Abobo’s Big Adventure

David

Als Sarah heute letzte Woche von ihrem Game of the Year 2012 namens Abobo’s Big Adventure erzählte, wusste ich nicht, was mich erwartet. Hätte ich gewusst, dass Abobo ein Typ aus Double Dragon ist, hätte ich den Link vermutlich nicht geklickt. Gespielt habe ich das Beat’em Up nie, ich trauere allerdings bis heute dem Taschengeld hinterher, das ich für den Double-Dragon-Film an der Kinokasse gelassen habe. Da kam tatsächlich auch ein Abobo vor, aber das muss ich wohl verdrängt haben.

Abobo’s Big Adventure erzählt die Geschichte dieses Nebencharakters, und zwar in feinster Pixelgrafik wie von anno Tobak. Selbst die Webseite von Team Bobo und der Ladescreen vom Spiel, bei dem Abobo in ein pixeliges NES-Modul pustet, sind in wunderbarer Optik gehalten.

Das Gameplay hingegen enttäuscht dann leider ein bisschen, da es als langweiliges, sidescrollendes Beat’em Up beginnt. Ja, ich habe langweilig gesagt, Deal with it! Später wird es aber noch abwechslungsreicher, verspricht Team Bobo. Dabei wird nicht nur beim Genre ordentlich gemixt, sondern auch alle möglichen Referenzen verwurstet: Legend of Zelda, Mega Man, …

Gameplay ranges from beat’em up, to underwater platformer, to side-scroller, to top-down dungeon crawler, wrestling, run-and-gun, boxing, and MOAR!

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 6/6: Marc

Marc

Heute habe ich also die ehrenvolle Aufgabe, unseren redaktionellen Rückblick auf das Jahr 2011 abzuschließen. Dies wird auch allerhöchste Zeit: Silvester liegt für mich schon wieder gefühlte fünf Wochen zurück und das neue Jahr will auch noch bespielt werden. In Jahren zu denken fiel mir noch nie besonders leicht. Genau genommen musste ich bei den meisten Medien für diesen Artikel zunächst mal recherchieren, ob sie auch wirklich irgendwie mit dem Jahr 2011 zu tun hatten. Bei aller Gleichgültigkeit diesem Thema gegenüber mache ich mir dann aber doch irgendwann so meine Gedanken: Wie stehe ich da? Wie habe ich mich entwickelt? Kann ich morgens noch in den Spiegel schauen? Fallen mir noch mehr bescheuerte pseudopsychologische Fragen ein?

Seien wir doch mal ehrlich: Wir wollen uns alle an dieser Stelle mit unserem Lieblingshobby auseinandersetzen und nicht gemeinsam weinen.

Top 5 des Jahres:

Minecraft // Ja, es ist absolut overhyped. Ja, ich spiele es noch immer gern. Und obwohl Minecraft schon deutlich länger in aller Munde ist, ist es mit seiner beispiellosen Geschichte erst vor wenigen Monaten “so richtig” in einer finalen Version erschienen. Ich liebe dieses Spiel für seine ganz eigene Art, irgendwie anders zu sein. Ich liebe es für all die wunderbaren Dinge, die Spieler auf der ganzen Welt damit schon erstellt haben. Dem Spielekult wurde mit dem Creeper ein weiteres Gesicht hinzugefügt und ich möchte keine einzige der vielen aufgebrachten Minuten in Minecraft mehr missen. Leider hat es mit unserem eigenen Server nicht ganz so funktioniert, wie es sollte. Dennoch bin ich nie so richtig davon losgekommen. Danke, dass wir in deinem Lebenswerk unsere eigenen Werke bauen dürfen, Mr. Notch!

