Daedalic

Alle Artikel mit dem Tag: Daedalic

Angespielt: Deponia

David

Ausnahmsweise gibt es (vorerst) mal kein ausführliches Review, sondern ein kurzer, erster Eindruck zu Daedalics neustem Adventure Deponia. Das hat ganz einfach den Grund, dass ich Deponia bis zum Release nicht durch haben werde, ihr aber gerne vorher wissen wollt, ob ihr es euch kaufen sollt. Die kurze Antwort lautet: Ja!

Die lange Antwort lautet: JA!!!!!

Für die ganz ausführliche Antwort muss ich ein bisschen ausholen. Deponia ist ein dystopischer Schrottplanet und der Lebensraum der Unterschicht, die ganz wie in Das fünfte Element in den unteren Etagen im Müll wohnt. Oben in Elysium leben die Menschen im Überfluss, müssen nicht arbeiten und genießen ihr Leben. Unten, im Dorf Kovaq, tut Rufus das Gleiche, nämlich nicht arbeiten und das Leben genießen. Zufrieden ist er dennoch nicht und so versucht er immer wieder aufs Neue, dem Müll zu entkommen. Das klappt auch direkt recht gut, sehr zur Überraschung der Einwohner Kuvaqs. Doch schon bald hat der tragische Held wieder Müll unter den Schuhen. Das kommt davon, wenn man ein so weiches Herz hat und sich für bedrohte Elysianerinnen einsetzt. In diesem Fall ist die hübsche Goal Ziel seiner Sehnsucht, die aus dem Organon-Kreuzer, einem vermutlich elysianischen Transportmittel auf das sich Rufus geschmuggelt hat, auf den deponischen Boden der Tatsachen fällt.

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Edna Bricht Aus und kommt nie wieder

David

Zu sagen, Edna Bricht Aus sei damals an mir vorbei gegangen, würde vermutlich einen Aufschrei des Entsetzens in der werten Leserschaft hervorrufen -- und zum Glück stimmt das auch nicht ganz. Gehört hatte ich von Daedalics preisgekröntem Point-and-Click-Adventure natürlich, und zwar ausnahmslos Gutes; gespielt habe ich es aber erst jetzt, da mir der Nachfolger Harveys Neue Augen so viel Spaß bereitete und außerdem gerade die Sammler-Edition von Edna Bricht Aus erschien. Die beinhaltet neben dem Spiel im Pappschuber noch einen Sampler mit diversen Daedalic-Soundtracks und Entwicklerkommentare von Jan Müller-Michaelis aka. Poki.

Viele Worte muss man zum Spiel wohl nicht verlieren. Edna Bricht Aus ist ein handgezeichnetes Point-and-Click-Adventure, in dem ihr versucht, mit Edna aus der Irrenanstalt Dr. Marcels zu entkommen und am besten noch nebenbei herausfindet, warum ihr überhaupt in der Anstalt steckt. Irgendwie hat das alles mit eurem Vater und Alfred, dem Sohn des Anstaltsleiters zu tun, mit dem ihr als Kind gespielt und gemeinsam Privatunterricht hattet. In der Anstalt habt ihr aber definitiv nichts verloren, das bestätigt auch euer sprechender Plüschhase Harvey. Also nichts wie raus! Aus dem verschlossenen Zimmer zu fliehen ist für Edna, die gerne Schlösser mit abgebissenen Fußnägeln öffnet, ein leichtes. Aus dem Gebäude zu entkommen stellt sich allerdings als etwas schwieriger heraus -- und dann ist da noch die große Mauer um die Anstalt herum. Schwierig, aber nichts aussichtslos, denn zum Glück ist Edna auch nicht auf sich allein gestellt. König Adrian, der Mann im Bienenkostüm oder Alumann, alle helfen Edna, wenn auch nicht ganz selbstlos (ist ja schließlich ein Adventure). Trotz der Hilfe ist der Weg in die Freiheit lang und beschwerlich.

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Adventskalender: Bunter Point-and-Click-Spaß von Daedalic

Kristin

Die Losfee war da und hat drei Gewinner mitgebracht. Folgende Teilnehmer dürfen sich der Reihe nach eines der Daedalic-Games (bzw. das Edna-Pack) aussuchen: Micha, Patrick und Marco. Der Bejeweled-3-Code (XBLA) für die meisten Tickets der Runde geht an Martin. Herzlichen Glückwunsch!

Weihnachten rückt immer näher (habt ihr überhaupt schon Geschenke für die Liebsten gekauft?), hier und da fällt schon der erste Schnee, die Kekse sind gebacken und die Adventskalender sind fast zur Hälfte geleert. Ein perfekter Anlass also, euch mal wieder etwas zu schenken. Unter allen Teilnehmern dieser Runde verlosen wir bunte Point-and-Click-Adventures von Daedalic. Dabei handelt es sich um das Edna-Paket mit Edna Bricht Aus -- Sammleredition und dem Nachfolger Harveys Neue Augen (Review), sowie um Sam & Max -- Im Theater des Teufels und Gemini Rue. Nach Abschluss der Runde zieht die Losfee drei Gewinner aus dem Ticket-Topf, die sich dann der Reihe nach aussuchen dürfen, welches Spiel sie gern gewinnen möchten.

