Archiv nach Kategorie: Features

Viele Videospiele – hauptsächlich solche, in denen geschossen wird – werden kontrovers diskutiert. Zwar ist das Töten von menschlich aussehenden Charakteren schon lange nichts Außergewöhnliches mehr, trotzdem existieren noch immer Grenzen, deren Überschreitung zu Diskussionen in sämtlichen Medien führt. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein. Der eine Entwickler wollte vielleicht genau diese Diskussionen entfachen; um Aufmerksamkeit für das Spiel zu generieren oder einfach, damit ein Thema, das ihm am Herzen liegt, in den Fokus gerückt wird. Das wurde schon immer so in Kunst und Medien gemacht, bei Videospielen, die eher als “Spielzeug”, denn als Kunst angesehen werden, sorgt dennoch schnell für Aufruhr, was in einem Film kaum beachtet worden wäre. Vielleicht ist es die Tatsache, dass der Konsument selbst steuert und nicht bloß zuschaut.

Beispiele der letzten Jahre gibt es viele: die Flughafenszene in »Call of Duty«, in der man unbewaffnete Zivilisten töten kann. (Kann man bei »Assassin’s Creed« auch, da sagt niemand was.), die “Vergewaltigungsszene” im neuen »Tomb Raider« (wobei Lara nur gewürgt wird) oder die gespielte Vergewaltigungsszene in »Hotline Miami 2«, die zwar sofort abgebrochen wird, in der man aber als Protagonist direkt involviert ist.

Welcome to Guantanamo Bay, Cuba

Normalerweise bin ich der Meinung, die Medien regen sich da ein bisschen zu sehr auf. Als ich zum Beispiel Tomb Raider spielte, fiel mir selbst gar nichts auf, bis ich gesagt bekam, die Szene, in der Lara kurz gewürgt wird, sei der Gegenstand der zahlreichen Artikel gewesen. Und dann spiele ich »Splinter Cell Blacklist« und wundere mich, dass die übersensiblen Medien daran kaum was auszusetzen haben. Nein, ich rede nicht von den zahlreichen Morden. Ich rede von dem Level in Guantanamo Bay.

Barack Obama, Anfang 2009: „The detention facilities at Guantánamo for individuals covered by this order shall be closed as soon as practicable, and not later than 1 year from the date of this order.”

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Peter Moore

Peter Moore beim Xbox Cup 2006 in Berlin. Quelle: Wikipedia.

In den letzten Jahren hat EA einiges an schlechter Publicity wegstecken müssen. Auch wir haben viel Kritik ausgeteilt, da EA, trotz der Veröffentlichung vieler guter Spiele, immer wieder den Zorn der Gaming-Gemeinde auf sich gezogen und, sogar vor Banken und ähnlichem Kruppzeugs, zweimal nacheinander den „Worst Company of America“-Award gewonnen hat. Die Gründe hierfür zu untersuchen ist langwierig und wahrscheinlich wenig ergebnisreich, aber wichtig dürfte vor allem der Vorwurf der Franchise-Melkung sein – EA ist berüchtigt dafür, dass bekannte und erfolgreiche Marken bis zum letzten Tropfen ausgemolken werden – und dem damit unweigerlich einhergehenden Tod dieser beliebten Franchises.

Ich habe auf der gamescom Peter Moore, seines Zeichens COO – Chief Operating Officer – von EA, getroffen. Zusammen mit Micha von Kollisionsabfrage hatte ich die Möglichkeit, mit einem der wichtigsten Männer der Branche ein paar Worte zu wechseln. Der Dank für das Gespräch geht an Martin Lorber, der einigen von euch vom EA Blog für digitale Spielkultur bekannt sein dürfte. In den zwanzig Minuten konnten wir unter anderem Peter Moore auf die Reaktionen zum Indie Bundle von EA und seine Sichtweise auf das katastrophale Image der Firma befragen.
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Ich könnte jetzt übertreiben und behaupten, ich sei nur wegen Jessica Nigri auf der gamescom gewesen. Blödsinn. Aber tatsächlich habe ich einen nicht geringen Teil des Mittwochs mit der Jagd nach ihr verbracht. Angefangen hat alles mit diesem harmlosen Facebook-Post, mit dem die bekannte Cosplayerin mitteilte, offiziell zu Promozwecken für Assassin’s Creed IV zur gamescom nach Köln eingeladen worden zu sein.

