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Für viele Fans des Kopfgeldjägers Boba Fett wird es eine Hiobsbotschaft gewesen sein, als Disney letzte Woche das zuvor bereits angehaltene Projekt »Star Wars 1313« komplett abstieß und ihm damit ziemlich sicher den letzten Sargnagel verpasst hat. Ein Schicksal, das viele Spiele im Laufe der noch kurzen Geschichte unseres Lieblingsmediums ereilt hat. Dank der tollen Erfindung dieses ominösen Internets ist es aber relativ einfach doch einen kurzen Blick darauf zu erhaschen, was hätte sein können. Hier sind fünf Spiele in chronologischer Reihenfolge, die nie ein offizielles Release geschafft haben und von denen ihr vermutlich noch nie etwas gehört habt.

5. Sunman (NES)

Sunman_TitleDen Entwickler und Publisher Sunsoft dürfte man am ehesten für den hier zu Lande als Mystic Quest (GameBoy) bekannten ersten Ableger der Final Fantasy-Reihe kennen. Heute entwickelt man dort nur noch Virtual Console Titel, doch Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger brachten die Japaner auch einige von DC lizensierte Batman-Spiele für diverse Plattformen auf den Markt. Ihr erinnert euch? Der von EIM für Sunsoft entwickelte Sidescroller »Sunman« soll diesen Spielen ziemlich ähnlich sein und sowohl die verräterische Schrift des Titelbildschirms, als auch Aussehen und Fähigkeiten des Titelhelden lassen darauf schließen, dass Sunman ursprünglich als ein Superman-Spiel geplant war, das jedoch nie offiziell angekündigt wurde.

4. Time Diver:Eon Man (NES)

phase2Kurios ist auch das Schicksal von »Time Diver: Eon Man« (Taito), denn der ebenfalls für den NES geplante 2D-Action-Sidescroller war bereits komplett fertig und sogar mit einem vier-seitigen Strategy-Guide in der Nintendo Power beworben, schaffte es aber nie offiziell in die Ladenregale. Die Gründe dafür sind unbekannt, doch spielte hier vermutlich auch der Erfolg des bereits erschienenen Super Nintendo eine Rolle. Autor Erebus von der nicht mehr verfügbaren Seite ErrorMacro.com (Quelle) formulierte es wie folgt:

By that point, even new games for the system looked old, and thus what came out had to be something special if it hoped to draw attention away from the next generation. It had to offer something new and exciting. It had to be fresh and original. In other words, it needed to not be Time Diver: Eon Man.

Time Diver spielt auf einer von Kriminalität befreiten Erde, 60 Jahre in der Zukunft. Dieser Zustand wurde mit der Erfindung des Clear Systems durch den Wissenschaftler Kane Nelson, erreicht, der – ach siehe da, voll das Genie! – auch nebenbei eine Möglichkeit für Zeitreisen erfand. Doof nur, dass dieser Status Quo nun von der Organisation Romedrux angegriffen wird, die es sich zur Aufgabe gemacht hat eine erneute Kriminalitätswelle auf die Menschheit los zulassen und die Erfindung des Clear System verhindern, in dem sie Nelson in der Vergangenheit umbringen. Doch da kommt Dan Nelson, der Sohn des Erfinders, ins Spiel. Von seinem Vater in die Vergangenheit gesandt, soll er sich den von Romedrux geplanten Verbrechen entgegenstellen und… Moment, hätten die nicht eigentlich von vornherein durch Clear System verhindert… ach egal.

Jahresrückblick 2013: Fabian

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Das Schwierige an diesen Game-Jahresrückblicken ist ja immer die Erinnerung daran, was zur Hölle man denn überhaupt das Jahr über gespielt hat. Ein Jahr geht zwar immer verdammt schnell rum, aber eigentlich kann man ein Jahr auch ziemlich gut ausfüllen, wenn man denn will (was sich übrigens nicht nur auf Spiele bezieht). Zur Hilfe kam mir hier ein Neujahrsvorsatz von 2013. Ich nahm mir damals vor, mir aufzuschreiben, was in meinem Leben passiert (weinerliche Emoboys würden sowas “Tagebuch” nennen). Erleichtert wurde mir das durch eine hübsche Anwendung namens Day One – dank Tags und Suchfunktion kann man da alles mögliche reinkippen, ohne den Überblick zu verlieren und so habe ich jetzt alle durchgespielten Spiele auf einen Blick. Das nur als Tipp, falls ihr für 2014 etwas ähnliches geplant haben solltet – es lohnt sich!

