LEGO ist geil, egal wie alt man ist. Wer kein LEGO zu Hause hat und in der Fußgängerzone nicht mit großen Augen vorm LEGO-Store stehen bleibt, sollte das Kind in sich im nächsten Småland abholen gehen. Während ihr alle hoffentlich gerade in »LEGO Batman 2: DC Super Heroes» Gotham vor Joker und Lex Luthor rettet, könnt ihr jetzt zusätzlich dank Google Chrome und LEGO Australia im Browser eurer Fantasie freien Lauf lassen. Auf buildwithchrome sucht ihr euch auf einer Karte einen Ort in Australien oder Neuseeland aus und legt los.

Ich hab spontan mal einen Space Invader in LEGO nachgebaut. Aber wie beim echten LEGO gibt es hier außer der eigenen Fantasie kaum eine Grenze, deshalb bin ich mir sicher, ihr kriegt da noch was Kreativeres hin als ich.

Bleibt ein Weilchen und hört zu. Lasst mich euch von Magnus, dem Barbaren erzählen. Dem größten Krieger, der je in Sanktuario gelebt hat. In der Vergangenheit haben wir zusammen viele Schlachten geschlagen, auch wenn ich selbst damals nur ein Junge von vierzehn Wintern war. Ich folgte ihm gegen die geballte Macht der drei großen Übel, stieg mit ihm in die Hölle hinab und schließlich sahen wir, wie seine Heimat, der Berg Arreat, brannte. Magnus war mein Lieblingscharakter in einem meiner Lieblingsspiele, mit dem ich über die Jahre unzählige Male die Armeen der Hölle in ihre Schranken verwiesen habe – mit Axt und Schild, Speer und Zweihänder. Doch diese unzähligen Male waren scheinbar nicht genug für die Fürsten der Hölle, denn sie sind wieder da. Und auch, wenn der Barbar nicht zwangsläufig von der Geschichte aus derselbe aus dem Vorgänger ist, so ist er es doch gefühlt für mich.

Wiedersehen mit alten Freunden

Ganze elf Jahre dauerte es, bis die Hölle wieder auf meinen Bildschirm zurückkehrte. Zwanzig Jahre sind in Sanktuario seit den Ereignissen von »Lord of Destruction« verstrichen. Fast Echtzeit also. Nach einem furchtbaren Start, der für einen Entwickler wie Blizzard ziemlich unrühmlich abgelaufen ist (und an dieser Stelle sollen nicht mehr Worte darüber verloren werden, wurde doch schon andernorts so viel dazu gesagt), kommt er also endlich: Der erste Moment mit »Diablo 3«.

Ich starte das Spiel, logge mich ein und schaue auf die Charakterauswahl. Sofort springt mir der Barbar ins Auge. Massig, gezeichnet von Narben, grauhaarig und irgendwie mit einem entschlossenen, aber müden Ausdruck im Gesicht. „Hallo, alter Freund.“, denke ich mir, „Die Zeit ist nicht spurlos an dir vorüber gegangen… Aber damit wären wir schon zu zweit.“

Zwölf (»Diablo 2«), beziehungsweise elf Jahre (»Lord of Destruction«). Hat Blizzard also in dieser Zeit einen würdigen Nachfolger zuwege gebracht? Ich starte das Spie und lande nach einem gezeichneten Intro, in dem Magnus mit sonorem Bass erzählt, was ihn erneut an den Höllenschlund verschlägt, in Tristram. Bunt ist es. Aber das kennt man ja schon aus all den Previews. Mehr als das irritiert mich aber das Interface, das doch sehr an Blizzards Goldesel »World of Warcraft« erinnert, was wohl dem großen Fokus auf das kooperative Spiel geschuldet ist. Die zweite Beobachtung, die ich mache: das Designteam legte im Vergleich zu den Vorgängern diesmal wirklich viel Wert auf Dialoge und Story. Immer wieder bleibe ich stehen und höre mir kleine Dialoge zwischen den Dorfbewohnern an, die nicht nur witzig, sondern auch auf eine Weise atmosphärisch sind.

Leah, die Nichte meines alten Bekannten Deckard Cain, weiht mich in die aktuellen Geschehnisse ein: Die Toten haben sich aus den Gräbern erhoben, ein Meteor scheint in die verfluchte wie berühmte Kathedrale von Tristram eingeschlagen zu sein und Leah musste die Flucht ergreifen. In all der Aufregung haben sich Leah und Cain beim Einschlag aus den Augen verloren und sie geht, so sagt sie mir, davon aus, dass dieser sich noch immer in dem verfallenen Gotteshaus befindet. Ich als Spieler werde losgeschickt, den alten Mann lebend wieder nach Hause zu bringen. Also raus aus dem Dorf und… Da ist es wieder! Dieses Gefühl, das ich so vermisst habe und das weder »Torchlight«, »Loki« und nicht einmal »Bastion« (welches ich aus anderen Gründen unglaublich schätze!) rekreieren konnten. Gegnergruppe um Gegnergruppe zerlegen, immer auf der Jagd nach Erfahrungspunkten und noch besserer Ausrüstung. Dieser Spielfluss, wie ihn zu erzeugen nur ein »Diablo« bislang bei mir geschafft hat. Der Barbar rennt stets direkt dahin, wo die Gegnermassen am dicksten sind, zerlegt Zombies in ihre Einzelteile, fegt durch Ränge von Dämonen und ich denke mir „Ja! Genau so! Wie mir das gefehlt hat…“ Aber wie ist es um einen anderen, extrem wichtigen Punkt bestellt, der die Serie ausmacht? Wie steht es um die Atmosphäre?