FIFA 12 // Um mein Image als langweiliger Sportspielespieler weiter zu pflegen, muss natürlich mindestens ein Spiel mit dem Oberbegriff “Fußball” in meine Bestenliste. FIFA 12 hat mich pünktlich zum Release mit dem komplett neuen Tactical Defense System völlig aus der Ruhe gebracht. Was fällt denen denn bitte ein, einstudierte Bewegungsabläufe des Vorgängers komplett unnütz zu machen? Mittlerweile habe ich die Antwort herausgefunden. Meine Abwehr steht nun selbst in hitzigen Multiplayer-Partien ziemlich genau dort, wo ich es gerne hätte. Das Rasenschach wurde auf das nächsthöhere Level gebracht. So liebe ich diesen Sport: Taktisch und mit dem Sieg auf meiner Seite (und mit vielen Originallizenzen). Chapeau, EA Sports!

Battlefield 3 // Auch in diesem Jahr bin ich nicht zu einem Skillmonster des Shootergenres herangereift. In den Augen eines Profis mache ich wahrscheinlich auch nahezu alles falsch, was man nur falsch machen kann: Kabellose Maus und Tastatur der Marke “mit dem PC mitgeliefert”, wenig Zeit und viel zu viel Spaß am Spiel um in Disziplinen wie “Aiming” mal etwas aufzuholen. Dennoch: Was EA mit diesem Grafikmonster abgeliefert hat, ist kaum besser zu machen. Gut, Origin war/ist ein Fail allererster Güte, aber ist man erst in einem Spiel drin, wird einem das ganz schnell furchtbar egal. Danke an dieser Stelle an Freddi und die anderen Mitglieder meines geliebten Freixenet-Squads. Die Abende mit euch erheitern mich immer wieder!

Schmead Schmisland // Das Suspensorium ist angelegt, also kann es losgehen. Auf dieses Spiel habe ich mich eigentlich seit der ersten Ankündigung gefreut. Nur um dann irgendwann zu erfahren, dass es in Deutschland gar nicht so recht erscheinen soll. Sollte mir auch egal sein, da diese Spiele in der deutschen Verniedlichung eh nicht funktionieren. Import gesichert und los ging es. Meine hohen Erwartungen wurden eigentlich nicht ganz erfüllt, dafür war das Spiel dann doch zu sehr anders, als ich es mir vorstellte. Kleinere Fehler nervten mit der Zeit auch. Und doch ist es gemessen am Setting und der Geschichte eines der besten Spiele, wenn es um die Vernichtung untoter Fleischmassen geht. Außerdem ist der (noch zickige) Multiplayer möglicherweise wegweisend für künftige Open World Games.

Portal 2 // Das Grab für den Nachfolger des Überraschungshits war eigentlich schon geschaufelt. Was soll man an einem Spiel wie Portal noch toller/besser/überraschender machen? Und das bei den unglaublich hohen Erwartungen? Wer Portal 2 gespielt hat, wird wissen: es ist möglich. Die Geschichte wurde absolut authentisch und so gar nicht langweilig weiter erzählt. Woran es nun lag, dass ich die Rätsel etwas weniger knackig als noch im ersten Teil fand, habe ich auch nicht herausgefunden. Vielleicht macht es aber auch gerade die unerwartet gute Geschichte, dass ich ein etwas zu leichtes Rätselspiel zu einem meiner liebsten Spiele dieses Jahres ernenne. Wenn das gebotene Niveau beibehalten wird, darf Portal 3 gerne kommen.

// Platz 6-10: L.A Noire, Monday Night Combat, Terraria, Magicka, The Elder Scrolls V: Skyrim (*)

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 5/6: Fabian

Fabian

2011 war ein gutes Jahr. Normalerweise nagge ich mich am Jahresende immer selbst, dass ich eigentlich viel mehr hätte erreichen wollen als ich es letztlich tat -- dieses Mal war es nicht so: Ich habe mich beruflich etwas mehr selbst verwirklicht, indem ich meinen alten Job für eine schlechter bezahlte Doktorandenstelle geschmissen habe, in der ich aber inhaltlich nur für mich selbst arbeite, dafür um die Welt reisen darf und nebenbei noch Studis mehr oder weniger spannende Dinge beibringe. Parallel dazu gab es mehr Sport und gefühlt etwas weniger socially awkward penguin-ness. Für die lang geplante Asienreise hat es leider nicht gereicht, dafür gab es dank gamescom und Tattoo-Tourismus jede Menge Besuche in Köln. Vielen lieben Dank hier an Moritz und Philip für Kost und Logis -- die Burgerbuden fürchten nun unsere fairen wie erbarmungslosen Kritiken.