FabianTopFlop2013

Top 5 des Jahres 2013

1. The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

Das neueste Handheld-Zelda ist nicht nur ein fantastisches Spiel, sondern hier fiel einfach alles zusammen. Das nagende Ärgernis über den Verlust meines zum Launch gekauften und noch im gleichen Jahr im Zug vergessenen 3DS (inkl. aller Ambassador-GBA-Titel, die es nicht im eShop zu kaufen gibt), und dann mitansehen zu müssen, wie der 3DS mit einem Hammertitel nach dem anderen versorgt wird: Gram und grüner Neid! Dann sah ich es aber – DAS Bundle der Bundles: ein 3DS! XL! In Gold! Mit Triforce-Silhouette! Dazu besagtes A Link Between Worlds! Ich lümmelte nur noch im Bett und freute mich, wie lange nicht mehr, wie ein Kind über puren, unverfälschten Videospielspaß: Das Old-School-Zelda-Gefühl, sauber modernisiert mit butterweichen Animationen und schönem 3D-Effekt, sowie einer absoluten Neuheit: Sammelquests, die ohne Guide zu schaffen sind und (!) sogar Spaß machen – durch ein akustisches Signal kommt man, wie beim Topfschlagen, dem gerne mal kniffligen Versteck immer näher. Da muss natürlich erst wieder Nintendo kommen und es richtig machen, aber das ist ja klar.

2. The Last of Us

The Last of Us ist der finale AAA-Beweis für das, was Indie-Hipster-Spiele schon lange wissen: Es kommt gar nicht so sehr auf das Gameplay an, wenn die Emotionen stimmen. Beziehungsweise in diesem Fall natürlich auch noch die Technik. Ich glaube, ich habe es noch nie erlebt, dass ich den Controller vor Wut in die Ecke geschleudert habe und währenddessen eine wohlige Gänsehaut verspürte. Dabei mag ich überhaupt keine Zombies, ich frage mich, was Leute daran finden, seit Night of the Living Dead immer wieder dieselbe Geschichte erzählt zu bekommen. Hier wurde das Ganze aber wunderschön eingebettet in einen ausgiebigen und optisch opulenten Roadtrip mit zwei dickköpfigen Hauptcharakteren, wechselnden Jahreszeiten und wilden Giraffen. Das kann man ja nur lieben. Was man nicht lieben muss, sind Instakill-Bisse, inkonsistente Checkpoints und vermeintliche Stealthpassagen, die sich nach vergeblichem Rumprobieren als Töte-alle-Gegner-sonst-geht-es-nicht-weiter-Passagen entpuppen. Aber geschenkt, Naughty Dog verzeiht man schließlich alles, da einfach alles andere stimmt.

3. PS Vita: Hotline Miami + Spelunky + Guacamelee

Auf Platz 3 steht so mein “Gesamterlebnis” mit der PS Vita und der Tatsache, dass ich vor allem coole Indie-Titel jederzeit mit mir nehmen kann. Die PS Vita kaufte ich übrigens direkt nach meinem Japanurlaub, (Zufall?) kurz bevor ich von dem oben erwähnten 3DS-Bundle erfuhr – was letzteres auch nochmal zu etwas besonderem macht, denn mal ehrlich, wer kauft sich zwei Handhelds? Neben den ganzen iOS-Geschichten? Dennoch: Ich liebe die Vita! Die Hardware ist klasse (dat OLED-Display!) und die Spieleauswahl mit Fokus auf Indiekram ist pures Gold! Hotline Miami suchtete ich auf Platin (schon klar, das schafft nicht jeder von euch *betrachtet seine Fingernägel*) und Guacamelee war eines meiner Spiele für die Weihnachtstage, die stets einen besonderen Platz bei mir einnehmen. Spelunky… nun ja. Können wir das Thema wechseln?

