.
Eigentlich eine gute Sache, trotzdem wird die Haptik eines Printmagazins fehlen, das man auch mal im Rucksack durch die Gegend tragen oder in der Straßenbahn lesen kann.
Wir im Team sind alle GEE-Leser, weshalb (fast) jeder von uns ein paar Worte zum Thema GEE Mag goes Digital verlieren möchte.