Top 5 des Jahres:

Grundsätzlich gab es 2011 viel zu viele Spiele. Nein, das ist nicht gut -- ich will dann nämlich alles auf einmal spielen und renne durch viele Titel einfach nur durch. Was ich jetzt zum Jahresende in Ruhe das zweite Mal gespielt hatte, gefiel mir plötzlich viel/noch besser. So etwas gebe ich mir 2012 nicht noch einmal. Und ironischerweise waren es auch zwei ältere Spiele, die mein Herz am meisten erobert haben, und dank HD-ReRelease-Loophole kann ich sie jetzt auch auf meine 2011-Liste setzen. Ich kannte beide aber vorher noch nicht.

Beyond Good and Evil HD (Review) // Was soll ich noch sagen, was ich nicht bereits gesagt habe? Eine wunderschöne Geschichte, in der Freundschaft über alles gestellt wird, auch wenn alles um einen herum komplett fucked ist. Ich liebe die Werte, die hier vermittelt werden. Ich liebe, wie bewährte und teils gegensätzliche Spielmechaniken wie Seiten-, Such- und Sammelquests, Schleich- und Autorennen-Missionen, Puzzlen und Kloppen zu einer perfekten Symbiose vermischt werden. Ich liebe den Soundtrack. Ich liebe das beste Spiel, was ich seit Jahren gespielt habe. Liebe für immer.

Ico HD // Ico hat bei mir einen ähnlichen Nerv getroffen wie BG&E. Atmosphärische, brachiale Architektur versus eine große Freundschaft, die aber leiser und subtiler als bei Jade und Pey’j. Schüchternes Händchenhalten statt Furzsprünge. Sprachbarriere statt lauter Zoten. Die etwas ungelenke Steuerung passt gut in diese Verlegenheit, ich verzieh Ico die nervigen Kämpfe und knobelte mich mit Freude durch die zum Glück recht eingängigen und nicht zu wirren Rätsel.

Bastion // Es war keine Liebe auf den ersten Blick, da ich lange Zeit nicht wusste, was ich von dem Erzähler Rucks halten sollte. Erst in dem zweiten Durchlauf spielte ich beim New Game Plus befreit auf und Bastion offenbarte mir seine Schönheit und seinen Galgenhumor, der trotz komplett zerrütteter Welt nie den positiven Ausblick verliert. Knallbunte Bonbongrafik und die beste Videospielmusik des Jahres platzen vor düsterer Hoffnung, ein ganz großes Juwel. Vielleicht das beste Indiespiel aller Zeiten.

L.A. Noire // Ein Rockstar-Game, bei man keine Autos kaputt fahren will, sondern den Kollegen hinters Steuer lässt? Mit simpelsten Schießereien, mehr Mittel zum Zweck denn zentrales Spielelement? Ja -- weil dieser ganze Quatsch eh nur stört, wenn das Spiel in Ruhe seine dunklen Geschichten erzählen will. Für einen AAA-Titel verdammt mutig und anders. Mit dem etwas metzgerartigen Verhörsystem bin ich aber nie ganz warm geworden.

Portal 2 // Portal 2 fühlt sich an wie der Moment, in dem unsere Lieblingsband bei einem Major Label untergekommen ist. Ab jetzt wird nichts mehr dem Zufall überlassen und rohe, sympathische Unfeinheiten werden ausgebügelt. Doch ist da nicht doch noch die feine Subtilität unter dem Holzhammerhumor? Und bleibt einem nicht immer noch das Lachen im Hals stecken, weil Portal verdammt noch mal creepier ist als dieser Silent-Hill-Quatsch mit den Nacktmullen? Und die Rätsel sind zumindest im Multiplayer um Ecken geiler als ganz Portal 1.

