gc14: Daedalic Roundup Part 1 mit The Devil’s Men, Fire, Randal’s Monday und Oh My Gore 0

gc14: Daedalic Roundup Part 1 mit The Devil’s Men, Fire, Randal’s Monday und Oh My Gore 0

Poki selbst scheint sich noch in der post-deponianischen Kreativpause zu befinden, das bedeutet aber nicht, dass Daedalic die Hände in den Schoß legen. Neben einem zweiten Studio, das bald in Düsseldorf eröffnen wird, gibt es auch spielerisch einige interessante Neuigkeiten aus der Hamburger Adventureschmiede.

Den Anfang macht »The Devil’s Men«, was Mittwoch um 10 Uhr mein erstes Spiel auf der gamescom war und trotzdem sofort mein heimlicher Favorit wurde. Ich versuche mal, zusammen zu fassen, was Kevin – Gamedesigner von »The Devil’s Men« – selbst als „komplex und schwer zu erklären“ beschrieb.
Daedalic: The Devil's Men
»The Devil’s Men« spielt im 19. Jahrhundert in einer fiktiven englischen Küstenstadt und wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Point-and-Click-Adventure mit schön gezeichneten 2D-Figuren vor ebenso schönen 3D-Steampunk-Hintergründen. Die Protagonisten des Spiels sind die Mörderin Emily, die mit den sogenannten Kolonisten auf dem Gelände der ehemaligen Weltausstellung haust, und Adelaide, Tochter eines berühmten Detektivs, der sie wortlos vor die Türe gesetzt hatte. Sie wird Zeugin eines Mordes und sieht dies als Chance, wieder in der Gunst ihres Vaters aufzusteigen, doch braucht sie dazu die Hilfe Emilys.

Die Besonderheit an »The Devil’s Men« ist nicht nur, dass man zwei Figuren parallel spielt und sich jede Aktion der einen Figur auf die andere auswirkt, sondern auch die Entscheidungsfreiheit, die im Gegensatz zu vielen anderen Spielen in komplett verschiedenen Storys resultiert. Figuren entwickeln sich, je nach Entscheidung und die Handlungsstränge der beiden Protagonistinnen sind komplett verwoben und beeinflussen sich gegenseitig und Rätsel sind auf verschiedene Weisen lösbar. Zum Beispiel kann ein Schloss aufgebrochen werden, was laut ist und nachträglich bemerkt wird. Man kann aber auch das Schloss mit einem Dietrich knacken. Die sind allerdings nur begrenzt verfügbar und könnten einem dann im späteren Spielverlauf fehlen.
»The Devil’s Men« klingt spannend, unterhaltsam, herausfordernd und innovativ, mit einem hohen Wiederspielwert. Daedalic setzen mittlerweile auf Unity für ihre Adventures, was gefühlt viel flüssigere Animationen als noch bei Deponia z.B. möglich macht. »The Devil’s Men« erscheint für PC und Mac, leider erst Anfang bis Mitte 2015.

daedalic fire

»Fire« geht da in eine ganz andere Richtung; es ist zwar auch ein Point-and-Click, allerdings ohne Text & Sprache und ohne Mordfälle. Man hilft dem kleinen Neandertaler Ungh, der aus seinem Dorf verbannt wurde, weil er das Feuer auslöschte, dabei, aus einem Vulkan erneut Feuer ins Dorf zu bringen. Als Ungh muss man die Gegenden erkunden und mit der Umgebung interagieren, kann zwischen Tag und Nacht wechseln, Regenwolken verschieben und mit Tieren und Personen interagieren. Süße Grafik, aber dennoch nicht ausschließlich für Kinder, sah wirklich sehr spaßig aus. Erscheint im vierten Quartal 2014 für PC und Mac und voraussichtlich später auch für Tablets.

Randals Monday_gamescom_screen007

Niemand mag Montage, auch nicht Randal. Doch Randal hat es ganz schlimm erwischt. Der brauchte nämlich dringend Kohle und hat deshalb den Ring seines Kumpels Matt verhökert. Der war allerdings verflucht und nun grüßt Randal täglich das Murmeltier in Form seines toten Freundes Matt. Es ist dauerhaft Montag in »Randal’s Monday«, allerdings ist nicht jeder Tag gleich. Der größte Unterschied ist die Todesart Matts. Mal liegt er im Ofen, mal im Eisschrank, manchmal auch im Mixer. Randal versucht nun aus dieser Schleife auszubrechen und den Ring wiederzubekommen, doch das erweist sich als schwieriger als gedacht.

»Randal’s Monday« ist ein mit zahllosen popkulturellen Referenzen (Monkey Island, Akte X, Clerks…) gespicktes Adventure mit viel bösem Humor, erinnerte mich von der Art ein bisschen an Sam & Max. Erscheinen soll es noch im dritten Quartal 2014, also ganz bald schon.

Oh-my-gore_announce_screen003

Als letztes Spiel in der Liste auch was mit Zeigen und Klicken, aber kein Adventure, sondern das Tower Defense-Spiel »Oh my Gore!« aus dem deutschen Studio bumblebee. Der Spieler muss Gebiete erobern und verteidigen und gleichzeitig die gegnerischen edlen Ritter mit Horden böser Orks und Knochenritter niedermetzeln. Je mehr Blut, desto besser. Am spannendsten fand ich hier den eingebauten Leveleditor, mit dem man eigene Maps erstellen und auch mit anderen teilen kann. »Oh my Gore!« erscheint Ende 2014 auf Steam Early Access und Anfang 2015 dann generell.

Außerdem hatten Daedalic noch »Silence – The Whispered World 2« und »Blackguards 2« im Gepäck, davon wird euch aber Jan in ein paar Tagen näheres berichten. Wie man sieht, waren Daedalic fleißig und haben für fast jeden Geschmack was parat. Am meisten freue ich mich auf »The Devil’s Men«, hoffentlich kommt in nicht allzu ferner Zukunft aber auch mal wieder ein „echter Poki“.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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