Videospieladaptionen, die das Label „Das Schwarze Auge“ tragen, hatten es noch nie leicht -- Die alte Nordlandtrilogie aus seligen DOS-Zeiten vielleicht mal außen vor gelassen -- und seit eh und je zerbrechen sich alle Beteiligten und Fans die Köpfe darüber, warum. Häufigste Theorie bis jetzt: Das Problem ist das ureuropäische, sehr lauschige Szenario mit kleinen Fachwerkhäuschen und einer zugegeben sehr umfangreichen und teils auch etwas sperrigen und für Einsteiger verwirrenden Mythologie im Hintergrund. Ich hingegen hege allerdings den Gedanken, dass irgendjemand die Marke mit einem praiotischen Interdictum oder einem Fluch des Namenlosen belegt und das nur niemandem mitgeteilt hat. Jaja, schon gut! Von jetzt an keine nerdigen Pen&Paper-Referenzen im Artikel, die wahrscheinlich eh fast keiner versteht, versprochen.
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Ich finde es immer schwer Previews zu schreiben, weil sie eben nur einen schwachen Abglanz dessen liefern, was ein Spiel einmal wird. Klar gibt es Eindrücke und die Designer, die einem mit glänzenden ihre Vorstellungen beschreiben, aber die sind eben nur das: Vorstellungen. Häufig scheitert es dann an mangelnder Zeit, mangelndem Budget oder der Führungsetage, die findet, dass was eben noch ein ambitioniertes Projekt mit frischen Ideen war, unbedingt mainstreamiger (lies: flacher) werden müsse, um ein breiteres Publikum anzusprechen (lies: mehr Geld zu machen). Umso schwerer wird das ganze Unterfangen dann noch, wenn es sich dabei um ein Spiel von einem winzig kleinen Team mit einem winzig kleinen Budget handelt. So ein Spiel wird »Dark«. Fangen wir mal von vorn an.
Als wir letztens von Konami zum Anspielen von »Metal Gear Rising -- Revengeance« eingeladen worden sind, musste ich dort, durch einen kleinen Unfall bedingt, auf Krücken erscheinen… Die ich dann aber schnellstmöglich durch das scheinbar wirksamste Daikatana der Welt eingetauscht habe, als ich an die viereinhalb Stunden mit dem neuen Konsolenschnetzler verbracht habe.
Von Mavericks und Desperados
Bis auf die Spielwelt und die namensgebenden Riesenmaschinen hat der neuste Spross der »Metal Gear«-Reihe zwar nicht mehr wirklich was mit der Saga um Solid Snake zu tun, aber das muss ja nicht zwangsläufig etwas schlechtes sein. Ist ja auch als Spin-Off gedacht und nicht als Fortsetzung von »Metal Gear Solid«. Statt des ergrauten Schleichveteranen mit Bandana, (zuletzt) glorreichem Schnauzbart und zweideutigem Namen, steht jetzt Raiden im Mittelpunkt, den Fans noch durch ein paar Gastauftritte in früheren Titeln kennen dürften. Raiden lässt sich in der aktuellen Fassung am besten als metrosexueller, vollvercyberter Superninja in Highheelstiefeln beschreiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ein halbe Stunde mit Lara Croft
»Tomb Raider«… Da war doch was! Genau: Titten. Mal ehrlich: Die Jungs, die 1996 den ersten Teil der Reihe spielten, kamen nicht drumrum, den Nacktpatch (ja, gab es wirklich) zumindest mal auszuprobieren, schließlich war Lara Croft, die Hauptfigur, mit einem paar spitzer Polygonbrüste gesegnet, die aber auf das Spielkonzept ansonsten keinen Einfluss hatten. Eine starke Frau, die mit allerhand Waffen Wölfe, Fledermäuse und Dinosaurier das Zeitliche segnen ließ.
Die Jahre zogen ins Land, die Brüste wurden runder und »Tomb Raider« (Profitipp: Wird “Tuhm Räider” ausgesprochen) avancierte zur festen Institution in der Spielebranche mit Lara Croft als Aushängeschild. Nun erfährt die Reihe einen Reboot und – wie das nun mal ist – bekommt außerdem eine Vorgeschichte spendiert. Unter dem Namen »Tomb Raider« (kein Witz) wird »Tomb Raider« nun erneut unter die Nacktpatcher Spieler geworfen. Wir waren auf der gamescom und haben das Ding mal angespielt.
Die Vorfreude ist schon beinahe greifbar: Am 18.9 erscheint mit Borderlands 2 der lang ersehnte Nachfolger des 2009er Hits von 2K Games. Während der gamescom in Köln hatten wir bereits die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck von den neuesten Geschehnissen auf Pandora zu verschaffen.
Eines nehme ich bereits vorweg: Es ist Borderlands 2. Es sieht aus wie Borderlands und es spielt sich genau wie Borderlands. Wer es vielen Fans auf der ganzen Welt gleich getan hat und viele 100 Stunden Spielzeit in den ersten Teil gesteckt hat, wird eher wenige relevante Änderungen feststellen, sondern bekommt einfach einen großen Batzen neuer Inhalte präsentiert. Mehr braucht es bei einem solchen Hit aber auch nicht, oder?