// Platz 6-10: Batman: Arkham City, Uncharted 3, Deus Ex: Human Revolution, Outland, Sonic Generations

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 4/6: David

David

Top 5 des Jahres:

Harveys Neue Augen (Review) // Für mich der Überraschungshit des Jahres. Edna Bricht Aus kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, Point-and-Clicks habe ich lange nicht mehr gespielt, auf dem PC sowieso so gut wie nie gespielt. Ich war skeptisch, doch Harvey konnte mich schnell in seinen Bann ziehen.

Deus Ex: Human Revolution (Review) // Erst hat mich vieles in diesem Spiel genervt, dann hat es mich nicht mehr losgelassen, bis ich die 1400 GS voll hatte. Das Spiel hat einige Macken, z.B. hat es mich bei jedem Durchgang mehr genervt, wenn die tote *Spoiler* auf der Bahre liegt und Jensen keine Emotionen zeigt. Das gesamte Spielerlebnis war letztendlich aber doch ziemlich geil, besonders, wenn man richtig stealthy gespielt hat.

Portal 2 (Review) // Portal habe ich 2011 zum ersten Mal komplett gespielt, Portal 2 direkt hinterher. Eine gelungene Fortsetzung für ein Spiel, bei dem man eine gute Fortsetzung eigentlich nicht für möglich hielt.

L.A. Noire (Review) // Hier ging es mir genauso wie bei Deus Ex: erst war es doof, aber dann hat die Atmosphäre mich nicht mehr aufhören lassen. Die 100% GS zeigen, dass ich viel Spaß mit dem Spiel hatte. L.A. Noire ist in vielen Bereichen nicht perfekt, aber das Spielerlebnis, das im Gedächtnis bleibt, war toll.

Assassin’s Creed: Revelations // Es ist eben ein Assassin’s Creed. Und auch wenn es nur ein zum vierten Mal aufgewärmtes Essen ist, bleibt doch noch genug vom Originalgeschmack übrig. Details folgen dann mal in einem separaten Artikel.

// Platz 6-10: The Legend of Zelda: Skyward Sword, Super Mario 3D Land, LEGO: Harry Potter -- Die Jahre 5-7, Professor Layton und der Ruf des Phantoms, Die Abenteuer von Tim & Struppi

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 3/6: Freddi

Freddi

Es war ein Jahr mit vielen Tiefen und vereinzelten Höhen. Irgendwann im Studium kommt wohl jeder an den Punkt, sich zu überlegen, ob das gewählte Studium wirklich das Richtige ist. Schwierig wird es nur, wenn diese Frage die komplette Motivation zerstört. So war das Jahr 2011 von dieser Frage, viel, viel Freizeit und dem Entschluss, endlich mal das eigene Leben auf die Reihe zu kriegen, geprägt. Ein sehr schwieriges, aber auch wichtiges Jahr für mich. Aber 2012 wird besser. Punkt.

Top 5 des Jahres:

The Elder Scrolls V: Skyrim (Review) // Was für ein Hammer-RPG! Riesige Spielwelt, fantastische Atmosphäre, gut gestaltete Sidequests und unfassbar viel zu entdecken. Einfach: Wow!

L.A. Noire // Anders. Die künstliche Entschleunigung in Zeiten der Karacho-Shooter, die für mich einfach viel zu fast paced sind, war eine echte Wohltat. Mit einem schönen Szenario und interessanten Kriminalfällen für mich eines der Topspiele des Jahres. Leider störte die Open-World-Komponente, die ein Fremdkörper im Spiel war, weswegen L.A. Noire nicht perfekt ist.

Battlefield 3 // Ich bin ja keine Grafikhure, aber Battlefield 3 sieht einfach geil aus! Und diese geniale, fast fotorealistische Grafik wird vom Rest des Spieles unterstützt. Abgesehen vom Desaster rund um Origin, haben wir hier einen perfekten Multiplayer-Militärshooter, der sich realistisch und trotzdem spaßig anfühlt.

Deus Ex: Human Revolution // Es ist Deus Ex in moderner Grafik. Mit den gleichen Fehlern und den gleichen hervorragenden Vorzügen. Ein besseres Prequel hätte Eidos meiner Meinung nach nicht abliefern können, ohne den Geist von der Legende des PC-Gaming überhaupt zu verraten.

