ZwOflash #14: Ashes to ashes…

von in News
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Es ist ein bisschen, als befänden wir uns momentan auf einer Achterbahn genau am höchsten Punkt, kurz bevor es runtergeht. Nicht in dem Sinne, dass es bergab geht, sondern genau im Gegenteil: Eine Mischung aus Vorfreude und Hibbeligkeit (Gibt es das Wort überhaupt?). In den kommenden Wochen und Monaten kommt noch einiges an coolem Zeug raus, sodass man nicht so richtig weiß, was man als erstes mitnehmen soll, wenn man in den Laden rennt und brüllt „SHUT UP AND TAKE MY MONEY!!!“. Bis dahin gibt es jetzt erst mal den vierzehnten ZwOflash. Viel Spaß!

Aus der Industrie

Wir fangen an mit einer kleinen, aber sehr traurigen Meldung von unserer inländischen Presse, namentlich gamestar.de: Nach der Übernahme von Lucas Arts durch Disney soll angeblich die Ausrichtung der Firma grundlegend geändert werden. Die aktuell in der Entwicklung befindlichen Titel, zB. »Star Wars 1313«, sollen zwar noch fertig gestellt werden, aber danach werde man sich auf die Entwicklung von Mobile- und Socialgames konzentrieren. I’m calling it now: Machs gut, Guybrush Threepwood! Adieu, Kyle Katarn! Vaya con dios, Lila Tentakel! Es war schön euch kennengelernt zu haben… Hallo »Tiny Towers«-Klon mit »Star Wars«-Referenzen (Klon… *badumm-tsscchh*). Yay.

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Theater und Coop-Multiplayer ist eine Mischung, die ich nie erwartet hätte, mal zu erleben. Theater und Coop, kann das überhaupt funktionieren? Dieses Experiment hat die Künstlergruppe machina eX mit ihrer Produktion »15.000 Gray« bereits 2011 zuerst in Berlin und dann deutschlandweit gewagt und macht aktuell im Rahmen des Projekts »Game ON Stage« Station im FFT Düsseldorf.

Professor Hövel hat sich einer bahnbrechenden Idee gewidmet: Mit seinem Team probiert er, durch Versuchen an Ratten, dem Menschen die Immunität gegenüber Radioaktivität anzueignen. Eines Morgens finden ihn allerdings seine Assistenten mit einer Bombe um den Bauch und bewusstlos in seinem Labor vor. An diesem Punkt springen die Zuschauer ein und versuchen gemeinsam mit den Assistenten herauszufinden, was passiert ist und wie die Situation bereinigt werden kann.
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[52 Games] Thema 41: Liebe

von in 52 Games
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Guter »Humor« zeichnet sich durch viele Facetten aus. Dies hat die vergangene Woche gezeigt. Szenen, die bewusst lustig sein wollen, bringen viele Konsumenten von Videospielen nicht zwangsläufig zum Lachen. Oft sind es nicht sofort ersichtliche Elemente, die dann besonders pikant werden, wenn sie auch mal zufällig entstehen. Gerne darf es aber auch mal richtig flacher, tiefschwarzer Humor sein. Man spielt schließlich nicht, weil man alles politisch korrekt erleben will. Gespielt wird aus Passion, Leidenschaft und auch (Achtung! Schlechte Überleitung zum neuen Thema..) aus

Liebe

L’amour soll also das neue Thema für die kommende Woche sein. Dieses darf natürlich wie immer frei interpretiert werden. Gab es Szenen aus Videospielen, die euch vor triefender Romantik zu Tränen rührten? Könnt ihr dem Thema überhaupt etwas abgewinnen? Wenn nicht, warum eigentlich? Sind Spiele überhaupt die richtige Bühne für große Gefühle? Habt ihr gar euren Partner über die Zockerei kennengelernt? Plaudert gerne aus dem Nähkästchen. Die Bühne gehört eine Woche lang den Romantikern!