4. Super Mario 3D World

Ich werde immer traurig, wenn ich die völlig haltlose Aussage höre oder lese, dass Mario-Games “immer das Gleiche” wären. Dämliches Klischee. Meine These: Diejenigen, die das behaupten, spielen die Mario-Spiele überhaupt nicht. Mal davon ab, dass SM3DW erst das sechste 3D-Mario (nach Mario 64, Sunshine, Galaxy 1+2, 3D Land) überhaupt ist – seit 1996, hallo Assassin’s Creed! – was die allein in Welt 1 an so viel neuen krassen Scheiß in Top-Technik reingepackt haben, das einfach nur Laune macht, das ist der Wahnsinn. W-A-H-N-S-I-N-N. Hier habt ihr ein perfekt poliertes Jump ‘n Run, das zusätzlich einen weiteren Baustein zum Pflichtkauf Wii U darstellt.

5. Device 6

Ganz kurz: Device 6 ist Hipsterscheiße, die Old Fäbse mag. Kann es sowas geben? Ja – wenn es sich um eine interaktive Mystery-Kurzgeschichte mit eingebetteten audiovisuellen Rätselspielen handelt, dann gerne! Pro-Tipp: Durch das einfache Darstellen von zu lesenden Worten (ihr kennt das Konzept vielleicht aus diesen “Büchern”) kommt Device 6 sogar ohne lakonischen, ach so ironischen Erzähler mit britischem Akzent aus – ich kann diese versnobten Spacken nicht mehr hören. Wenn dein Spiel so einen hat, dann fick dich.

Flop des Jahres

Bioshock Infinite

Kacke, Kacke, Kacke auf so vielen Ebenen. Ein doofer Shooter mit dummer Sammelquest (verpasst du die Kassettenrecorder, kriegst du nur die halbe Handlung mit. Ach ja, zurücklaufen kannst du natürlich nicht), eingebettet in eine inkonsistente Multi-Dimensions-Schwachsinnshandlung (ich bin weder willens noch fähig, alles nochmal aufzudröseln, da ich mich an die Details nicht mehr erinnere – schaut einfach bei Joe in den Kommentarbereich) inklusive rassistischer Tendenzen (“Schaut was passiert, wenn der Neger sich aus der Unterdrückung befreit – dann wird er nämlich zum Unterdrücker, außerdem bringt er Kinder um”). Wenn ich sehe, wie viel Lob im Sinne von “bringt das Medium Videospiel erzählerisch auf ein völlig neues Level” so ein Schrott einheimst, wird mir schlecht. Das ist nämlich der letzte Sargnagel zum Flop: der Riesen-Hype, der mich peinlich berührt zurücklässt. Wäre es unter ferner liefen besprochen, hätte es mich vermutlich weniger gekratzt. Darum die Bitte: Zeigt Bioshock Infinite nicht euren gaming-unaffinen Bekannten, um zu demonstrieren, wie reif Spiele heutzutage sein können. Just don’t.
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Jahresrückblick 2013: Jan

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TopFlop

Mein Spielejahr 2013 war… Seltsam. Außerdem ein wenig zwiegespalten. Ich erinnere mich, dieses Jahr jede Menge tolle bis gute Titel gespielt zu haben, aber auch ein paar echt sehr grottige, sogar abseits des Schrottwichtelns. Erstaunlich ist, wie ich überlegen musste, bis ich, neben anderen Dingen, so etwas wie eine Top 5 zusammen hatte. Das Jahr war beruflich wie privat relativ bewegend und stressreich, aber wem geht das nicht so? Vielleicht lag es ja auch daran, dass es mir so schwer fiel eine Top 5 zu krönen. Vielleicht sollte ich auch einfach nur weniger zocken, damit mehr von den einzelnen Sachen hängen bleibt? Oder Spiele werden auch einfach nur zu einheitsbreiig, zu wenig individuell und das ist die Art meines Hirns damit umzugehen. Vielleicht spiel’ ich auch die falschen Spiele und habe die richtigen Perlen verpasst. Ich habe z.B. immer noch nicht Telltales »Walking Dead«-Adaption oder »The Wolf Among Us« gespielt. Mea Culpa. Wie dem auch sei, hier ist mein Jahresrückblick!

Top 5 des Jahres 2013

1. Grand Theft Auto V

Wow. Einfach wow. Erneut ein absoluter Brecher von Rockstar, den ich immer noch nicht zur Gänze durch habe und der trotzdem kein bisschen langweilig geworden ist. Nach Liberty City spielt das nächste Gangsterepos mit Antihelden also in Los Santos, der satirisch angelegten Version von Los Angeles und einmal mehr könnten die Charaktere nicht tiefsinniger, der Humor nicht bösartiger und zynischer und das Gameplay nicht größer sein. Ja, es ist wahr, es gibt trotz allem ein paar Schnitzer und ich bin ganz auf Freddis Seite, wenn er die Aufmachung der großen Storymissionen in seiner Review bemängelt, aber trotzdem: Mein Spiel 2013!

