Action Adventure

Alle Artikel mit dem Tag: Action Adventure

Schrottwichteln: Bad Day L.A., oder: Ein schlechter Tag für Freddi

Freddi

Ich war gespannt, was auf mich wartete, als ich mein Schrottwichtelgeschenk in den Händen hielt. Mein Geschmack ist durchaus vielseitig und es gibt eigentlich, abgesehen von eintönigen und unlogischen Puzzlespielen, nicht wirklich etwas, das mich abschrecken könnte. Kristin hatte also das harte Los, mir ein passendes Spiel zukommen zu lassen, und was soll ich sagen? Sie hatte es geschafft, mir ein Spiel herauszusuchen, mit dem sie meinen Geschmack um genau 100% verfehlt.

Bad Day L.A. kannte ich bis dato nur vom Namen. Von American McGee, der unter anderem für die Versoftungen von Alice verantwortlich ist, entwickelt, hatte es vor gut sechs Jahren sehr durchschnittliche Wertungen erhalten. Diese Wertungen, gemischt mit einem für mich eher uninteressanten Szenario, haben mich immer davon abgehalten, es mir anzuschauen. Naja, nun war es so weit und ich stürzte mich in ein Spiel, dass von der Gamestar als Spiele-Ableger der Fernsehserie South Park bezeichnet wurde.

Ich legte das Spiel also ohne allzu große Erwartungen in mein Laufwerk und war gespannt, was da kommen würde. Abgedrehter Humor spricht mich durchaus an, allerdings sollte dieser intelligent sein, was mich daran hindert, Serien wie South Park oder Family Guy auch nur ansatzweise lustig zu finden. Bevor ich Bad Day L.A. jedoch starten konnte, gingen die Probleme schon los: Es ist nicht möglich das Spiel in seiner ursprünglichen Version zu starten. Einfach überhaupt gar nicht möglich. Erst die Suche in Foren sagte mir, dass ich die normale .exe-Datei mit der polnischen austauschen musste. Okay, solche Bugs machen nicht unbedingt ein schlechtes Spiel aus, aber es lässt an der Sorgfalt der Umsetzung doch arg zweifeln. Nun ja, los geht’s:

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Review: LEGO Harry Potter – Die Jahre 1-4

David

Nachdem ich letztens so viel Spaß mit Fluch der Karibik in LEGO hatte, dachte ich mir, könnte ich LEGO Harry Potter ebenso eine Chance geben. Schließlich liebe ich das Harry Potter-Universum mindestens genau so wie die karibischen Piraten, wenn nicht eher mehr.

Harry Potter begleitet mich schon ein bisschen länger und gehört auch zu den ersten Büchern, die ich freiwillig (i.e. außerhalb des Englischunterrichts) auf Englisch gelesen habe. Lesefaul war ich nie, so ist das nicht, ich habe mich nur davor nicht getraut, auf Englisch zu lesen -- und hatte auch kein Interesse daran. Und dann kam Frau Rowling um die Ecke und hat so eine kitschig schöne Welt erschaffen, die man zu lieben sich als Erwachsener kaum traut. Aber wenn ich so auf tumblr surfe, sehe ich, dass ich weit davon entfernt bin, der Einzige zu sein.

Also nahm ich mir LEGO Harry Potter und tauchte ein in die Welt der Zauberer, Todesser, fliegenden Autos und Trolle (besonders mit letzteren kenne ich mich ja aus). LEGO Harry Potter -- Die Jahre 1-4 behandelt genau die ersten vier Jahre/vier Bücher/vier Filme, nimmt sich dabei aber natürlich einige Freiheiten raus -- meiner Meinung nach mehr, als das bei anderen LEGO-Spielen oder speziell bei LEGO Pirates ist. Ohne die Filme oder die Bücher zu kennen, versteht man leider -- wie bei LEGO-Spielen nicht unüblich -- Null von der Geschichte. Die kurzen Zwischensequenzen mit den stummen LEGO-Figuren sind zwar witzig, erklären Unwissenden aber leider gar nichts!

