Archiv nach Kategorie: Features

Vorweihnachtszeit ist Schrottwichtelzeit bei den Zockworkies. Letztes Jahr habe ich es ja ganz gut erwischt, da Joe nicht fähig ist, den Unterschied zwischen einem schlechten Spiel und einem Sportspiel zu erkennen. Leider hatte ich dieses Jahr weniger Glück mit meinem Tauschpartner und die Hoffnung auf ein Wii Sports Resort oder spaßiges NHL war dahin. Stattdessen holte Jan breit grinsend zum Tiefschlag aus und drückte mir mit Iron Roses ein Point-and-Click-Adventure aus der Hölle auf. Gnade!

Lynn ist sauer. Hat sie sich doch mit Alex eine WG-Mitbewohnerin Typ “Slacker-Musikerin, die nie die Miete pünktlich zahlt und den Kühlschrank leerfrisst” ausgesucht und so allmählich platzt ihr der Arsch deswegen. Dabei bringt Alex auch den uncoolsten faux pas, den man sich als Musiker leisten kann: Ein Shirt der eigenen (hier ehemaligen) Band zu tragen – den Iron Roses. Ich habe so etwas einmal auf einem Konzert bei einer Vorgruppe gesehen, die an Douchebaggery auch nicht zu überbieten war. Alex bekommt daher folgerichtig eine Deadline gesetzt: Krieg innerhalb von einer Woche dein Leben auf die Reihe oder du fliegst raus.

Iron Roses 1

Diese Mischung aus Mutti-Genörgel und Plot einer Folge “Mitten im Leben” bringt Alex die Erleuchtung: Sie will ihre alte Band wieder zusammen trommeln (no pun intended). Drei weinerliche Mimosen muss sie dabei mit Engelszungen überzeugen: der eine will nicht ohne seine alten Glücks-Drumsticks mitmachen. Der andere ist jetzt Rechtsanwalt in Papis Kanzlei und Papi wird ganz doll böse, wenn er erfährt, dass der Filius wieder mit diesem Musikquatsch anfangen will. Dem dritten sülzt Alex das wohl abstruseste Schicksal ein: Er ist jetzt Musiker in einer neuen Band, hat mehr Erfolg, Kohle, Weiber und zerstörte Hotelzimmer als je zuvor, aber das ist ja gar nicht er selbst, also muss er wieder in die alte Band. Wat. Diesen Beitrag weiterlesen »

RTL Winter Sports 2009Die Schrottwichtelei geht bei ZwO in Runde drei. Allmählich kann man schon beinahe von einer Tradition sprechen. Habe ich früher noch mit einer gewissen Vorfreude auf die nahende Adventszeit blicken können, so ergreift mich heute meist ein ungutes Gefühl voller schrecklicher Vorahnungen und dieser dezenten Panik vor einem nahenden Spieldisaster. Am Freitag war es dann leider an der Zeit, ein rotes Päckchen in den Händen halten zu müssen. Der liebe Joe hat sogar daran gedacht, meinen vollen Namen bei einem großen Warenversand zu hinterlegen und so weiß jetzt auch mein Postbote, dass ich eigentlich Marc-Angelika heiße. Danke, Joe. Danke!

Aus diesem lieblichen Päckchen habe ich dann den Titel »RTL Winter Sports 2009« gezogen. Nun gut. Der Joe weiß schon, was ich mag und war zunächst gar nicht so furchtbar schockiert. Sportspiele sind jetzt nichts, was mich groß abschreckt. Nur was ein dubioser Privatfernsehsender damit zu tun haben will, erschloss sich mir nicht ganz. Vielleicht suchen Wintersportler in dem Spiel ja auf diesem Weg einen neuen Partner und trauen sich nicht, der eigenen Mutter davon zu erzählen? Wie weit darf scripted reality gehen? Werde ich unmelodische Liebesschnulzen singen müssen, wenn ich von der virtuellen Skisprungschanze abhebe? Mittlerweile weiß ich: Wäre es doch nur so gewesen..

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Im Sommer dieses Jahres war ich krankheitsbedingt für ein paar Wochen auf der Insel und meine Konsolen mussten leider Zuhause bleiben. Was das Thema Zocken angeht, hatte ich nur »Clash of Clans« und ein Rezensionsexemplar der WASD im Gepäck. Beides hat mich sehr beeindruckt.