2. Shadowrun Returns

Für Pen&Paper-Geeks ein Muss, das zeigt, welch coole Spiele durch Crowdfunding zustande kommen können. Nachdem der Xbox- und PC-Multiplayershooter von 2007 ja sowas von für die Tonne war, hat Harebrained Schemes, das kleine Team von Shadowrun-Erfinder Jordan Weisman, die Rechte von Microsoft zurückerworben und ein Rollenspiel draus gemacht. Shadowrun, wie Shadowrun zu sein hat. Kein Schnickschnack und eine große Fancommunity, die am laufenden Band neue Abenteuer mit dem Editor raushaut. Sweet.

3. Bioshock Infinite

Part piratemovie, part steampunk, part horror – All awesome. Marc hat in seiner Review ein paar der Designaspekte auseinander genommen (zum großteil bin ich auch hier auf seiner Seite), aber dennoch hat die Welt von Bioshock Infinite einfach Spaß gemacht. Elizabeth als Charakter war sinnvoll ins Spiel integriert und hat mich zu keinem Zeitpunkt genervt. Meine Hauptsorge, als ich angefangen habe zu spielen, war, dass man die ganze Zeit einen nervigen Begleiter hat, was sich nicht ansatzweise bestätigt hat. Nach »Bioshock 2«, das gezeigt hatte, dass das Unterwassersetting allmählich müde wird, war und ist der Sprung in luftige wie rassistische Höhen (nur um die White Trash-Patrioten-Hölle dann abzufackeln) richtig erfrischend gewesen.

4. Tomb Raider
Wenn auch voll von einigen Logiklücken, hatte ich dennoch meinen Spaß mit der neuen Lara und ihrem Abenteuer auf der einsamen Insel. Die Message von der „verwundbaren, menschlicheren“ Ms. Croft, wie sie in den Cutscenes rübergebracht werden sollte, hat sich nicht ganz so gut mit dem Gameplay gepaart, wenn man mit Pfeil und Bogen ganze Hundertschaften dezimiert, aber hey: Hat’s Spaß gemacht und war die Story trotzdem bewegend? Ja, auf jeden Fall.

5. Batman – Arkham Origins

bao_pree3_batmancityDa ich vermutlich einer der wenigen Menschen bin, die dieses Game trotz seiner Schnitzer von ganzem Herzen angenommen haben, verweise ich an dieser Stelle mal auf meine ausführliche Review. Es ist alles eine Frage der Betrachtung des Spiels. Die Sprecher machen einen großartigen Job, vom Gameplay her mag es mehr vom gleichen sein, aber es gilt der gleiche Grundsatz wie bei gutem Essen: Mehr vom gleichen, aber wenn es sich bei dem gleichen um noch ein Kobe-Steak mit nem Glas 200,00 Euro Scotch handelt – Immer her damit!

Und hier noch der Vollständigkeit halber meine Plätze 6-10: 6. »Fallen Enchantress – Legendary Heroes« / 7. »Call of Juarez – Gunslinger« /  8. »Shadow Warrior« / 9. »Injustice – Gods Among Us« / 10. »State of Decay« / Ehrenplatz: »Outlast« (Toller Horror aber viel, viiiiel zu kurz)

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Jahresrückblick 2013: Joe

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Ich bin wohl der größte Faulknoten der Welt. Letztes Jahr – 2013 – habe ich mich gediegen zurückgehalten, was ZwO’sches Geschreibsel anging. Aber die Welt rettet sich eben nicht von selbst, da müssen andere Projekte in den Hintergrund treten – Das wortkarge Leben eines Superhelden verlangt eben Opfer. Aber nun genug der schnöden Entschuldigungen; Hier mein Videospiel-Jahresrückblick 2013.
JoeTopFlop2013

Top 5 des Jahres 2013

1. Rayman Legends (Xbox 360)
Hach, Ubi. Wer hätte gedacht, dass ihr nach Rayman Origins tatsächlich noch eine Schippe auf die Grenzgenialität des Platformers legen könnt? Ich hatte sehr gehofft, dass Michel Ansel, geistiger Vater des extremitätenlosen, namensgebenden Protagonisten noch Ideen in der Kreativitätskiste zu Tage fördern kann – Und da er durchaus dazu in der Lage war: Voilà – Mein Platformer des Jahrzehnts. Holla, die Waldfee.