jessica_nigri_gamescom_status

Zusammen mit Sarah und ein paar anderen machten wir uns immer wieder zu den Ubisoft-Ständen auf, Kameras in der Hand, überall suchend und fragend. Jeden Ubisoft-Mitarbeiter quetschten wir nach Informationen, den Aufenthaltsort Jessicas betreffend, aus, doch angeblich wusste niemand, wovon wir überhaupt sprachen.

Dann – am Donnerstag – stand sie plötzlich hinter mir. Jessica Nigri, im Kenway-Cosplay. Zum Greifen nah. Aufgrund der vielen Menschen und der wenigen Zeit, die Jessica hatte, ist die Auswahl der Fotos eher dürftig. Aber: es ist Jessica Nigri, ein einzelnes Foto wäre schon besser als alle Messebabes-Klickstrecken anderer Seiten zusammen. Hier also eine kleine Auswahl:

Jessica Nigri: "Herp Derp"

Jessica Nigri: “Herp Derp”


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Als Ralf mit seinen feuchten Träumen eines Gaming-PCs angefangen hat, konnte ich ja nicht ahnen, dass er direkt nach den Sternen greifen will und sich eine 1000€ Maschine zulegt. Die Prämisse, unter der ich damals angefangen habe, nach einem guten Rechner für ihn zu suchen war ja eigentlich, dass er sowohl kräftig, als auch günstig sein soll. Also so etwas wie unser Joe, nur etwas eleganter vielleicht.

Aber nun mal die Geschichte von Anfang an: Seit Jahren predige ich, dass ein guter Rechner nicht mehr als 500-600€ kosten muss. Wir alle kennen Rechnungen, bei denen die Kosten zwischen Konsolen und PCs verglichen werden und bla bla bla… Diese ständige und auf Dauer unglaublich ermüdende Diskussion war vielleicht der Ausgangspunkt hinter meinem 500€-Rechner, aber letztendlich kann es mir doch vollkommen wumpe sein, warum sich jemand für einen PC entscheidet, ich will nur aufklären, dass man vielleicht nicht vergoldete Heatspreader auf dem RAM braucht, oder anderen Firlefanz, den sich die Industrie im Laufe der Jahre ausgedacht hat. Ich will ein kleines, aber kräftiges System vorstellen, das ohne Aufrüstungen für die nächsten 3 Jahre ausreicht, und da mich Ralf nun öffentlich herausgefordert hat, blieb mir nichts anderes übrig als diese großspurige Ankündigung in die (theoretische) Tat umzusetzen.
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Vom Konsolenheld zum Dosenspieler

von in Features
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Welche Ausrede ich mir zurecht gelegt habe, um mal wieder so richtig viel Geld ausgeben zu können, mögt ihr bitte in meinem Artikel »Von einem der auszog, einen günstigen Spiele-PC zu kaufen« nachlesen. Am Ende war es aber entschieden. Ein neuer Gamer-PC muss her. Durch viele Gespräche mit Freunden und der Lektüre unzähliger Websites, Testberichte und sogar Zeitungen (!) versuchte ich, meine durch jahrelange Ignoranz verstaubten Kenntnisse der PC-Welt wieder aufzufrischen. Am Ende kam dieses Maschinchen dabei heraus.

Define R4 Black Pearl (Fractal Design)

Define R4 Black Pearl (Fractal Design)

Als Verpackung wählte ich ein flüsterleises Gehäuse in schwarzer Eleganz. Das Fractal Design Define R4 Black Pearl (ca. 100,-) ist ein feuchter Traum von einem Tower. Diesen Beitrag weiterlesen »