C64

Alle Artikel mit dem Tag: C64

Das Spiel zum Sonntag: MaXploder

David

Wer kennt es nicht: Es ist schon wieder Sonntag, die Blogs sind ruhig, beim Mittagessen mit der Familie gab es auch keine spannenden Neuigkeiten und die Freunde brauchen den Tag zum entspannen. Doch ZwO schafft eine kleine Abhilfe. In der Reihe Das Spiel zum Sonntag stellen wir euch jeden Sonntag ein kostenfreies (Browser)Game vor, das euch die Langeweile an dem ruhigsten Tag in der Woche nehmen soll.

MaXploder erinnert nicht zufällig an Games aus der guten alten C64-Zeit; als Vorlage wird der C64-Klassiker H.E.R.O. (Helicopter Emergency Rescue Operation) genannt.

Eure Aufgabe in MaXploder ist es, 33 Archäologen zu retten, die in einem Höhlensystem gefangen sind. Dazu müsst ihr Lava-Gruben umgehen, euch vor Stacheln aus dem Boden in Acht nehmen und aufpassen, dass ihr nicht auf die Skorpione tretet. Dabei verlasst ihr euch hauptsächlich auf eure beachtliche Sprungkraft und eure Bomben. Im ersten Moment dachte ich, man könne selbst explodieren und so Wände zerstören, allerdings explodieren die Bomben einfach so schnell, dass man nur schwer entkommen kann. Egal, Leben hat man unbegrenzt und es muss nach dem Ableben immer nur ein sehr kurzer Abschnitt neu gespielt werden. Die Steuerung könnte einfacher nicht sein: Pfeiltasten zum Laufen und Springen, Space-Bar für die Bomben. Ziel von MaXploder ist es, so viele Archäologen wie möglich zu retten, am besten natürlich alle. Und wenn man mag, kann man den Timer rechts oben im Auge behalten und probieren, möglichst schnell die pixeligen Indiana Jones-Verschnitte zu retten.

MaXploder online spielen

Klasse und Level

Fabian

Wenn ich so an meine Kindheit zurückdenke, habe ich ein warm-wohliges Gefühl. In meiner ersten Erinnerung fahren wir im Auto gerade zum Hallenbad. Es ist Winter, es ist bereits dunkel, das Heizgebläse föhnt und im Radio läuft Shout von Tears for Fears. So wie diese Erinnerung fest mit diesem Lied verknüpft ist, sind spätere Erinnerungen von mir ebenso untrennbar mit Computerspielen (C64 und später PC) verzahnt. Ich spiele seit der zweiten Klasse (ich denke irgendwie immer in Schulklassen: “DJ Bobo? Klar, das war 7. Klasse!“, also behalte ich das für den Rest des Artikels so bei) und habe die schönsten Momente meiner gesamten Schulzeit noch einmal retrospektiv betrachtet. Vermutlich ist dies der intimste Artikel, den ihr jemals von mir lesen werdet -- bitte behaltet das bei etwaigen Trollkommentaren im Hinterkopf. Zwinkerzwinker.

2. Klasse -- 1988/1989: Giana Sisters

The Great Gianna Sisters, meine Damundherrn. So lautet nämlich die offizielle Schreibweise im Titelscreen -- keine Ahnung, warum jeder das zweite N immer weglässt. Neben Ghosts ‘n Goblins eigentlich das erste wirklich erwähnenswerte Spiel, an das ich mich erinnere. Nicht das erste, aber das erst-beste. Ganz wichtig war hier die Tastenkombination A-R-M-I-N zum Levelskippen. Warum sich die Leute bis heute am Konami-Code aufgeilen, werde ich nie verstehen -- für mich war es immer völlig gängig, dass mit Bordmitteln gecheatet werden konnte. Übrigens erlebte ich hier meinen fiesesten Survival Horror-Moment überhaupt: Als in Level 4 mit dieser düsteren, anderen Musik plötzlich die ekelhaft detailliert gezeichnete Riesenameise auf mich zugelaufen kam. Meine Hand war reflexartig am On-/Off-Schalter des C64. Trotzdem begann hier die Leidenschaft zum Gaming, die ich die nachfolgenden Jahre vor allem mit meiner Grundschulfreundin Wiebke teilte.