Diesen Beitrag weiterlesen »

[52 Games] Thema 21: Mut

von in 52 Games
13

Während das Thema »Reisen« noch bis Freitag zu bearbeiten ist, möchte ich mich langsam aber sicher wieder dem Montag als normalen Tag für die 52 Games nähern. Man möge mir bitte diesen etwas abgehackten Text verzeihen, aber ich sitze im Prinzip auf gepackten Koffern, um mich dem noch aktuellen Thema auch persönlich zu nähern. Die nächsten Tage verbringe ich nämlich auf dem Hurricane Festival im Norden der Republik.

Die Links zum aktuellen Thema werde ich daher auch erst in der nächsten Woche nachtragen. Bis dahin könnt ihr aber gerne so viele Beiträge einreichen, wie ihr wollt! Dieses könnt, sollt und dürft ihr ab jetzt auch zum Thema

Mut

tun. Welcher Held war besonders mutig? Wer verdient umgehend mindestens eine Tapferkeitsmedaille? Wer errettete die meisten Prinzessinen, schlug die größten Schlachten und erleidete die furchtbarsten Verletzungen durch Pfeile, die unglücklicherweise direkt ins Knie gingen? Wir sind gespannt, wie ihr euch diesem Thema nähert. Beweist selbst Mut und zeigt den anderen Teilnehmern, wo der Hammer hängt!

Diesen Beitrag weiterlesen »

[52 Games] Thema 20: Reisen

von in 52 Games
17

Wie? Es ist Freitag? Wir sind wohl schon im Sommerschlaf und reichen das Thema der zwanzigsten Woche viel zu spät nach. Natürlich habt ihr für eure Artikel deswegen auch länger Zeit. Ich kümmere mich dann darum, dass die Links ihren Platz im folgenden Thema finden.

In der vergangenen Woche ging es passend zur E3 um »Hype« – und erwartungsgemäß hat dieses umstrittene Thema völlig unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Die Pressekonferenzen der E3 waren frisch in den Köpfen, sodass viele Teilnehmer auch über die jeweiligen Neuankündigungen schrieben. Es gab aber auch Kritik. Dies betraf sowohl das Thema an sich, als auch die Bedeutung des Themas. Gängige Strategien der Publisher wurden gnadenlos entlarvt und aufgezeigt. Aufregung gab es auch über Games, die im Hype-Wahn erworben und anschließend als gar nicht sooo toll eingestuft wurden.

Das neue Thema soll euch nun die Gelegenheit geben, wieder in der eigenen Geschichte gespielter Spiele zu wühlen. Dabei lassen wir das aktuelle Tagesgeschäft erst mal hinter uns, denn wir wollen in dieser Woche gerne mit euch

Reisen

Doch wohin genau geht die Reise? Wie steht ihr zu Open World? Welches Spiel hat euch an die schönsten Orte geführt? Wie nehmt ihr Land und Leute in Spielen wahr? Habt ihr mal ein Spiel gespielt, weil es an einem bestimmten geliebten Ort spielte? Packt eure Koffer, reist an tolle Orte und teilt euren Reisebericht mit uns.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Die skurrilen &raquo:Tiny & Big« bestreiten ihr erstes Abenteuer ab dem 19.06. auf dem heimischen Computer. Ich hatte die Gelegenheit, schon vorab ein Auge auf das mit Spannung erwartete Spiel des »Black Pants Game Studio« aus Kassel zu werfen.

Ich starte das Spiel, und schon in den ersten Sekunden eröffnet sich mir eine sehr ansehnliche Welt: Outlines und Wüstenoptik schaffen eine coole Atmosphäre im Comic-Stil, die Lust auf das Spiel macht. Dann wären da natürlich auch die zwei namensgebenden Charaktere, Tiny und Big. Beide handeln in ihrem Universum aber nicht gemeinsam, sondern völlig allein und auf sich gestellt. Von der Optik her habe ich noch keine vergleichbaren Figuren erleben dürfen. Die Story gibt mir dann den Rest: Tiny hat eine mächtige Unterhose von seinem Großvater geerbt. Big jedoch mopste sich in einem ungeheuren kriminellen Akt den alten Schlüpfer und setze ihn auf den Kopf – denn damit kann er seine unmittelbare Umgebung mit purer Gedankenkraft kontrollieren. Das lässt sich Tiny aber nicht gefallen und rollt mit einem schrottreifen Taxi in der tristen Wüstenlandschaft an, um sich sein rechtmäßiges Eigentum zurückzuholen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Seite 72 von 223«...7071727374...223