Wenn ich an die deutsche Games-Branche denke, leuchtet in meinem inneren Auge immer der Name Daedalic auf. Die Hamburger beweisen mit ihren einzigartigen Ideen und abgedrehten Settings, dass Qualität nicht immer aus Übersee kommen muss. So räumte der blaue Hase Harvey mit Harveys Neue Augen vor wenigen Tagen erst in vier verschiedenen Kategorien (Bestes Adventure, Bestes Jugendspiel, Beste Story, Bestes Art-Design) des Deutschen Entwicklerpreises ab und bekam von sämtlichen Games-Portalen Höchstwertungen. Aber auch der zugleich düstere und bunte Vorgänger Edna Bricht Aus gilt als eines der besten deutschen Adventures. In der zu gewinnenden Sammleredition gibt es einen Entwicklerkommentar von Jan “Poki” Müller-Michaelis (auch bekannt als GEE-Kolumnist), den schönen Soundtrack und Achievements (Achievements!!!11 Your argument is invalid!).

Aber nicht nur das Edna-Paket hat was drauf. Auch das Polizisten-Duo Sam & Max ist durchaus charmant und mit einer besonderen Prise Humor unterwegs. In der Retail-Box, die wir verlosen, stecken über 40 Stunden Point-and-Click-Spaß und einiges an Bonusmaterial. (Psst, auch Psychokräfte, mit denen ihr Zeit, Raum und Verstand manipulieren könnt, sind im Paket enthalten.)

Als wenn es nicht eh schon viel zu schwierig wäre, sich für einen der Titel zu entscheiden, bringt Daedalic letzten August den Noir-Adventure-Thriller Gemini Rue auf den Markt, in dem der Spieler als Gesetzeshüter Azriel Odin auf ein Netz voll Verrat und Intrigen stößt. Das Cyberpunk-Abenteuer in Retro-Optik gewann auf dem Independent Games Festival 2010 den Student-Showcase-Award und wurde besonders für seinen Witz und die durchdachte, mysteriöse und mutige Story gelobt.

Wie kann ich zu den Gewinnern dieser Runde gehören?

Ein Kommentar unter diesem Artikel lässt euch schon am Gewinnspiel teilnehmen. Wer seine Chancen verbessern möchte, der kann sich via öffentlichem Facebook-Share, Tweet (Link + Hashtag #zwodaedalic) oder Blogpost weitere Tickets für die Verlosung sichern. Mehr Details dazu (und wie ihr den wöchentlichen Bejeweled-3-Code abgreifen könnt) findet ihr in unserem Adventskalender-Ankündigungsbeitrag. Teilnehmen könnt ihr bis zum Sonntag, den 18. Dezember um 12 Uhr Mittags. Im Anschluss entscheidet das Los über die Gewinner.

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Review: Harveys neue Augen

David

Alles ist ruhig im Kloster, nur die wütenden Schreie der Oberin stören diese Idylle, während sie der schüchternen, kleinen Lilli eine undankbare Aufgabe nach der anderen aufbrummt. Wenn sie sich doch nur wehren könnte, doch leider bringt die brave Lilli nie mehr als ein leises “Uhm..” heraus, bevor ihr wieder jemand ins Wort fällt. Ärgerlich, aber zum Glück hat sie mit Edna eine treue Freundin, die ihr immer zur Seite steht. Doch als um Lilli herum ein Unglück nach dem anderen geschieht und die Oberin keine andere Lösung mehr sieht, als den berüchtigten Dr. Marcel einzuladen, muss Lilli beweisen, dass auch sie für ihre Freundin da sein kann. Denn Edna hat schlechte Erfahrungen mit Dr. Marcel und will von ihm auf keinen Fall entdeckt werden. Dazu muss sie sämtliche Spuren auslöschen, die auf Ednas Anwesenheit in dem Kloster schließen lassen.

Als dann der Tag kommt, an dem Dr. Marcel erscheint, nimmt Lilli all ihren Mut zusammen. Doch gegen die neue Hypnosetechnik des Doktors kommt Lilli nicht an, dem blauen Hasen Harvey mit den rot leuchtenden LED-Augen hat sie nichts entgegenzusetzen. Lilli muss sich fortan an die von Harvey aufgestellten Regeln halten — tut sie das nicht, schimpft Harvey und setzt das kleine Mädchen unter Strom. Doch wie soll sie die Machenschaften des Dr. Marcel aufdecken und die mittlerweile entflohene Edna finden, wenn sie nicht mit Feuer spielen, nicht an gefährliche Orte gehen, nicht lügen oder mit spitzen Gegenständen hantieren und allen voran: Erwachsenen nicht widersprechen darf? Zum Glück ist die Lösung für dieses Problem ebenso simpel wie genial: muss Lilli sich über eine Regel hinwegsetzen, schnappt sie sich den antrabenden Harvey, versetzt sich mit ihm selbst in Trance und bekämpft die entsprechende Blockade in einer skurrilen Traumwelt, in der Harvey sich ihr in verschiedenen Manifestationen entgegenstellt. Sobald sie diese besiegt oder ihnen aufgezeigt hat, warum die entsprechende Regel Quatsch ist, steht es dem Mädchen fortan frei, die Blockade zu deaktivieren -- allerdings niemals mehr als eine zur gleichen Zeit. Lillis Quest führt sie von der Klosteridylle durch abgedrehte Fantasiewelten, ein verschlafenes Städtchen neben dem Kloster und schließlich bis in die Anstalt Dr. Marcels, in der die Geschichte im Vorgänger “Edna bricht aus” ihren Lauf nahm. Doch ihr beschwerlicher Weg zum einäugigen Doktor ist mit Leichen gepflastert. Mit wem die unschuldige Lilli auch spricht, man kann sich sicher sein, dass die Person in naher Zukunft durch einen schrecklichen Unfall niedergestreckt wird. Erschlagen durch ein schweres Kreuz in der Kirche, in die Luft gejagt und in tausend Stücke zerrissen… auch wenn Lillis Gewissen rein ist, bevor sie Dr. Marcel entgegentreten kann, muss sie ihre eigenen Dämonen bekämpfen und der Wahrheit ins dreckige Antlitz starren.

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