Interaktiver Comic: All You Can Eat 2

Interaktiver Comic: All You Can Eat 2

»All You Can Eat« ist ein interaktiver Comic, bei dem jede Interaktion ein neues Comic-Panel erzeugt. Dabei müssen, wie in einem Adventure, ein paar Rätsel gelöst und Gespräche geführt werden. Das Endergebnis kann man sich sogar ausdrucken lassen.

Der Protagonist des Comics lebt seit 10 Jahren in einem 24/7 Diner, für den er einen All-You-Can-Eat-Coupon hat, der verfallen würde, würde er das Restaurant verlassen. Jetzt steht der Diner kurz vor der endgültigen Schließung und er muss einen Weg finden, das zu verhindern, hat er doch keine Wohnung und keinen Job. Eine kleine Reise beginnt. die das Ziel hat, die Megaslime Company vom Kauf und Abriss des Diners abzuhalten.

Wer hier ein vollwertiges Spiel erwartet, wird enttäuscht werden. Ich war nach weniger als einer Stunde durch, die Rätsel sind nicht allzu schwierig und die Interaktionsmöglichkeiten beschränkt. Das macht aber überhaupt nichts, in erster Linie ist »All You Can Eat« ein Comic, aber einer, bei dem der „Leser“ bestimmt, wie es weitergeht. Auch hier hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung und verschiedene Lösungsansätze gewünscht. Man kann sich am Ende seinen Comic in druckfertiger Ausführung als PDF speichern, allerdings unterscheiden sich die Comics der Spieler/Leser vermutlich nicht so stark. Der eine hat länger gebraucht, der andere hat alle Lösungen sofort gefunden, der Weg durch die Story bleibt aber größtenteils linear. Beim Comic-PDF sieht man auch leider nicht, was angeklickt wurde, weshalb manche Szenen und Kommentare etwas zusammenhangslos erscheinen.

Besonders schön an »All You Can Eat« fand ich aber tatsächlich die Darstellungsform. Jede neue Interaktion, jede Gesprächoption und natürlich jeder Location-Wechsel erzeugt ein neues Comic-Panel. Das nervt zuweilen, wenn man aus Versehen doppelt auf dasselbe Objekt geklickt oder eine bereits gewählte Gesprächsoption erneut auswählt, gehört aber auch zum Comic-Charakter dazu und macht den interaktiven Comic zu einem – meines Wissens – einmaligen Erlebnis. Davon darf es gerne mehr geben und auch gerne umfangreichen und komplexer. Also holt euch das mal alle, dann liefern Gamechuck bestimmt schnell Nachschub. (Gerne dann auch auf Tablets und MacOS, sollte ja eigentlich kein großer Mehraufwand sein.)

»All You Can Eat« vom Entwickler Gamechuck erscheint am 13. Juli auf Steam für PC.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

2 Comments

  1. Erinnert mich ein wenig an diese interaktiven Bücher. Diese Wenn-Dann Sachen. Wenn du den linken Weg wählst blätter zu Seite soundso wenn du den rechten Weg wählst dann nimm eine andere Seite. Fand ich immer spannend. Ist sicher als Comic recht lustig, vor allem wenn es als Game dann was komplexer ausgebaut würde.

    1. Fantasy-Abenteuer-Spielbüche, ja. Wobei die viel mehr Optionen und Wege hatten und man sogar „sterben“ konnte :) Das Spiel ist im Vergleich wirklich sehr simpel und linear, aber möglicherweise ist das ein Experiment, ob es überhaupt gut ankommt und später wird dann nachgezogen. Ist denke ich auch in der Umsetzung recht simpel, da kann man schon auch viel komplexere Geschichten erzählen, ohne zu viel Mehraufwand.

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