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Wreck-It Ralph, der Bösewicht des Arcade-Klassikers »Fix-It Felix Jr.« hat schon lange genug von seinem Job. Jeden Tag, sobald die Litwak’s Arcade geöffnet wird, in der sein Spielautomat steht, muss Ralph (John C. Reilly) das gleiche Appartementhaus zerstören, nur um zuzusehen, wie Felix (Jack McBrayer) alles wieder repariert. Am Ende des Tages feiern sie alle Felix und Ralph schmeißen sie vom Dach des Hauses in den Matsch, wo er sich dann alleine zum Schlafen in seinen Haufen aus Backsteinen zurückzieht. Doch diese Nacht ist anders als die bisherigen. Es ist das 30-jährige Jubiläum des Spiels, alle feiern mit Felix, doch Ralph hat niemand eingeladen. In einer hitzigen Diskussion mit Felix und den Hausbewohnern beschließt Ralph, eine Medaille zu gewinnen, um zu beweisen, dass auch ein „Bad Guy“ was wert ist.

Des Nachts, wenn die Arcade geschlossen ist und die Spiele ausgeschaltet sind, vertreiben sich die Charaktere gerne die Zeit in anderen Spielen, trinken ein Bier in Root Beer Tapper oder versammeln sich – im Falle von Ralph – im Pac-Man-Spiel zum Treffen der Anonymen Bad-Guys. Da wird gepredigt, sein Dasein als Bösewicht zu akzeptieren, doch das ist keine Option für Ralph. Er schleicht sich in das Game »Hero’s Duty«, bei dem es für das Erklimmen eines Turmes das Objekt von Ralphs Begierde gibt: eine Medaille. Dem im Weg stehen nur die fiesen Cy-Bugs – die insektenartigen Gegner des Spiels – und die Anführerin der Soldatentruppe, Sergeant Calhoun (Jane Lynch). Zwar bekommt Ralph seine Medaille, aber welche Auswirkungen sein Vorhaben auf die restlichen Games der Arcade haben würde, hat er nicht bedacht. Bei der morgendlichen Eröffnung der Arcade steht Fix-It Felix Jr. ohne Antagonist Ralph da und das vermeintlich defekte Spiel steht kurz vor der endgültigen Abschaltung. Außerdem ist einer der Cy-Bugs Ralph in ein fremdes Spiel, das zuckersüße Japano-Kart-Game „Sugar Rush“, gefolgt. Dem droht nun die Zerstörung durch die Cy-Bugs, da diese sich rasend schnell vermehren können.

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Papo & Yo: Vander’s Game

von in Reviews
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Papo & Yo ist ein Autorenspiel, in dem Vander Caballero seine Kindheit aufarbeitet, in der er regelmäßig von seinem Vater im Suff verprügelt wurde. Dieser drastische Hintergrund lädt zu einer recht emotionalen Auseinandersetzung mit dem Spiel ein, die üblichen Disziplinen wie Spielmechanik und Grafikdetailreichtum eher zu ignorieren und sich primär mit der Intention des Autors zu befassen. So zu beobachten bei Volker, der das Spiel zum Anlass nahm, seinen eigenen Ex-Alkoholkonsum noch einmal zu reflektieren oder anderswo, wo dem britischen Spielmagazin EDGE gleich die komplette Kompetenz zur Meinungsbildung abgesprochen wurde, nachdem sie unter Berücksichtigung aller Umstände das Teil dann doch eher mau fanden.

Ich finde es immer spannend, wenn verschiedene Leute unterschiedliche Ansprüche an ein Spiel stellen. Ob sie eher die persönliche Handschrift des Autors lesen, oder stumpf das Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielstunden erbsenzählen, natürlich nicht ohne Kinokartenvergleich. Was mich betrifft, so lässt mich hinsichtlich der Spielbewertung Señor Caballeros Geschichte relativ kalt. Das meine ich nicht böswillig und ich kann mir auch sehr plastisch vorstellen, wie schrecklich so eine Kindheit sein muss, aber es reicht nicht aus, um das Spiel emotional an mich zu binden. Das mag zum einen an meiner (etwas zu) behüteten Kindheit liegen, in der die Propaganda meiner Eltern kontra jegliche Droge extrem gut gefruchtet hat – ich habe mit 18 mein erstes Bier getrunken, fühlte mich dabei wie Christiane F. aus „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und mit 25 hat es mir erstmals geschmeckt.

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