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The Bridge ist ein Indie-Puzzlegame, bei dem man seine Spielfigur Raum für Raum zum Ausgang manövrieren muss und neben ihr auch die Welt (und damit die Gravitation) selbst rotieren kann, ähnlich wie ihr es vielleicht vom Side-Scroller »And Yet It Moves« kennt. Nach und nach werden die Rätsel dann mit neuen Elementen wie umkehrter Gravitation oder kugeligen Gegnern hochgejazzt und dementsprechend kniffliger. Noch bevor losgetüftelt wird, sticht das sehr coole Schwarz-Weiß-Artdesign ins Auge, sowie die Escher-artige unmögliche Geometrie, die rund um die Räume angeordnet ist. Dabei handelt es sich aber hauptsächlich um reine Dekoration, das Spiel ist also kein 2D-Antichamber.

Stattdessen orientiert es sich in fast schon ärgerlicher Penetranz an »Braid«. Ernsthaft: Jedes Kapitel beginnt mit einer Übersicht von nebeneinander gereihten Türen, um dann ein neues Designelement einzuführen, um das sich alle Rätsel in dem Kapitel drehen. Man kann die Zeit zurückspulen(!!), es gibt Puzzlestücke zu finden, zwischendurch gibt es weinerliche Emo-Texte zu lesen -- es ist wirklich ALLES von Braid geklaut. Muss das echt sein? Klar, man kann sich schlechtere Vorbilder suchen, aber geht es auch eine Nummer weniger dreist? Zumal das penible Polishing von Braid dann unter’m Strich auch fehlt, denn viel zu häufig fummelt man sich die Lösung irgendwie zurecht. Häufig stand ich am Ausgang und hatte keine Ahnung, warum das jetzt geklappt hat, nachdem ich vorher etwa 20x vergeblich genau dasselbe probiert hatte, während man bei Braid ständig diese erhellenden Aha-Momente hat, die das Spiel so großartig machen.

Der Vergleich ist jetzt vielleicht auch ein bisschen gemein, aber hey -- ich habe nicht damit angefangen. Wenn man über die ab und zu etwas frustrierende Fummeligkeit hinweg sehen kann, macht The Bridge großen Spaß und führt interessante Elemente in das Gravitations-Gedrehe ein. Und es sieht einfach Bombe aus. Wer dringend Puzzle-Nachschub braucht, kann ab heute einen Blick bei Steam auf das Zwei-Mann-Projekt riskieren.

Hallo da draußen und Willkommen zur ersten Ausgabe des neuen ZwO-Newsflash, in dem wir ab jetzt jede Woche für euch wissenswerte, neue, kuriose oder vielleicht auch einfach nur bekloppte Dinge zusammentragen, die uns und die Welt der Video- und Computerspiele die Woche über bewegt haben. Das Motto dieser Ausgabe steht ja schon im Titel, weswegen wir also direkt loslegen können!

Die Top-Story

Die Entwickler der Indie-freundlichen Konsole »OUYA« haben am 19. Juli bekannt gegeben, dass es bereits jetzt einen ersten Exklusivtitel namens »Human Element« für ihre Plattform geben werde. Viel mehr Informationen gibt es dazu aber noch nicht, abgesehen von dem Umstand, dass es ein postapokalyptischer Zombietitel werden soll und für 2015 angekündigt ist.

Für alle von euch, die es noch nicht wissen: »OUYA« ist eine neue, von einem unabhängigen Team entwickelte Konsole, welche »Android« als Betriebssystem benutzt und dank eines eigenen Marketplace, sowie eigenen Entwicklungstools extrem benutzerfreundlich für Indies, aber auch große Entwickler von Spielen und Apps sein soll. Die Besonderheit: Die Konsole finanziert sich momentan durch Crowdfunding auf Kickstarter. Wie dort zu lesen ist, hat das Projekt bereits jetzt 41.746 Sponsoren im Rücken, die eine stattliche Summe von 5.337.435 US-Dollar zusammengetragen haben. Das ist etwa das fünfeinhalbfache des ursprünglichen Projektziels von 950.000 Dollar -- und das, obwohl das Projekt noch bis zum 09. August unterstützt werden kann.