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Geburtstags-Spezial: Mein erstes Videogame – Fabian

Fabian

Mein erstes Spiel oder vielmehr, meine drei ersten Spiele kamen zeitgleich mit meinem ersten Computer: Weihnachten 1988 mit dem Commodore 64. Der C64 war nahezu nackt, ohne jegliches Speicherlaufwerk -- geduldig musste ich ein Jahr bis zum nächsten Weihnachtsfest warten, bis ich das 5,25” Floppy Disk Drive 1541-II geschenkt bekam und der Brotkasten überhaupt erst richtig Spaß machen konnte. Es lag jedoch gleich zu Beginn ein Joystick und ein Steckmodul mit der verheißungsvollen Aufschrift SUPER GAMES bei. Ich war natürlich völlig hingerissen.

Das Modul steckte man hinten in den ausgeschalteten C64 rein und nach dem Einschalten wurde man mit einem Menü begrüßt, das einen zwischen drei Spielen auswählen ließ. Ohne Diskettenlaufwerk hatte ich nur diese drei Spiele zur Verfügung und so haben sie sich wohl auf ewig bei mir in Netzhaut und Trommelfell eingebrannt. Schauen wir sie uns doch noch einmal an…

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Winter Games – Olympia in schönen Sprites und prächtigen Pixeln

Konna

Momentan sind die olympischen Winterspiele in Vancouver noch in vollem Gange und omnipräsent in den Medien und Gesprächen jedes Sportbegeisterten. Ich frage mich als leidenschaftlicher Gamer immer wieder, warum aus solchen sportlichen Großereignissen nicht auch mal ein vernünftiges Sportspiel gemacht wird. Klar, die Lizenz lässt sich auch so ganz gut ausschlachten und bringt vermutlich mehr als genug Kohle, aber ernsthaften Zockern entlocken diese Spiele allerhöchstens ein paar langgezogene Gähner.

Man merkt einfach, ob ein Spiel mit Liebe und Leidenschaft entwickelt worden ist. Kaum jemand wird ernsthaft bestreiten können, dass das beste Spiel zu olympischen Winterspielen noch immer Winter Games von Epyx ist. Das 1985 erschienene dritte Spiel der legendären “Games”-Sportspielreihe schickt die Spieler als Athlet nach Kanada -- allerdings zu den Spielen 1988 nach Calgary und nicht nach Vancouver. Aber das nur am Rande.

Lasst die Spiele beginnen!

Im Grunde unterscheidet sich Winter Games in der Spielmechanik kaum von aktuellen Vertretern solcher Sportspiele. In sieben Disziplinen (u.a. Hot Dog, Skispringen, Eisschnelllauf) wird um die schnellste Zeit oder die höchste Punktzahl gerungen. Mit dem Joystick durfte man dann rhythmisch hin- und herrütteln, im richtigen Moment den Feuerknopf drücken oder sogar ein paar Kombos ausführen. Ganz getreu dem Motto “leicht zu erlernen, schwierig zu meistern”. Bis man allerdings zur Meisterschaft gekommen ist, sind so einige Joysticks einen grausamen Tod gestorben. Aber das war typisch für Spiele von Epyx -- würde mich nicht wundern, wenn die von der Eingabegeräte-Industrie ein paar Blumen geschickt bekommen haben. Den ganzen Beitrag lesen »

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Video: The 8Bit Philosophy

Fabian

Ich hatte es schon auf Twitter gepostet, aber es ist vielleicht doch noch ein paar Wörter mehr wert. The 8Bit Philosophy ist ein sehr tolles Video zum Thema C64-Musik, in dem das gesamte Phänomen damals wie heute recht ganzheitlich beleuchtet wird: von der frühen Faszination der piepsigen Klänge, über das Komponieren bis hin zu heutigen Erscheinungen wie Remixen, Webradios und Coverbands.

Herzstück des Videos sind viele Interviews mit Komponisten und anderen Szenegrößen -- Kennern sollte bei Namen wie Chris Hülsbeck, Allister Brimble, Reyn Ouwehand und Thomas Detert das Wasser im Mund zusammenlaufen. Insgesamt ein sehr schöner Überblick auf die Liebe zur und das Handwerk der 8-Bit Musikkunst.

Als Onlinestream verfügbar ist hier eine gekürzte Version (knappe halbe Stunde):

(via whudat)

Zusätzlich gibt es hier eine 10 Minuten längere Version zum Download. (Nach ganz unten scrollen, der “Long Cut” zu 150 MB)

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