Archiv nach Tags: Geburtstag

Zu unserem ersten Geburtstag präsentierten wir euch unser jeweils erstes Game, zum Anlass des zweijährigen Bestehens wollen wir euch unsere Lieblingsgames vorstellen. Ich tue mich mit so etwas immer schwer, Bewertungen allgemein sind so ungenau und zeitabhängig. Nehmen wir Filme als Beispiel: in der Filmcommunity moviepilot habe ich über 1000 Filme bewertet. Wenn ich heute ins Kino gehe und dem Film danach 8 Punkte gebe, ist das ein kleiner Schnappschuss. Ob ich den Film wirklich besser finde als die 20 Filme, die ich vor 3 Jahren mit 7 Punkten bewertet habe, kann ich nun wahrlich nicht garantieren. Das ist nur einer der vielen Gründe, weshalb ich keine (Punkte-)Bewertungen mag. Das absolute Lieblingsspiel zu nennen, sollte da etwas leichter fallen, aber eine wirklich eindeutige Aussage kann ich auch da nicht treffen. Es gibt Games, die machen mir viel Spaß, während ich sie spiele und dann kommt ein Jahr später ein anderes Videospiel, das mir gleich viel Spaß macht. Und man kann bei aktuellen Spielen nie sagen, wie man sie in 10 oder 20 Jahren empfinden wird. Die Unterschiede sind minimal und weder rational noch emotional messbar und meiner Meinung nach gibt es den besten Film, das beste Game oder das beste Album aller Zeit nicht. Wer etwas anderes behauptet, hat einfach zu wenig Spiele gespielt, zu wenig Filme geguckt oder in seinem Leben nur 5 Alben gehört, von denen 4 von Modern Talking waren.

Wenn es um Lieblingsgames geht, unterstellt man mir oft, Assassin’s Creed II sei mein All-Time-Favorit. Das war vielleicht ein Jahr lang der Fall, aber selbst da muss man noch differenzieren. Ich kann zum Beispiel ein Layton parallel als bestes DS-/Handheld-Game empfinden. Wie dem auch sei, fragt man mich nach meinem Lieblingsgame, antworte ich normalerweise mit Secret of Mana, weil ich viele gute Erinnerungen an dieses Game habe. Und jetzt folgt ein Erklärungsversuch, was mir nicht leicht fällt, weil ich das Spiel seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr gespielt habe:

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Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen: Frühjahr 2002, eine Karstadt-Filiale in Bremerhaven, 45 Euro und zwei glückliche Nerds mit ihrer eigenen Kopie von Star Wars – Jedi Knight II: Jedi Outcast. Mein Freund Christian und ich hatten wirklich alle gesammelten Euronen aus dem Sparschwein auf einen Haufen geworfen, um uns dieses Kleinod zu gönnen. Gespannt saßen wir vor dem Röhrenmonitor und beim Intro wurde leise mitgesummt: Dam-Dam-Damm-Dam-Da-Dam-Dam-Da-Dam

Natürlich bestand das darauf folgende Wochenende ausschließlich daraus, Jedi Outcast zu suchten. Zwar hatte ich zuvor schon mit einigen Star Wars-Spielen meinen Heidenspaß, trotzdem war diese Veröffentlichung etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur war ich völlig darauf eingestellt das Spiel am ersten Tag zu kaufen, ich war bereit, in die Haut eines Jedis zu schlüpfen, AT-ATs zu reiten und die Macht zu kontrollieren. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich völlig dem Hype verfallen!

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Mein Lieblingsspiel soll ich also vorstellen. Hm hm. Eigentlich ist das ja die perfekte Steilvorlage für Platitüden a la “Lieblingsspiel? Ich liebe Spiele.” oder “So viele, unmöglich eines zu wählen…“. Ich könnte auch etwas konkreter werden, auf ein paar exemplarische Schönheiten meiner Jugend verweisen und angesichts der Tatsache, dass sie heute immer noch der Anker für nette Erinnerungen sind, qualifizieren sie sich doch eigentlich als meine Lieblingsspiele.

Erinnerungen – damit kommen wir der Sache immerhin schon näher. Lieblingsspiel bedeutet für mich nicht zwangsläufig, dass ich hunderte von Stunden hinein investiert habe. Vielleicht habe ich es nur einmal durchgespielt. Vielleicht habe ich es sogar nie beendet. Was zählt, ist, dass ich wohlig-warme Erinnerungen damit verknüpfe, seien sie nun realer Natur (und das Spiel, wie oben beschrieben, lediglich der Anker) oder an das Spiel selbst: eine schöne Atmosphäre, ein Ohrwurm-Soundtrack, vielleicht ja sogar eine besonders unfaire Stelle, die irgendwann zur richtigen Zeit am richtigen Ort gemeistert wurde.

Aus den hunderten von Spielen, die ich im Laufe meines Lebens gespielt habe, will ich mir gar nicht die Mühe machen, bewusst eine Wahl zu treffen. Stattdessen schließe ich meine Augen und lasse gespieltes an mir vorbei ziehen: Lachend fliegen Jade und Pey’j aus Beyond Good and Evil an mir vorbei, hinter ihnen wandern mit ernster Miene Monkey und Trip aus Enslaved. Faith (Mirror’s Edge) rutscht von einem roten Abwasserrohr ab, fällt als Indiana Jones durch die Bibliothek von Barnett College und landet schließlich… in the Land of the Green Isles. Ich reiße meine Augen auf und lächele selig vor mich hin: King’s Quest VI, ja, das war toll.

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Ich liebe SCUMM

von in Features
8

An vielen Geburtstagen gibt es früher oder später den etwas merkwürdigen Moment, an dem ein Partygast mit maximal durchschnittlichen lyrischen Fähigkeiten das Glas erhebt und ein selbst verfasstes Werk zum Besten gibt.

Auch für diese fragwürdige Rolle war ich mir wieder mal nicht zu schade und habe anlässlich unseres zweiten Jahrestages ein Gedicht zu dem Thema „Mein Lieblingsspiel“ verfasst.

Ode an das SCUMM™

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Es gab eine Zeit, da hat sich eine kanadische Firma namens BioWare ganz der Versoftung eines Rollenspielsystems namens Advanced Dungeons and Dragons gewidmet. Ihren Höhepunkt in diesem Bereich hatte ebenjene Firma zu einer Zeit, als sie die ersten Spiele in halbwegs annehmbaren 3D-Gewand zeigten und daraufhin immer mehr Egoshooter das Licht der Welt erblickten. Es ergab sich auch zu jener Zeit, dass Klein-Freddi von einem Schulfreund in die Welt der Pen&Paper-RPGs eingeführt wurde und sich dadurch auch gleichzeitig in die Pixel-Pendants verliebte. Just zu jener Zeit veröffentlichte diese kanadische Firma die Legende schlechthin unter ihren Entwicklungen: BALDUR’S GATE II.

BALDUR’S GATE II sollte zur ikonischen Messlatte eines ganzen Genres werden, eine Tragweite, die sich mir damals nicht ganz erschloss. Ich sah einfach nur die Versoftung des Pen&Paper-Systems, das ich zufällig auch zu jener Zeit spielte, welche zudem noch überall herausragende Wertungen erhielt. Das mindestens genauso fantastische Planescape: Torment soll hier natürlich auch erwähnt werden, aber BALDUR’S GATE II hat mich persönlich sehr viel mehr geprägt.

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