WASD? Was ist das? Nun, die WASD versteht sich als irgendwas zwischen Essaymagazin und Buch über Videospiele. Sie erscheint halbjährlich und ist voll mit “von Gamern für Gamer” geschriebenem Text. Die aktuelle dritte Ausgabe trägt den Titel »SKANDAL!« und auf über zweihundert hübsch aufgemachten Seiten findet der geneigte Leser allerhand gute Geschichten. Stories von allseits bekannten Gesichtern aus der deutschen Bloglandschaft, wie z.B. Dennis Kogel, oder auch altgediente Gamestar-Veteranen wie Christian Schmidt. Es tauchen auch weniger bekannte Namen auf, das liegt aber nur daran, dass ich mir Namen sowieso nicht so gut merken kann.

3. Ausgabe von WASD: SKANDAL!

3. Ausgabe von WASD: SKANDAL!

Namen sind ja auch nur Schall und Rauch, aber die Herausgeber der WASD, Christian Schiffer und Markus Weissenhorn, haben Autoren ausgewählt, die (größtenteils) auch etwas zu sagen haben. Und da nicht alle der für gut befundenen eingesandten Artikel auch ihren Weg in die aktuelle Ausgabe gefunden haben, werden diese Texte nachträglich auf der eigenen Website publiziert.

Die Geschichten haben zwar alle ein Thema gemein, aber die Auswahl könnte unterschiedlicher nicht sein. Da kommt der Artikel von Agata Goralczyk gleich zu Anfang mit »Mehr Skandale braucht das Land« herrlich aufgeregt daher, Rainer Sigl rechnet mit den Arschlochgamern ab und später nimmt uns Tobias Heidemann mit auf eine Reise in seine dunkle Vergangenheit als C64-Raubkopierer. Um mal nur drei Beispiele aus der aktuellen WASD beim Namen zu nennen.

Schon lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß beim Lesen über Videospiele. Selten wurde ich so gut unterhalten und informiert, wie bei den überhaupt nicht Aktualitäts-dominierten Berichten in der WASD. Was könnten sich aktuelle Spielemagazine daran für ein Beispiel nehmen?!

Ich habe die WASD nicht am Stück gelesen, dafür sind die Geschichten zu gut. Mal einen Text am Strand, einen im Wartezimmer und vielleicht mal zwei Texte abends im Bett. Es hat gut getan, sich mal wieder Zeit für Texte über Videospiele zu nehmen, an deren Ende kein Fazit und keine Wertungstabelle stehen.

Die WASD ist eine Bereicherung. Und sie sollte uns schreibender Gamerzunft ein Beispiel dafür sein, wie gute Texte auszusehen haben, wenn sie auch noch Monate nach Veröffentlichung den Leser in seinen Bann schlagen sollen. Ich für meinen Teil werde auch im eigens dafür eingerichteten Webshop zur vierten Ausgabe der WASD greifen. Ganz bestimmt!

gewinnspiel

Update: Wir haben inzwischen einen Gewinner! Da es zugegeben klügere Ideen gibt, als die Lösung zu einer Quizfrage in den Kommentaren einschicken zu lassen (Da hab ich wohl was nicht richtig durchdacht. My bad. -.-) haben wir einfach das Los entscheiden lassen. Gewonnen hat der Christian Kaiser, der immerhin noch als Dritter nach Veröffentlichung eine Antwort eingeschickt hat. Wir wünschen dir viel Spaß mit den Games!

Jeder der oder die von euch schon einmal auf einer Messe oder einem Gamingevent war weiß: Nicht nur Wissen, sondern auch Swag ist Macht! Darum verlosen wir heute ein Doppelpack aus Quantic Dreams schon etwas älterem (aber sehr coolen) Thriller »Heavy Rain« und dem ganz neuen »Beyond: Two Souls«, beide für PS3.

Das französischen Entwickler-Studio Quantic Dream hat es sich unter der Leitung von David Cage zur Aufgabe gemacht, Videospiele mit Filmen zu verheiraten. Neben dem Kritikerliebling »Fahrenheit« (2005) erschienen 2010 das lang erwartete und allseits gehypte »Heavy Rain« und 2013 bereits das aktuellste Werk »Beyond: Two Souls« für die PS3.
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Clash of Clans

von in Features
5

Mein iPad nutze ich gefühlt nur noch zum »Clash of Clans« spielen. Seit Wochen schon. Ich! Der ich seit Jahren auf der Suche nach einem iPad-Spiel bin, das mich nicht bereits nach drei Minuten langweilt. Das hat bisher nur der erste Teil von »Plants vs. Zombies« geschafft.

Clash of Clans

Clash of Clans (iPad Screenshot)

Und jetzt: »Clash of Clans«. Ein Free-to-play Titel mit In-App-Käufen. Skandal! Wie konnte das passieren? Diesen Beitrag weiterlesen »