Top Spin 4 (Review) // Ich hätte nie gedacht, dass einmal eine Sportsimulation in die Top 5 eines Jahres gelangt, aber Top Spin 4 hat es geschafft. Warum? Weil es eine leicht zugängliche und trotzdem schwer zu meisternde Simulation eines Sportes ist, den ich vorher nicht mit dem Arsch angeschaut habe. In dieses Spiel habe ich so viel Zeit investiert wie in wenig andere im Jahr 2011.

// Platz 6-10: Portal 2, Total War: Shogun 2, Saints Row: The Third, Schmead Schmisland, Limbo

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 2/6: Maxx

Maxx

Nur ‘ne Frage der Zeit bis ein Infarkt mich ergreift
Mach die Scheiße noch im Urlaub, keine Tage mehr frei
Durchatmen zur Zeit, Luxus, immer Stress und Pillen
Handyklingeln
und immer weniger Schnaps und Spaß als du vergessen willst…

(Casper – Kreis)

Top 5 des Jahres:

The Elder Scrolls V: Skyrim // Nachdem ich zu Beginn des Jahres eine Fallout-Phase hatte und mich meine Freundin eigentlich nur noch im Wasteleand gefunden hat, saß ich Monate auf heißen Kohlen in Erwartung was Bethesda da als nächstes aus dem Hut zaubert. Man kann mir jetzt unterstellen, dass Skyrim auf der #1 etwas langweilig ist, aber allein der Fakt, dass ich neben einem Arbeitstag von 8 ½ Stunden noch den Freiraum gefunden habe, in wenigen Tagen die 60-Stunden-Grenzen in Himmelrand zu brechen, spricht für mich Bände. Epic Shit!

Batman: Arkham City // Es gibt scheiß Lizenzspiele und es gibt Batman: Arkham City. Während ich mich für eine Review mit Peter Parker in der Zukunft rumquälen musste, wurde mein eigentlicher Superhelden-Spaß diesen Winter durch den Dark Knight überliefert. Fetter hätte Rockstrady Arkham City nicht inszenieren können.

Dragon Age II (Review) // Es gibt eine Menge Stimmen die sagen, dass Dragon Age II ein lahmes, ideenloses Rollenspiel ist, welches mit seiner auf den Controller heruntergebrochenen Steuerung und großem Actiongehalt nicht an die glorreichen Tage von Bioware anknüpfen kann. Ich gebe nicht viel darauf und hatte eine Menge Spaß mit der Drachenjagd.

Deus Ex: Human Revolution // Obwohl ich nicht wirklich mit den Vorgängern vertraut bin, hat mich die Cyberpunk-Extravaganza gut unterhalten und passend auf die Weihnachtssaison eingestimmt. Wäre schön gewesen, wenn Square Enix noch brauchbaren DLC nachgeschoben hätte, aber alles im Leben kann man anscheinend nicht bekommen.

Rage (Review) // Ich musste kurz überlegen, ob es mich in ein besseres Licht rückt, wenn ich diese Liste durch eine kleine Indie-Perle oder ein tolles iPhone-Spiel ausschmücke, musste mir dann aber rasch eingestehen, dass ich die dicken AAA-Titel dieses Jahr viel mehr genossen habe als den Kleinkram. An dieser Stelle wünsche ich mir zwar erneut, dass Rage eigentlich ein Fallout ist, ansonsten rockt es aber wie kein zweiter Egoshooter in 2011.

// Platz 6-10: El Shaddai, Fallout: New Vegas (DLC), Green Lantern: Rise of the Manhunters, Uncharted 3, Alice: Madness Returns

Den ganzen Beitrag lesen »

Jahresrückblick 2011 – Teil 1/6: Kristin

Kristin

2011 war ein ganz besonderes Jahr für mich. Im Februar beendete ich mein Anglistik-Studium, um endlich eines meiner Hobbies zum Beruf zu machen. Die Hamburger PR-Agentur Indigo Pearl nahm mich mit offenen Armen in ihr kuscheliges Büro auf und bot mir so die Möglichkeit, einen Einblick in die Videospiel-Branche zu erlangen. Spannende Kampagnen, wie die zu Deus Ex: Human Revolution oder den Pokémon-Videospiel-Landesmeisterschaften, haben mir nicht nur im Berufsleben Selbstvertrauen gegeben, sondern mich auch als Privatperson geprägt.