2. DmC (Xbox 360)
Zu Unrecht in Vergessenheit geraten, erschien das kritisch beäugte Remake um Metzelkönig Dante bereits Anfang des Jahres. Hier wurde wirklich alles richtig gemacht, auch wenn die niemals zufriedene Gamermeute bereits im Vorfeld Zeter und Mordio schrie, ob der “Emo”-Ausrichtung des Hauptcharakters. Musik, Gameplay – alles vom Feinsten. Lediglich das leidige Thema “Deutsche Sprachfassung” wurde wieder mit Vollgas gegen die Wand gefahren. Kennt man ja kaum anders (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

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3. LEGO Marvel Super Heroes (Xbox 360)
LEGO-Games und ich sind ja SO (die passende Handbewegung denkt ihr euch jetzt bitte dazu). Alles kurz und klein schlagen, mit meinen Lieblingshelden durch Manhattan fliegen und dabei LEGO-Steinchen sammeln, bis Doctor Octopus kommt? Wo muss ich unterschreiben? Sehr, sehr (sehr!) viel Liebe zum Detail, gemischt mit ein bisschen zu viel Sammelgekröse: Tolles Game zu einem gewohnt tollen Releasepreis.

4. Rocksmith 2014 (Xbox 360)
Ich kann den Nischentitel von Ubisoft gar nicht genug loben. Nicht nur wurde das Feedback der Spieler beachtet, abgenickt und umgesetzt, die effektiven Änderungen können sich letztendlich voll und ganz sehen lassen. Eine intuitivere Steuerung, ein freier Karrieremodus und eine virtuelle Jamsession rufen auch erfahrenere Gitarreros auf den Plan. Miau!

5. Tomb Raider (Xbox 360)
Noch ein Reboot in meiner Top-2013-Liste. Eigentlich sollte ich ja, wie man das halt so macht, Buhrufe in den Äther krakelen, bis die Nachbarn die Polizei rufen, aber das Ding konnte wirklich was. Zwar haben die Mädels von Square Enix eine auffallend actionreiche Ballerorgie als Mittel für die Story aus der Feder von Pratchett-Tochter Rihanna gewählt, dennoch hinterließ die Hetzjagd durch den Dschungel einen bleibenden Eindruck. Ob jetzt unbedingt noch ein zweiter Tomb Raider-Teil erscheinen muss, würde ich nicht blind abnicken, denkbar wäre dies allerdings durchaus.

Platz 6 – 10: Payday 2, Arkham Origins, AC IV, Remember Me, Brothers

Flop des Jahres

Call of Duty: Ghosts
dog-580x291Manchmal wird der Hai bis zum bitteren Exzess übersprungen, wie am Beispiel der CoD-Serie mehr als deutlich wird. Ein unausgereiftes Konstrukt, lediglich kreiert, um schießwütigen Ballerspielespielern neues Futter vor die Nase zu setzen. Meine eher verhaltene Meinung zum Waffenporno aus dem Hause Activision rührt höchstwahrscheinlich von meiner Vorliebe für den Kampagnenmodus eines jeden Videospiels. Und gerade hier zeigt Ghosts seine Schwächen, das ständige Rumgebugge der virtuellen Kompagnons mal völlig außer Acht gelassen. Trotz der kurzen Spielzeit für meinen Geschmack viel zu lang, so dass man schon fast von einer Tortur sprechen kann. Schadé (wie der Franzose sagt).
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Jahresrückblick 2013: Marc

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Marcs Top & Flop 2013

Uff, mit 2013 ist wieder ein Jahr im Eiltempo vorbei gerast. Dies soll aber keine Kritik sein! Ich bin mit dem Jahr wirklich sehr zufrieden, denn das Gefühl, das Jahr nahezu unbeteiligt an sich vorbei ziehen zu sehen, habe ich glücklicherweise vermeiden können. Insgesamt ist wirklich eine Menge passiert und das sogar weitestgehend positiv. Whoa! Privat sehe ich mich aktuell rundum glücklich aufgestellt, was sogar dazu geführt hat, dass ich mehr Ruhe für mich hatte und auch wieder etwas mehr gespielt habe als noch 2012. Viel ist das zwar noch immer nicht, aber ich traue mich mittlerweile wieder, etwas mitzureden. Also dann mal rein ins Vergnügen..