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Review: Deus Ex – Human Revolution

Fabian

Ja, liebe Kinder. Deus Ex, das ist das Spiel, bei dem eure Gaming-Eltern immer feuchte Augen bekommen, sobald es erwähnt wird. Every time you mention it, someone will reinstall it. Das Ocarina of Time der DOSen-Zocker. Waren das noch Zeiten, heute nur noch Schlauchlevels und selbst Duke Nukem kann Autoheal. Ist doch alles Scheiße, schreien sie. Deus Ex, das war noch ein richtiges Spiel. Sowas müsste mal wieder kommen, mit etwas besserer Grafik vielleicht, aber muss auch nicht. Die gute Nachricht vorab: Genau das bietet euch DEUS EX: HUMAN REVOLUTION. Hurra, oder? Eigentlich könntet ihr jetzt aufhören zu lesen, losrennen und euren Software gewordenen Messias in Empfang nehmen. Die schlechte Nachricht, die ihr vermutlich dann nicht hören wollt: Nicht nur die Spielewelt hat sich weiter entwickelt, sondern auch ihr. Eure Gewohnheiten, eure Ansprüche, euer Spielverständnis. Deus Ex aber ist stehengeblieben. Hm, vielleicht doch erstmal weiterlesen?

Deus Ex: Human Revolution Xbox 360 Packshot

Im Jahre 2027 (25 Jahre vor Deus Ex 1) ist Adam Jensen Sicherheitschef der Firma Sarif Industries, welche Augmentierungen -- also künstliche Körperverbesserungen, mit denen man besser laufen, werfen, sehen, denken kann -- herstellt. Diese Augmentierungen sind umstritten, eine Terrorgruppe namens Purity First ist beispielsweise der Ansicht, dass der menschliche Körper perfekt ist und nicht angepasst werden sollte. Ein weiteres Problem, das Augmentierungen mit sich bringen, ist Abhängigkeit: Damit der Körper das fremde Organ nicht abstößt, muss der Träger ständig ein Medikament zu sich nehmen, das nicht ganz billig ist. Grund genug, dass ein paar Bomben bei Sarif Industries hochgehen und natürlich Purity First zunächst verdächtigt wird. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass einer der Attentäter augmentiert war und Jensen nimmt die Ermittlungen auf.

Unabhängig von den tatsächlichen Ereignissen im Spiel rückt Human Revolution stets die Frage in den Vordergrund, ob Augmentierungen ethisch vertretbar sind oder nicht. Diese Glaubensfrage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel und wird durch die Radikalität der einzelnen Parteien auch hinreichend plakativ dargestellt. Immerhin, es hat dafür gesorgt, dass ich mich am Wochenende mit zwei Freunden darüber unterhalten habe, ob wir uns augmentieren lassen würden. Aus einer spaßigen Frage in Bierlaune wurde dann doch eine recht lange, intensive Diskussion, die zu keinem eindeutigen Ergebnis führte. Human Revolution merkt man ständig an, dass es zu genau dieser Diskussion motivieren will. Das Spiel präsentiert die Gründe für Augmentierungen sehr cool und die Gründe dagegen sehr erschreckend. Die Hauptmotivation der Story erfüllt es somit ausgezeichnet.

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Review: Dungeon Siege III

Freddi

Chris Taylor ist ein Blasphemist: Als er sich entschied, Dungeon Siege zu entwickeln versuchte er eindeutig den Gott des Hack’n'Slay, Diablo zu entweihen und seine heidnischen Lehren der Welt aufzuzwingen. Dieser Versuch ist ihm zwar nicht ganz einwandfrei gelungen, ein durchaus witziges Spiel war Dungeon Siege dennoch. Versuch Nummer 2 endete dann weniger interessant: Man nehme den Namen Dungeon Siege und setze ein 2 dahinter – denn das Spiel ist eigentlich das Gleiche. Nur die sehr aktive Modder-Community rettete das Werk. Grund genug für den eigentlich recht begabten Chris Taylor weitere Versuche aufzugeben.