Aber auch nach Feierabend konnte ich nicht davon ablassen, mich weiter mit Videospielen zu beschäftigen. In jeder freien Minute habe ich eines der vielen neuen Spiele getestet oder auf dem Sofa liegend Bücher und Zeitschriften zum Thema verschlungen. Was mich in besagtem Jahr begeistert und enttäuscht hat, lest ihr nun hier:

Top 5 des Jahres:

Bastion // Bastion bedeutet mir die Welt. Der Überraschungshit von Supergiant Games hat sich nicht nur auf dem ersten Platz meiner Jahrescharts breit gemacht, sondern sich auch in mein Herz geschlichen und dort all meine bisherigen Lieblingsspiele verdrängt. Denn Bastion ist nicht einfach nur ein Spiel, es ist ein Kunstwerk in jeder winzigen Facette. Das Experimentieren mit Narration ist spannend und Logan Cunningham, der dem Erzähler seine Stimme leiht, eine Wohltat für die Ohren. Der Soundtrack von Darren Korb sorgt mit jedem Ton für Gänsehaut und ist die perfekte Begleitung für The Kid, der der Welt Stück für Stück wieder Leben einhaucht. In all seinen Details und seiner Geschichte kann ich mich mit Bastion identifizieren, wie noch nie zuvor mit einem anderen Game. Deswegen wird auch in wenigen Monaten mein linker Arm mit einem Bastion-Artwork verziert.

Batman: Arkham City // Wenn mir jemand vor einigen Jahren erzählt hätte, dass es ein Superhelden-Spiel in meine Top 5 des Jahres schafft, dann hätte ich wohl ganz laut gelacht. Doch mit Batman: Arkham City hat Warner Bros. letztes Jahr die mit Abstand beste Comic-Versoftung auf den Markt gebracht. Die Welt von Arkham City ist düster, umfangreich und besiedelt von bösen Kreaturen -- im Prinzip alles, was man als Spieler benötigt, um sich wirklich wie der dunkle Ritter zu fühlen. Dabei hält das Spiel über den gesamten Zeitraum die perfekte Balance zwischen Leicht und Schwierig, Offen und Linear, Rätseln und Prügeln. Und dann war da noch die Story mit dem fantastisch inszenierten Wendepunkt am Ende. (Übrigens: Wir verlosen aktuell noch die wirklich schicke Collector’s Edition zum Spiel. Mitmachen!)

Portal 2 // Ein erneuter Ausflug in die Labore, und diesmal auch in die Vergangenheit von Aperture Science, funktionierte deutlich besser als ich es zur Ankündigung von Portal 2 erwartet hatte. Lange Zeit habe ich die geplanten Neuerungen skeptisch beobachtet, doch dann schlugen Wheatley, GLaDOS, Rat Man und Chell ein wie eine Bombe. Dabei hat mich besonders beeindruckt, dass im AAA-Sektor offensichtlich nur Valve die Fähigkeit besitzt, eine Geschichte rein durch visuelle Marker und gut platzierte Objekte zu erzählen. Ein ausgezeichneter Weg, um die Wirkung des gesamten Spiels zu verstärken. Melone ab!

Super Mario 3D Land // Eigentlich hatte ich die Hoffnung auf einen guten 3DS-Titel schon längst aufgegeben. Dann warf Nintendo Super Mario 3D Land (unser Review) auf den Markt und gab mir einige Hoffnung zurück. Der Handheld-Titel war zwar durchweg zu leicht, überzeugte aber mit reichlich Innovation, die ich auf einer tragbaren Konsole irgendwie vermisst hatte.