Am Interessantesten dürften dabei besonders zwei Fragen für Entwickler, aber auch Spieler sein: Erstens, ob »OUYA«s Geschäftsmodell, nämlich das einer Open-Source-Konsole, die mit dem angestrebten Preisfaktor mehr als preiswert ist, sich überhaupt bewähren wird. Auf der Kickstarter-Seite heißt es dazu:

Let’s open this sucker up! It’s time we brought back innovation, experimentation, and creativity to the big screen. Let’s make the games less expensive to make, and less expensive to buy. With all our technological advancements, shouldn’t costs be going down? Gaming could be cheaper! We’re handing the reins over to the developer with only one condition: at least some gameplay has to be free. We borrowed the free-to-play model from games like »League of Legends«, »Team Fortress 2«, »Triple Town«, and many others. Developers can offer a free demo with a full-game upgrade, in-game items or powers, or ask you to subscribe.

Eine vollwertige Konsole für kleines Geld also? Oder eine Plattform, die ihre Spiele nur häppchenweise oder per Free-2-Play anbietet? Noch ist es verständlicherweise viel zu früh, um eine direkte Antwort auf diese Frage erwarten zu können, aber der Ansatz des Projekts ist bereits hochgradig interessant.  Die zweite wichtige Frage ist allerdings auch, wie die »Großen Drei«, also Sony, Microsoft und Nintendo, auf den Release der Konsole reagieren werden. Es ist zumindest davon auszugehen, dass sie ihre Vormachtsstellung im Konsolenmarkt mit allem verteidigen werden, was sie einem weiteren, großen Konkurrenten entgegenzusetzen haben. Ganz so unabhängig ist »OUYA« nämlich nicht: »Android« wird entwickelt von der »Open Handset Alliance«. Und die gehören schließlich zu Google.

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Wer kennt es nicht: Es ist schon wieder Sonntag, die Blogs sind ruhig, beim Mittagessen mit der Familie gab es auch keine spannenden Neuigkeiten und die Freunde brauchen den Tag zum entspannen. Doch ZwO schafft eine kleine Abhilfe. In der Reihe Das Spiel zum Sonntag werden wir euch ab sofort jeden Sonntag ein kostenfreies (Browser)Game vorstellen, das euch die Langeweile an dem ruhigsten Tag in der Woche nehmen soll.

The Company of Myself erzählt die Geschichte eines Einzelgängers, der Schattendoppelgänger (Naruto, anyone?) von sich erzeugen kann. Früher war er nicht auf seelenlose Doppelgänger angewiesen. Er hatte Freunde und Kathryn, seine große Liebe, die ihm bei seinen Herausforderungen unterstützen konnten, heute muss er sie alleine bestreiten. Veranschaulicht wird das durch eine grüne Kiste am Ende jeden Levels, die er erreichen muss. Was es mit der Kiste auf sich hat, erfährt man erst ganz zum Schluss, 20 Level muss man dafür durchstehen. Die sind zum Glück nicht so schrecklich schwer, auch wenn man ab und zu ein bisschen nachdenken muss. Das Spielprinzip erinnert an Braid und P. B. Winterbottom, es gibt aber leider keinen Kuchen. (Aber an Kuchen glaubt ja unter den Gamern eh keiner mehr.)

Ein paar Rätsel muss man auch mit Kathryn zusammen lösen, und erfährt so mehr über die Vergangenheit des einsamen Mannes. Wie bei vielen dieser Kunst-Spiele steht die Story im Vordergrund und so überrascht den Spieler auch nicht die riesige Schrift, die einem die Gedanken des Mannes mitteilt und so auch gleich das Spiel erklärt. Schön gelöst, wenn auch die meisten Elemente der Steuerung selbsterklärend sind. Wie die Story ausgeht, werde ich euch natürlich nicht verraten, das dürft ihr mal schön selbst herausfinden.