Reviews David, 13. Juli 2011 um 12:00 Uhr
Gray Matter ist das neuste Werk von Jane Jensen. Wer dabei an eine Pornodarstellerin denkt, ist scheinbar genau wie ich PC-los aufgewachsen und kennt die berühmte Gabriel Knight-Serie nicht. Diese Reihe von Adventure-Games stammen nämlich ebenfalls aus der Feder der Designerin Jesse Ja… Jane Jensen.
Als kleine Vorwarnung, auch wenn das eigentlich an das Ende gehört. Gray Matter ist im Grunde ein Point-and-Click Adventure und ich habe es auf der Xbox gespielt. Dass das dumm von mir war, ist mir klar, aber das Spiel fiel mir nunmal gerade in dieser Variante in den Schoß. Ich werde mich erwartungsgemäß am Ende noch über Steuerung und Umsetzung auf der Konsole aufregen, für den Moment lasse ich das mal außen vor.
Gray Matter springt recht schnell in die Handlung, ohne viel zu erklären. Wir begleiten Samantha Everett, genannt Sam, auf dem Motorrad durch das regnerische England. Sie ist auf dem Weg nach London, um das Geheimnis des mysteriösen Daedalus-Clubs zu lösen. Der Daedalus-Club ist eine exklusive Vereinigung für Zauberer und Sam hegt den Traum, dort mit ihren Tricks von sich überzeugen zu können. Doch an einer Kreuzung dreht der Wind das Straßenschild und Sam findet sich plötzlich in Oxford statt in London wieder. Aufgrund des Regens und des Mangels an Geld gibt sie sich in der Villa des Neurobiologen Dr. David Styles als die von ihm angeforderte Assistentin aus, um Unterschlupf zu finden. Da es Geld und gutes Essen von der Haushälterin gibt, beschließt sie zu bleiben, zumal sie in Oxford auch direkt mit dem Besitzer eines Magie-Shops Mephistopheles einen Mentor und eine gute Quelle für Informationen zu der nach Ikarus’ Vater benannten Zauberer-Vereinigung findet.

Der brillante Dr. Styles plant nach Jahren der Zurückgezogenheit -- seit einem Unfall ist sein Gesicht entstellt -- sein erstes Experiment und Sam soll Studenten dafür finden. Gar nicht so leicht, werden doch in ganz Oxford böse Gerüchte über den Mann erzählt, der seine Brandwunden mit einer Maske verdeckt und optisch dem Phantom der Oper ähnelt. Doch Sam nutzt ihren Charme und ihre Magie-Tricks, freundet sich mit 4 Studenten an und überredet sie, an den Experimenten teilzunehmen. Die sind an sich harmlos, doch während die jungen Leute es sich auf Liegen bequem machen, Dinge visualisieren und dabei ihr Hirn scannen lassen, geschehen in Oxford merkwürdige Dinge, die zufällig immer genau mit den Sessions korrelieren. Ein böser Streich, der gegen den Doktor gerichtet ist, der zu seinen aktiven Zeiten sehr umstritten war? Oder doch eher das “Big Game” eines Magiers, der durch einen großen Trick Aufmerksamkeit erregen, um so in den Daedalus-Club aufgenommen zu werden? Sam macht es sich zum Ziel, die übernatürlichen Ereignisse aufzuklären, während sie gleichzeitig ihrerseits probiert, Eintritt in den Londoner Geheimclub für Magier zu erlangen. Den ganzen Beitrag lesen »