Saints Row: The Third // Volition hat mit Saints Row: The Third das geschafft, was ich mir seit Teil 1 gewünscht hatte. Von einer Serie, die als langweiliger GTA-Klon begann, entwickelte sich Saints Row schließlich zu einem Referenztitel mit seinem ganz eigenen Charme -- und hat für mich persönlich alle GTA-Titel bereits weit hinter sich gelassen. Das liegt zum einen an den völlig schrägen und überzeichneten Charakteren, vor allem aber an einem fiesen (Fäkal-)Humor, der mich immer wieder zum Lachen bringt.

// Platz 6-10: Assassin’s Creed: Revelations, Rayman Origins, L.A. Noire, Shadows of the Damned, Stacking

Den ganzen Beitrag lesen »

Schrottwichteln: Schizophrene Rätselraterei mit Cranium Kabookii

Kristin

Eigentlich ist der Marc ja ein netter Bub. Er schreibt freiwillig Reviews über langweilige Sportspiele auf ZwO, malträtiert regelmäßig seine Buttonmaschine um die Redaktion mit ZwO-Buttons zu versorgen und ist die friedliebenste Seele im Team.

Doch dann stand Schrottwichteln auf dem Plan und endlich konnte er seinem angesammelten Ärger über meine Ordnungsliebe und den strengen Finger Luft machen. Prompt landete, natürlich nicht ohne eine neue Portion ZwO-Buttons, Cranium Kabookii für Nintendos Wii in meinem Postkasten.

Zugleich entzückt ob der Brettspiel-Vorlage und entsetzt über das Hervorholen eines im Staub versunkenen, verhassten Versuch einer Konsole, machte ich nach wenigen Minuten die Bekanntschaft mit Denkonaut, Kreatokater, Starsteller und Wörterwurm. Vier Charaktere, denen ich eigentlich lieber nur auf dem unanimierten Brett begegnen möchte und selbst dann wohl noch mit seltsamen Albträumen zu kämpfen hätte. Denn Cranium Kabookii ist nicht wirklich das, für was es sich hält. Das lustige Rätsel- und Denkspiel für Kinder, das die Verpackung suggeriert, entpuppt sich viel zu schnell als frustiges Eierschaukeln für schizophrene Pedobären. Die übertrieben niedliche Paint-Optik, onomatopoetische oder alliterarische Kategorien wie Skizzeritsch-ratsch, Wisswahl und Klimpermal, sowie die Schriftart, die an Comic Sans erinnert und in mir den Wunsch erweckt, auf der Stelle zu erblinden, richtet sich klar an unsere Kleinen. Die wiederum sind wohl überfordert, wenn sie ein Anagramm zu Bildhauer Auguste Rodin lösen oder ein schlecht geklimpertes, altertümliches Weihnachtslied namens Joseph, lieber Joseph mein erkennen sollen. Darüber hinaus ist es für ein Kinderspiel natürlich auch taktisch klug, sich einen Erzähler zu suchen, der durch Stimme, Wortwahl und Intonation klingt, als würde ihm der Dialog mit den armen Kleinen besonders viel Freude in der Hose bereiten. Durch die furchtbare Vertonung fällt dann auch gar nicht mehr auf, dass der Soundtrack aus einem einzigen Track besteht, der sich im Kopf festsetzt bis ich ganz fest davon überzeugt bin, eigentlich grad in der hypnotischen Warteschleife von QVC gelandet zu sein, und mich plötzlich im Körper einer alternden Hausfrau fühle.

Den ganzen Beitrag lesen »

Schrottwichteln: Bad Day L.A., oder: Ein schlechter Tag für Freddi

Freddi

Ich war gespannt, was auf mich wartete, als ich mein Schrottwichtelgeschenk in den Händen hielt. Mein Geschmack ist durchaus vielseitig und es gibt eigentlich, abgesehen von eintönigen und unlogischen Puzzlespielen, nicht wirklich etwas, das mich abschrecken könnte. Kristin hatte also das harte Los, mir ein passendes Spiel zukommen zu lassen, und was soll ich sagen? Sie hatte es geschafft, mir ein Spiel herauszusuchen, mit dem sie meinen Geschmack um genau 100% verfehlt.