6 Jahre später entschied sich Square Enix dazu, der Serie frischen Wind zu verleihen und beauftragte ihre Sequel-Schmiede Obsidian Entertainment mit der Arbeit. “Frischer Wind” ist hier wörtlich zu nehmen: Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist DUNGEON SIEGE III kein Hack’n'Slay mehr, sondern ein Action-Adventure mit RPG-Elementen.

Als ich DUNGEON SIEGE III anfangs mit Maus und Tastatur spielte, fühlte ich mich leicht veräppelt: Ich war überfordert mit der Masse an Befehlen, die einem in wenigen Minuten um die Ohren gehauen werden und hatte nie das Gefühl meinen Charakter direkt zu steuern. Stellt euch eine Art World of Warcraft-Steuerung vor mit einem Kampfsystem, welches fordert, dass ihr jeden Schlag einzeln ausführt. Eine wahre Klick-Orgie. Besser wurde es dann, als ich meinen Xbox-Controller in den PC steckte und das Spiel so spielte, wie es vorgesehen war. Durch die direktere Kontrolle zauberte, schnetzelte und sprang ich durch die Gegend, wie es sich Obsidian wohl vorgestellt hat. Liebe Entwickler: Ersetzt doch bitte die Epilepsie-Warnung mit folgender Warnung: “Dieses Spiel benötigt einen Xbox-Controller um den vollen Spielspaß zu erlangen. Die Benutzung von Maus und Tastatur kann den Spielspaß erheblich beeinträchtigen!

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Review: Ghostbusters: Sanctum of Slime

Maxx

Ich bin Fan der Ghostbusters seit dem ich denken kann. Schon bevor die Turtles, Transformers, Dino Riders, Power Rangers oder Pokémon mein Kinderzimmer unsicher machten, hatte ich die ersten Spielfiguren der Geisterjägern im Schrank liegen und Videokassetten der Zeichentrickserie liefen rauf und runter. Ich zähle auch die beiden Filme mit Bill Murray und Dan Aykroyd zu den Ersten die ich in mein Herz geschlossen habe. Natürlich bin ein klein bisschen in Euphorie geraten, als ich von diesem neuen Ghostbusters-Spiel mitbekommen habe, das sich jetzt als Download anbietet. Gewundert hat mich, dass ich vor dem Erscheinen nicht wie sonst durch Berichte auf Spieleseiten, Twitter, oder via Facebook Shout-Outs davon erfahren habe, sonder einfach über den Xbox Live Marktplatz. Vielleicht hätte ich das schon als Warnung sehen sollen. Abschrecken hätte mich aber der Packshot müssen. Ganz eindeutig wird hier schon der charakteristische Protonenstrahler falsch herum abgebildet. So viel Wert wird hier auf Liebe zum Detail gegeben. Nennt mich pingelig, nennt mich nerdig, aber ich hätte kotzen können.

Eigentlich sollte der Downloadtitel als eine Art geistiger Nachfolger des großartigen Ghostbusters-Spiels von 2009 sein. Das allein ist eine gute Prämisse, aber auch als hoch gelegte Messlatte. Denn wenn wir uns erinnern, hatte das großartige Ghostbusters vor zwei Jahren alles, was das Fan-Herz begehrt: Die Geschichte der Geisterjäger wurde von den original Schreibern fortgeführt, dank der richtigen Lizenz stimmte alles von Peter Wankmans Venkmans Haartolle bis zur Einrichtung des Hauptquartiers und um dem Ganzen noch eine Sahnekrone aufzusetzen, haben die Schauspieler aus den Hollywood Streifen ihren virtuellen Ichs die Stimmen geliehen. Eine der frischesten Spieleerfahrungen des Jahres und vielleicht das beste Lizenzspiel aus diesem Jahrzehnt. Den ganzen Beitrag lesen »