Top 5 des Jahres 2013

1. Gone Home (PC)
Mein persönliches Spiel des Jahres wäre beinahe unentdeckt an mir vorbei gerauscht. Erst der Tipp einer wirklich gut informierten Arbeitskollegin ließ mich dazu hinreißen, Gone Home an einem Sonntag Nachmittag mal eben locker flockig durchzuspielen. Gerne bin ich zurück ins Jahr 1995 gereist, um als Kaitlin die wirklich großartig erzählte Geschichte ihrer kleinen Schwester Samantha zu erfahren. Dieser Titel hat geschafft, was zuletzt The Walking Dead in der ersten Season gelang: Ich war emotional mal so richtig im Spiel drin. Erzählerisch ist das ganz große Kunst. Auch ohne in diesem Spiel jemals eine andere Person wirklich getroffen zu haben. Hach..

2. Papers, Please (PC)
Erzählt man anderen Menschen ganz begeistert von einem Spiel, in dem man als Angestellter in einer kleinen Box eines Grenzpostens die Pässe einwanderungswilliger Soviet-Bürger kontrolliert, zweifeln diese zunächst (berechtigt) an der Ernsthaftigkeit dieser Aussage. Papers, Please schafft es aber, bei der eigenen angenehmen Reduziertheit auf eine recht redundante Tätigkeit so unfassbar viel Stimmung und Geschichte zu vermitteln, dass ich nach 12 Spielstunden noch heute an diesem Spiel sitze, um alle möglichen Enden gesehen zu haben. Richtig guter Stoff!

3. Grand Theft Auto V (Xbox 360)
Über dieses Spiel wurde wahrscheinlich schon alles gesagt und geschrieben, nur nicht von jedem. Rockstar hat einfach genau das GTA abgeliefert, welches sich viele wohl gewünscht haben. Jederzeit hatte ich die Möglichkeit, entweder in der Story abzutauchen oder eben meine eigenen kleinen Abenteuer zu erleben. Trevor war als durchweg chaotische Zeitbombe genau der Charakter, den man braucht, um an einem solchen Spiel Freude zu finden. Stets auf dem verdammt schmalen Grad zwischen widerwärtigem Schwein und dem Augen öffnendem Chaoten, wie es zuvor vielleicht ein Tyler Durden vermochte, Chaos ein Gesicht zu verpassen, hat er dem Spiel einfach gut getan. Trotz wirklich vieler Spielstunden wurde GTA 5 niemals langatmig und jeden Abend habe ich mich aufs Neue darauf gefreut, in diese Welt abzutauchen.

4. Schmead Schmising 3 (Xbox One)
Obwohl die neue Konsolengeneration wohl noch etwas Zeit braucht, um richtig Fahrt aufzunehmen, stand für die neue Xbox ein Launchtitel auf dem Programm, auf den ich mich doch sehr gefreut habe. Leider wurde der Titel in Deutschland indiziert, sodass ich mich mit Details an dieser Stelle lieber zurückhalte. Nur so viel: Der Titel macht zwar genauso viel falsch, wie auch richtig, aber er ist dabei irgendwie liebenswert.

5. Game Dev Tycoon (PC)
Spiele selbst entwickeln ist ja irgendwie der heimliche Traum von vielen der hier anwesenden Personen (behaupte ich einfach mal). Und obwohl ich zumindest theoretisch in der Lage wäre, in dieser Richtung wirklich selbst mal einen Schritt weiter zu gehen, vermochte es Game Dev Tycoon, mich in die in eine romantisch-kindliche Stimmung zurück zu schleudern, in der Wirtschaftssimulationen noch ein ernst zu nehmendes Genre darstellten. Game Dev Tycoon ist letztendlich nicht großartig anders als Vorgänger wie Software bzw. Game Tycoon, hat aber gezeigt, dass es für Spiele dieser Art noch immer einen Markt gibt. Für 5-6 richtig spaßige Abende war der Titel gut. Gerne wieder!

Platz 6-10: Bioshock Infinite, FIFA 14, The Wolf Among Us, The Stanley Parable, Payday 2
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