Review: When Zombies Meet Avatars 0

Review: When Zombies Meet Avatars 0

Wer sich nach der Überflutung von Zombiemodi oder ganzen Zombiespielen in den letzten drei Jahren noch beschwert zu wenig von verschrumpelnden Grabflüchtigen gesehen zu haben, hat wohl selber unter einem Stein gelegen. Hingegen zu behaupten, dass Zombies nicht jedes Spiel um das gewisse etwas Chaos bereichern würden, wäre Blasphemie. Nicht nur Call of Duty oder Left4Dead haben das verstanden, auch der Xbox Live Marktplatz wird immer wieder versüßt durch die lebenden Toten. Diese Woche gesellt sich When Zombies Meet Avatars für süße 80 Live-Punkte dazu, und ich hab mich natürlich sofort drauf geschmissen als wäre es frisches Gehirn.

Wer den Indie-Dauerbrenner I MAED A GAM3 W1TH Z0MB1ES!!!1 aus der Xbox Live Spielothek kennt, ist eigentlich schon mit den Grundlagen für dieses Shoot ‚em up vertraut. Auch bei When Zombies Meet Avatars gilt es alleine oder mit bis zu 3 weiteren Mitstreitern im abgesteckten Areal so viele Untote ein zweites mal in die Hölle zu schicken wie möglich. Vorbei ist die Jagd sobald alle Mitstreiter ihr Leben verloren haben und nur noch einer der Avatare auf dem Feld steht.

Ein großer Unterschied zwischen den zwei Indie-Spielen ist, dass hier mit dem eigenen Xbox-Avatar gegen die Zombiehorden in den Krieg gezogen wird. Das bedeutet, dass sich keiner mehr auf die modischen Vorlieben der Valve-Mitarbeiter verlassen muss, sondern ganz leger in Jeans und Dragon Age-Shirt (oder wie meine Wenigkeit ganz stilecht in weißem Anzug, Chucks und dem obligatorischen Stormtrooper Helm) in Richtung Zombieapokalypse ziehen kann.

Glaubt man, in der geistigen Vorlage schon hektisch agieren zu müssen, ist es bei When Zombies Meet Avatars nicht besser. Problem ist nämlich, dass die Steuerung zum größten Feind des Spielers wird, weswegen eine reibungslose Schießerei gegen die Zombies kaum möglich ist. Zwar gibt es 5 verschiedene Kameraeinstellungen, aber nur die klassische Ansicht, in der sich euer Avatar in der Mitte des Screens befindet und mit beiden Sticks bewegt wird, ist die einzige funktionierende. Alle anderen Kameraeinstellungen lassen euch keine Sicht nach hinten und machen den Avatar sehr anfällig für Angriffe. Der Ego-Modus macht zwar Spaß, ist aber mehr als hinderlich beim guten Zielen – und die sehr arm gestaltete Grafik lässt mich schaudern.

Wie auch andere Indie-Titel leidet When Zombies Meet Avatars am fehlenden Onlinemodus. Es macht durchaus Spaß zu viert an einem Bildschirm gegen die Zombies anzutreten, aber ohne Fernseher mit mehr als 1 Meter Durchmesser, endet dass schnell im unschönen Chaos. Zudem hat man die Freunde zum Spielen auch nicht immer im Haus (und hat ansonsten bestimmt bessere Dinge mit ihnen vor).

When Zombies Meet Avatars (Xbox 360)
Entwickler: theHans
Erscheinungsdatum: bereits erschienen
Altersfreigabe: Gewalt =2/3, Sex=0/3, Inhalt für Erwachsene =1/3
Preis: 80 MS-Punkte

Ob sich When Zombies Meet Avatars als das neue Zombie-Spiel unter den Indie-/Avatar-Titeln auf der Xbox etablieren kann ist fraglich, denn am Ende handelt es sich leider nur um ein Avatar-Spiel. Im Gegensatz zu vielen Avatar-Applikationen wie Schneeballwerfen, findet man aber zumindest einen kurzweiligen Mehrwert. Da man umgerechnet nur einen Euro berappen muss, möchte ich niemandem davon abraten, sich das Spielchen wenigstens anzuschauen. Wer I MAED A GAM3 W1TH Z0MB1ES!!!1 noch nicht besitzt, sollte aber besser erst dort zugreifen. Zombie-Lovers, ich habe euch gewarnt! Ansonsten bleibt zu warten bis es heißt I Made a K1nect Game with Zombies in it!!!11. Zombies werden nämlich nicht alt, um mal auf einem Wortspiel zu enden.

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