Review: Assassin’s Creed Brotherhood

David

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut -- und auch nicht von einem Assassin alleine in die Knie gezwungen. Mit ähnlichem Wortlaut beschreibt der Hüllentext Assassin’s Creed Brotherhood. Ezio, nach seinen Erlebnissen im zweiten Teil der Reihe erschöpft und erleichtert in Monterrigioni angekommen, glaubt, die wichtigen Kämpfe seines Lebens hinter sich gebracht zu haben. Doch die Borgia geben nicht so leicht auf und bringen die Schlacht bis zu ihm an seine Türschwelle. Das kann sich ein Meister-Assassine natürlich nicht einfach so gefallen lassen. Also schlägt Ezio mit gleichen Mitteln zurück und besucht wiederum Rom, um die Templer an ihrer Wurzel auszurotten.

Doch Rom ist groß und die Templer in der Überzahl. Zum Glück ist Ezio nicht alleine in seinem Kampf, ihm zur Seite stehen zwei alte Bekannte, nämlich La Volpe, der Anführer der Diebesgilde und Bestseller-Autor Niccolò Machiavelli. Unterstützung findet Signore Auditore da Firenze nicht nur in der Diebesgilde, auch die Mercenaries und die Kurtisanen unterstützen den Assassinen wo immer sie können. Später versorgt der Daniel Düsentrieb der Renaissance, Leonardo da Vinci, unseren italienischen Killer und Frauenhelden noch mit neuen Gadgets. So gerüstet kann eigentlich nichts mehr schief gehen, doch Ezio wird auch nicht jünger, auch wenn er sich das ungerne von anderen Leuten sagen lässt. Es wird langsam Zeit, sich um die nachfolgenden Generationen zu kümmern, schließlich gibt es zahllose Templer und nur eine Hand voll Assassinen. Kurzerhand rettet Ezio ein paar Bürger vor der Willkür der römischen Stadtwache und rekrutiert sie für seine Sache. Die bekommen auch direkt ein passendes Outfit, echte Assassinen werden sie aber erst nach vernünftigem Training. Dafür schickt Ezio seine Gefolgschaft auf Missionen in ganz Europa, bei Erfolg kommen die dann nach ein paar Minuten mit jeder Menge Erfahrung und Geld im Gepäck zurück.

Während seine Schützlinge unterwegs sind, streift Ezio ein bisschen durch Rom, befreit Gebiete durch das Zerstören von Borgia-Türmen, um daraufhin dort die Geschäfte zu renovieren und Wahrzeichen wie das Colosseum zu kaufen. Das bringt noch mehr Geld -- mehr als Ezio tragen oder ausgeben kann und mehr, als in die Bank passt -- und ansonsten leider nichts. Das Stadtbild verändert sich durch das Renovieren überhaupt nicht und das Aufkaufen der Triumphbögen und antiken Tempel erzeugt ebenfalls kein sichtbares Ergebnis.

Ezio hat seinen Spaziergang mittlerweile beendet und seine kleinen Killer sind wieder zurück und warten darauf, von ihm aufgelevelt und mit einer Zeremonie (jeder Assassin bekommt eine eigene) in den Rang des Assassinen gehoben zu werden. Spätestens ab da stellt sich Ezio so gut wie nichts mehr in den Weg, Horden von Gegnern fallen wie die Fliegen im “Arrow Storm” der versteckten Assassinen, die auf Pfiff -- ähnlich wie Ezios Pferd -- hinter der nächsten Ecke erscheinen oder aus einem Heuballen springen, um jeden abzumurksen, der sich ihnen in den Weg stellt. Das hört sich so an, als würde der BAM (Brotherhood Assistance Move) die Kämpfe viel zu leicht machen und das tut er in der Tat. Mich persönlich stört das nicht, ich fand die riesigen Kämpfe gegen 20 Gegner und mehr schon immer nervig und bin froh, wenn ich sie irgendwie umgehen kann. Besonders die gepanzerten Papstwachen sind normal fast unbezwingbar. Und da kommt einem so eine kleine Armee gerade recht.

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Review: Enslaved – Odyssey to the West

David

Von einer Gefangenschaft in die nächste, vom Regen in die Traufe – Monkey hatte sicher schon bessere Tage in seinem Leben. Auch wenn Trip ansehnlicher als die anonymen Sklavenhändler ist, hatte Monkey sich seine Freiheit, nachdem er aus der Zelle fliehen konnte, vermutlich etwas länger anhaltend vorgestellt. Wer sind die Sklavenhändler überhaupt und wie kommt Monkey in die Zelle auf deren Schiff? Das erfährt man alles nicht, Enslaved setzt direkt während der Flucht der beiden Protagonisten ein. Die technikaffine Trip bringt das Sklavenschiff zum Absturz, Monkey und sie selbst können mit einer Fluchtkapsel entkommen. Kurz darauf legt die junge Dame dem Muskelprotz ein Stirnband an, durch das er unter ihrer Kontrolle steht und stirbt, sollte er ihr nicht gehorchen.

Doch lasst uns mal kurz einen Schritt zurückgehen: Enslaved -- Odyssey to the West spielt in einer nicht sehr fernen Zukunft, in der von der Menschheit nicht mehr viel übrig ist. Wie man das so aus diversen Sci-Fi-Streifen kennt, sind die Menschen selber an ihrer Ausrottung schuld. Die Ursache dafür kann überall begutachtet werden: aggressive Roboter, die alles angreifen, was Hirn statt Schaltkreise hat. Die Ausrottung der Gattung Homo Sapiens hat aber auch ihre guten Seiten; die Natur holt sich langsam zurück, was sie in vielen Milliarden Jahren erschaffen hatte und viele Milliarden Menschen in wenigen Jahrhunderten zerstört haben. Demzufolge ist Enslaved optisch ein echter Leckerbissen. Das überwucherte New York sieht einfach nur fantastisch aus. (Warum die kurzen Motorradszenen zwischendurch so wirken, als hätte der CG-Praktikant sie erstellt, ist mir unverständlich. Bis auf diese paar Patzer gibt es aber an der Optik nichts zu meckern.) Die Mimik der Charaktere gehört zu dem Besten, was ich je in einem Videospiel gesehen habe und es ist fast schon erschreckend, wie viel Emotion man in die traurigen Augen eines computergenerierten Charakters stecken kann. Mein persönlicher Favorit ist dabei Pigsy, der nicht umsonst eine eigene Story im ersten DLC bekommen wird. Insgesamt ist das Charakterdesign unvergleichbar gut, und das nicht nur bei Monkey, was ja dank Andy Serkis (Gollum, King Kong) nicht anders zu erwarten war.

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Geburtstags-Spezial: Mein erstes Videogame – Freddi

Freddi

Ich war 8 und sie ungefähr 20. Der Altersunterschied stand unserer Liebe aber nicht im Weg, nur der hundsgemeine Wesir, der beschloss meine große Liebe einzusperren und mir 60 Minuten gab, um aus meinem Verlies zu entkommen und sie zu befreien, stand unserer Hochzeit im Weg. Meine Waffe: der 486er meines Bruders. Das Spiel, von dem ich rede, heißt natürlich PRINCE OF PERSIA und stellte meine Einstiegsdroge in die Welt des Gaming dar.

Ich weiß nicht mehr, wie viele verzweifelte Stunden ich mit dem Versuch der Befreiung meiner Prinzessin zugebracht habe, aber so frustresistent wie ich damals war, bin ich heute lange schon nicht mehr. Was habe ich geflucht, als ich kurz vor dem Ende eines Levels durch Unaufmerksamkeit einen Abgrund herunter fiel -- ein Szenario, welches bestimmt jeden Ausflug ins Verlies von mir beendet hat. Das war aber egal, denn PRINCE OF PERSIA hat verdammt nochmal Spaß gemacht. Woran das lag? Ich glaube den größten Anteil daran hat die eingängige Steuerung und das daraus resultierende flüssige Gameplay gehabt, welches an sich sehr simpel gehalten wurde. Keine Slow-Motion, keine Spezialfertigkeiten, kein Sand der Zeit und keine Gegnerwellen, die das Spielgeschehen unnötig blockieren, sondern einfach ein simples Jump’n'Run mit vereinzelten Schwertkampfeinlagen (die sowieso jeder mit der “Block-Schlag-Vorbeigeh-Technik” umgangen hat). Zusätzlich war die 60-Minuten-Deadline extrem motivierend, welche das Spiel zwar bockschwer gemacht hat (Hand aufs Herz: Hat irgendeiner von euch jemals die Prinzessin befreit?), aber einem auch das Gefühl gab ein leicht erreichbares Ziel anzustreben, denn eine Stunde ist wirklich nicht viel Zeit, oder? Die tatsächliche Spielzeit dürfte bei jedem engagierten Spieler aber an die 30 Stunden gegangen sein, eine ganze Ecke mehr, als mir die meisten aktuellen Spiele geben können.
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Spidey hüpft durch die Dimensionen

Freddi

Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft kommt zurück. Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, werkelt derzeit Beenox an einem neuen Spiel, das sich rund um Spider-Man dreht. Doch wird SPIDER-MAN: SHATTERED DIMENSIONS kein klassischer Ableger des Universums, wie wir es die letzten Jahre mit wechselhafter Qualität erlebt haben. Wie es der Titel verrät, hält sich der Superheld in verschiedenen Dimensionen auf, von denen jetzt zwei genannt worden sind: die klassische Dimension, bekannt aus The Amazing Spider-Man und eine sehr interessant aussehende Noir-Dimension, welche 2009 etabliert wurde.

In SPIDER-MAN: SHATTERED DIMENSIONS geht es um die Zersplitterung eines Tablet of Order and Chaos, was für die 4 Dimensionen verantwortlich ist und natürlich, dass unser arachnoider Superheld diese 4 Splitter wieder zusammenfügt, um alles wieder in den Normalzustand zu bringen. Ich denke zur Dimension von The Amazing Spider-Man muss ich nicht viele Worte verlieren: Es handelt sich dabei um die klassische Grundlage, die jedem von uns aus Filmen und Comics bekannt sein dürfte. Spannender wird es jedoch bei der Noir-Dimension, welche schließlich erst seit letztem Jahr existiert. Diese spielt im Jahre 1929 und enthält zwar weitgehend die bekannten Gegner von Peter Parker, ist aber dem Noir-Stil entsprechend sehr düster gezeichnet. Vor allem im Bezug auf das Outfit von Spider-Man fällt dies sehr stark auf: statt des bekannten roten Overalls trägt Parker dort ein sehr rustikales Kostüm, welches eher zusammengewürfelt aussieht, welches sich aber sehr gut in den Zeitraum der Depression einfügt, in welchem die Noir-Dimension spielt. Den ganzen Beitrag lesen »

Trailer zu Majin erinnert an alte Helden

Kristin

Aus dem Hause Namco Bandai soll noch im Herbst diesen Jahres das Spiel Majin and the Forsaken Kingdom (in östlichen Ländern auch Majin -- The Fallen Realm) für Xbox 360 und PS3 erscheinen. In diesem Action-Adventure steuert ihr einen Jungen, der mit Hilfe des niedlichen Riesen Majin herausfinden muss, warum das Königreich von einer dunklen Macht eingenommen wurde.

Ein erster Blick in den Trailer weiter unten lässt mich vermuten, dass das Spiel ein großer Erfolg werden könnte. Aber nicht nur das: Es erinnert mich direkt an eine Mischung aus Fable, Final Fantasy (hier insbesondere der Grafikstil) und Zelda.

Entwickelt wird Majin and the Forsaken Kingdom von Game Republic, dem Studio dass auch hinter dem wunderschönen Folklore steckt. Wir dürfen also große Hoffnungen haben.

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