gc13: Paradox Interactive-Line Up 0

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Heute komme ich endlich mal zu meinem Lieblings-Publisher, Paradox Interactive. Die Schweden haben just ihre Grand Strategy-Reihe Europa Universalis in die vierte Iteration gebracht – welche ich seit zwei Wochen übelst suchte – und sind aktuell auch mit einem ziemlich guten Humble Bundle am Start. Auf der gamescom wurde ich ins Hyatt-Hotel eingeladen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, was uns im nächsten Jahr aus Schweden erwartet.

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Da »Europa Universalis IV« kurz vor der gamescom erschienen ist, war es klar, dass hierzu keine neuen Informationen erscheinen. Vielmehr konzentriert man sich auf Neuauflagen zwei anderer starker Namen, mit denen man den Online-Markt an sich reißen will. Gezeigt wurden mir dieses Jahr »Magicka: Wizard Wars« und »War of the Vikings«, auf die ich in der mir vorgestellten Reihenfolge näher eingehen werde.

Magicka: Wizard Wars

Als vor ungefähr zwei Jahren »Magicka« erschien, entwickelte es sich direkt zu einem unglaublichen Hit, und unzählige DLCs erschienen, die das magische Chaos unter anderem in den Vietnam-Krieg brachten. John Hargelid – Executive Vice President von Paradox North – führt den Erfolg des Spieles auf das ungewöhnliche Gameplay zurück, welches mit seinen enorm vielen Kombinationsmöglichkeiten der Zauber in der Tat erfrischend daher kam. Am bekannten Spielprinzip und dem teilweise zu übertriebenen Humor wird sich kaum was ändern, aber »Magicka: Wizard Wars« wird nun zu einem Free-to-Play-Spiel umgewandelt, welches das Konzept auf ein PvP- und MOBA-Konzept einstellt. Meine direkte Sorge, dass das Spiel zu Pay to Win mutiert, konnte John Hargelid aber direkt beruhigen: Zwar sollen die Spieler neue Gegenstände kaufen können, aber jeder Vorteil geht mit einem gleichzeitig ebenso starken Nachteil einher, sodass reiche Spieler nicht direkt die Balance kaputt machen. Die Vorteile der gekauften Sachen sehen beispielsweise mehr Feuerschaden, aber gleichzeitig auch Empfindlichkeit gegenüber Wasser vor. Auf diese Weise könnten die Spieler ihre Gegenstände an die Spielweise anpassen, ohne dass Leute die nichts gekauft haben, einen Nachteil erlangen. Klingt durchaus gut.

Magicka

Im Spiel selbst befindet man sich in einem von zwei 4er Teams, die versuchen, den Punktezähler des gegnerischen Teams auf 0 zu bringen. Dazu nimmt man verschiedene Spawnpunkte auf der Karte ein und tötet den Gegner mit den altbekannten Kombinationen aus verschiedenen Zauberelementen. Wer das klassische Battlefield-Prinzip kennt, dem wird das Spielprinzip bekannt vorkommen. Ich hatte bei »Magicka: Wizard Wars« auf jeden Fall Spaß und kann mir sehr gut vorstellen, dass der Sprung ins Free to Play-Modell gut funktioniert, solange es denn so fair bleibt. Der Release ist noch nicht bekannt, da man zuerst in der Alpha ab Herbst des Jahres mit der Community zusammen ein fertiges Produkt erstellen will, bevor man sich an die Öffentlichkeit wagt.

War of the Vikings

Das nächste Spiel war der Nachfolger zum Nahkampfsimulator »War of the Roses«, welcher diesmal nicht den Englischen Erbfolgekrieg des 15. Jahrhunderts darstellt, sondern uns in die Zeit der Wikinger zurückbringt, welche im besetzten England gegen die sächsischen Invasoren kämpfen. Der Zeitsprung um ungefähr 500 Jahre soll nicht nur vom Setting her interessanter sein – Jeder liebt Wikinger! – sondern auch einen radikalen Einfluss auf das Gameplay haben. Um das Jahr 1000 herum hatten die Soldaten einfach nicht solche ausgefeilte Waffen und Rüstungen, wie während der Rosenkriege. »War of the Vikings« hat also den Anspruch die Komplexität im Umgang mit den Waffen zu reduzieren und das ganze Gameplay sehr viel direkter und actionreicher zu machen.

WaroftheVikings

Sonst wird sich nicht sehr viel ändern. Man kämpft immer noch in zwei Teams um verschiedene Ziele, wie beispielsweise die Eroberung von bestimmten Punkten, oder das simple Team Deathmatch. Die Karten werden durch die direktere Action des Spieles allerdings kleiner und so wird permanent gekämpft. Es wird sich zeigen, ob sich »War of the Vikings« diesmal gegen die direkte Konkurrenz von »Chivalry: Medieval Warfare« durchsetzen kann, aber für mich war der Vorgänger bei Release zu unhandlich, sodass ich jetzt wirklich glaube, dass der Kampf zwischen Wikingern und Sachsen zum Erfolg werden kann.

Was mir bei Paradox Interactive dieses Jahr gezeigt wurde, war solide, wenn auch für meinen Geschmack zu sehr auf Multiplayer konzentriert. Beide Spiele haben aber die Chance Boden gut zu machen und damit den Schweden gutes Geld in die Kassen zu spülen. Ich glaube »Magicka: Wizard Wars« könnte zu einem echten Renner werden, da das Spielkonzept immer noch einzigartig ist. Für nächstes Jahr erhoffe ich mir dann aber auch wieder mehr Singleplayer.

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Frederik Wagner (Redaktion) Job: Student im Master of Education für Geschichte und Englisch Auf ZwO Experte für: PC-Spiele aller Art, hauptsächlich aber Sachen aus den Bereichen RPG und Strategie, bevorzugt rundenstrategisch. Die herumstehende Xbox erweitert das Spektrum um reine Konsolentitel. Hier holt sich Freddi Gaming-News: PCGamer.com Mail: fw [at] zockworkorange [dot] com Twitter: Fredelsloh XBLA: - PSN: - Steam: Fredelsloh Erstes Game: Prince of Persia Liebste Games: Baldur’s Gate II, Planescape Torment, Arcanum, Civilization II, Europa Universalis 3 Liebste Persönlichkeit der Branche: Warren Spector Liebste Game-Figur: Minsk und Boo

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