Bad Day L.A. kannte ich bis dato nur vom Namen. Von American McGee, der unter anderem für die Versoftungen von Alice verantwortlich ist, entwickelt, hatte es vor gut sechs Jahren sehr durchschnittliche Wertungen erhalten. Diese Wertungen, gemischt mit einem für mich eher uninteressanten Szenario, haben mich immer davon abgehalten, es mir anzuschauen. Naja, nun war es so weit und ich stürzte mich in ein Spiel, dass von der Gamestar als Spiele-Ableger der Fernsehserie South Park bezeichnet wurde.

Ich legte das Spiel also ohne allzu große Erwartungen in mein Laufwerk und war gespannt, was da kommen würde. Abgedrehter Humor spricht mich durchaus an, allerdings sollte dieser intelligent sein, was mich daran hindert, Serien wie South Park oder Family Guy auch nur ansatzweise lustig zu finden. Bevor ich Bad Day L.A. jedoch starten konnte, gingen die Probleme schon los: Es ist nicht möglich das Spiel in seiner ursprünglichen Version zu starten. Einfach überhaupt gar nicht möglich. Erst die Suche in Foren sagte mir, dass ich die normale .exe-Datei mit der polnischen austauschen musste. Okay, solche Bugs machen nicht unbedingt ein schlechtes Spiel aus, aber es lässt an der Sorgfalt der Umsetzung doch arg zweifeln. Nun ja, los geht’s:

Den ganzen Beitrag lesen »

Schrottwichteln: Diabolik: The Original Sin

David

Schrottwichteln, also eigentlich ganz normales Wichteln, fand ich noch nie besonders toll. Umso mehr freute es mich, als ich mein Päckchen von Fabian auspackte und die weiße Verpackung sah. Die Wii zählt nicht gerade zu meinen bevorzugten Konsolen, aber der Titel des Spiels, das ich nach dem Auspacken in den Händen hielt, klang gar nicht so schlecht. Vielleicht war ich auch einfach froh, dass ich das Spiel nicht kannte, ich hatte schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Fürs Anspielen war an dem Tag allerdings keine Zeit, der weihnachtliche Verwandtschaftsbesuch hatte Vorrang. Also kurz den Trailer angeschaut und mit einem guten Gefühl den verwandschaftlichen Pflichten zugewandt -- ich hatte mit meinem Schrottwichtel-Game den Jackpot geknackt, das stand für mich fest. Der Trailer zeigte mir ein an The Spirit (die Comics, nicht der Film) erinnerndes Detektiv-Spiel mit einer Prise Arsène Lupin. Unterbrochen wurde das Noir-Werk mit kurzen Comic-Sequenzen. Kurz: der Trailer sah echt gut aus. Viel zu gut für ein Spiel, das man im Rahmen eines Schrottwichtelns bekommen hat.

Einige Tage später dann -- Jesu Geburt war ausreichend gefeiert worden -- begann das Vergnügen, Diabolik: The Original Sin endlich spielen zu dürfen. Die durch die Wartezeit aufgebaute Spannung war kaum noch aushaltbar. Wobei: mir, dem Meister der Prokrastination, wird da doch was einfallen. Ah, genau! Wo kann man besser Prokrastinieren als bei der Recherche auf der Seite von Ober-Spendensammler Jimmy Wales? Also: To the Wikipedia! Aha, hier hab ich was: Diabolik ist nicht irgendein Begriff, sondern ein Name. Und Frankreich war nicht so ganz korrekt, Diabolik ist ein Antiheld aus Italien und macht dort seit den 60ern die Comicwelt unsicher. Der Protagonist ist ein Dieb, klaut aber nur von anderen Gangstern, blabla, alles nicht besonders interessant und tatsächlich -- entschuldigt die Wortwahl -- sehr generisch. (Irgendwo hat gerade mindestens ein Blog-Leser beim Bullshit-Bingo gewonnen.)

Den ganzen Beitrag lesen »

Seite 7 von 75«...«56789»...75
© 2009 - 2012 by 

Zockwork Orange - Videospiele, News, Trailer, Reviews & more


Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS)