Freddi

Bis Freddi seine eigene Spielstation bekam, dauerte es etwas länger: Im Jahre 1996 befand seine Mutter, dass es auf dem Gymnasium nötig sei einen Computer zu besitzen, welcher aber selbstverständlich höchst selten für Hausaufgaben benutzt wurde. Bereits vorher wurde er auf dem alten 486er seines Bruders mit Prince of Persia infiziert und Verabredungen mit Freunden waren nur eine Ausrede um deren PCs und Super Nintendos nutzen zu können.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich, vor allem durch Erfahrungen im Pen & Paper Bereich, eine tiefe Liebe zu RPGs, von denen Klassiker wie Baldur's Gate II, oder Planescape Torment auch heute noch ihren Weg auf den Rechner finden. Aber auch Rundenstrategie im Format eines Civilization sorgen für schlaflose Nächte. Natürlich findet sich auch bei ihm das ein oder andere Spiel aus anderen Genres, welche immer mal wieder zum Abreagieren benötigt werden.

Inzwischen ist Freddi auch ein stolzer Besitzer seiner eigenen Xbox 360 auf der er alle Spiele versucht nachzuholen, die er dort in den letzten Jahren verpasst hat. Während dieser Sisyphusarbeit, stellt er aber immer wieder fest, dass Shooter nichts auf einer Konsole zu suchen haben, solang diese nicht Maus und Tastatur besitzt. Die nächste größere Anschaffung wird wohl die Nintendo Wii sein, welche dann wahrscheinlich bereits auf dem Flohmarkt erhältlich sein wird.
spielt gerade:Risen 2 (PC), Battlefield 3 (PC), Trackmania United (PC)
freut sich auf:Diablo III, Borderlands 2, BioShock: Infinite, Dishonored

Freddi ist erreichbar unter fw [at] zockworkorange [dot] com, er bloggt privat und auch bei Twitter ist er vertreten.


Alle 75 Artikel von Freddi:

06 Geschwindigkeit: AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!!

Freddi

AAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaAAAAAAAAAAAA aaaaaaaaaaaaaaAAaAAAAAAaaaaaAA!!!

Das ist zwar nicht ganz der Name meiner Auswahl für das dieswöchige Thema der 52 Games, aber signalisiert optimal um was es geht: AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!! -- A Reckless Disregard of Gravity. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen, die sich mit hohen Geschwindigkeiten auseinandersetzen, findet diese Erfahrung hier nicht in der horizontalen, sondern in der vertikalen Ebene statt.

Geschwindigkeit als Rauschzustand treibt den Menschen zu immer wahnwitzigeren Handlungen. Angefangen bei Achterbahnen, über das simple Austesten der Stärke des ersten eigenen Wagens – mein Golf II schaffte es damals auf satte 180 km/h – bis hin zu Extremsportarten, setzen sich viele Menschen immer extremere Ziele. Ein Bekannter von mir versuchte sich vor ein paar Jahren am Base-Jumping und beschrieb das Gefühl als einen wahnsinnigen Zustand zwischen ‘Oh mein Gott! Gleich werde ich sterben.’ und ‘Schneller, schneller, schneller – gib mir mehr Speed!’, welcher einen im positiven Sinne fast verrückt werden lässt. Es geht also eine wahnsinnige Faszination davon aus, seinen Körper in extremen Situationen zu erfahren. Wer wie ich zu den Feiglingen gehört, die sich an so etwas nie herantrauen würden, der kann ja zum Glück auf virtuelle Äquivalente zurückgreifen. In diesem Fall ist das AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!!.

Der Spieler stürzt sich von einem hohen Punkt, versucht unterwegs bestimmte Checkpoints zu treffen und am Ende ohne Probleme das Ziel zu erwischen. Wer nur mal ein bisschen im Physikunterricht aufgepasst hat, weiß, dass hierbei enorm hohe Geschwindigkeiten entstehen. Deswegen wird das Spiel nur durch ein sehr minimalistisches Artdesign unterstützt. Zwar bunt, aber dennoch auf das Nötigste reduziert, lässt das Spiel eine beklemmende Enge des Geschehens entstehen, der man anscheinend nur durch den Fall nach unten entfliehen kann. Wirkt das Spiel im ersten Moment nicht sehr schnell, so zeigt sich im Vorbeiflug an Gebäuden, mit welchem Wahnwitz sich der Protagonist eigentlich bewegt.

Das bunt aufleuchtende Ziel ist unten. Dort will man so schnell wie möglich hin, aber ohne sich dabei die Knochen zu brechen. So fliegt der Spieler im Geschwindigkeitsrausch dem Ziel entgegen und versucht mit schnellen Reaktionen möglichst hohe Punktekombos zu erreichen. Bei AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!! schreit alles nach Geschwindigkeit. Es liefert einen kurzen und heftigen, aber dennoch sehr zufriedenstellenden Rausch, der sicherlich kein reales Base-Jumping ersetzen, aber immer noch ein ungefähres Gefühl vermitteln kann.

Jahresrückblick 2011 – Teil 3/6: Freddi

Freddi

Es war ein Jahr mit vielen Tiefen und vereinzelten Höhen. Irgendwann im Studium kommt wohl jeder an den Punkt, sich zu überlegen, ob das gewählte Studium wirklich das Richtige ist. Schwierig wird es nur, wenn diese Frage die komplette Motivation zerstört. So war das Jahr 2011 von dieser Frage, viel, viel Freizeit und dem Entschluss, endlich mal das eigene Leben auf die Reihe zu kriegen, geprägt. Ein sehr schwieriges, aber auch wichtiges Jahr für mich. Aber 2012 wird besser. Punkt.

Top 5 des Jahres:

The Elder Scrolls V: Skyrim (Review) // Was für ein Hammer-RPG! Riesige Spielwelt, fantastische Atmosphäre, gut gestaltete Sidequests und unfassbar viel zu entdecken. Einfach: Wow!

L.A. Noire // Anders. Die künstliche Entschleunigung in Zeiten der Karacho-Shooter, die für mich einfach viel zu fast paced sind, war eine echte Wohltat. Mit einem schönen Szenario und interessanten Kriminalfällen für mich eines der Topspiele des Jahres. Leider störte die Open-World-Komponente, die ein Fremdkörper im Spiel war, weswegen L.A. Noire nicht perfekt ist.

Battlefield 3 // Ich bin ja keine Grafikhure, aber Battlefield 3 sieht einfach geil aus! Und diese geniale, fast fotorealistische Grafik wird vom Rest des Spieles unterstützt. Abgesehen vom Desaster rund um Origin, haben wir hier einen perfekten Multiplayer-Militärshooter, der sich realistisch und trotzdem spaßig anfühlt.

Deus Ex: Human Revolution // Es ist Deus Ex in moderner Grafik. Mit den gleichen Fehlern und den gleichen hervorragenden Vorzügen. Ein besseres Prequel hätte Eidos meiner Meinung nach nicht abliefern können, ohne den Geist von der Legende des PC-Gaming überhaupt zu verraten.

Top Spin 4 (Review) // Ich hätte nie gedacht, dass einmal eine Sportsimulation in die Top 5 eines Jahres gelangt, aber Top Spin 4 hat es geschafft. Warum? Weil es eine leicht zugängliche und trotzdem schwer zu meisternde Simulation eines Sportes ist, den ich vorher nicht mit dem Arsch angeschaut habe. In dieses Spiel habe ich so viel Zeit investiert wie in wenig andere im Jahr 2011.

// Platz 6-10: Portal 2, Total War: Shogun 2, Saints Row: The Third, Schmead Schmisland, Limbo

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Schrottwichteln: Bad Day L.A., oder: Ein schlechter Tag für Freddi

Freddi

Ich war gespannt, was auf mich wartete, als ich mein Schrottwichtelgeschenk in den Händen hielt. Mein Geschmack ist durchaus vielseitig und es gibt eigentlich, abgesehen von eintönigen und unlogischen Puzzlespielen, nicht wirklich etwas, das mich abschrecken könnte. Kristin hatte also das harte Los, mir ein passendes Spiel zukommen zu lassen, und was soll ich sagen? Sie hatte es geschafft, mir ein Spiel herauszusuchen, mit dem sie meinen Geschmack um genau 100% verfehlt.

Bad Day L.A. kannte ich bis dato nur vom Namen. Von American McGee, der unter anderem für die Versoftungen von Alice verantwortlich ist, entwickelt, hatte es vor gut sechs Jahren sehr durchschnittliche Wertungen erhalten. Diese Wertungen, gemischt mit einem für mich eher uninteressanten Szenario, haben mich immer davon abgehalten, es mir anzuschauen. Naja, nun war es so weit und ich stürzte mich in ein Spiel, dass von der Gamestar als Spiele-Ableger der Fernsehserie South Park bezeichnet wurde.

Ich legte das Spiel also ohne allzu große Erwartungen in mein Laufwerk und war gespannt, was da kommen würde. Abgedrehter Humor spricht mich durchaus an, allerdings sollte dieser intelligent sein, was mich daran hindert, Serien wie South Park oder Family Guy auch nur ansatzweise lustig zu finden. Bevor ich Bad Day L.A. jedoch starten konnte, gingen die Probleme schon los: Es ist nicht möglich das Spiel in seiner ursprünglichen Version zu starten. Einfach überhaupt gar nicht möglich. Erst die Suche in Foren sagte mir, dass ich die normale .exe-Datei mit der polnischen austauschen musste. Okay, solche Bugs machen nicht unbedingt ein schlechtes Spiel aus, aber es lässt an der Sorgfalt der Umsetzung doch arg zweifeln. Nun ja, los geht’s:

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Skyrim: Erlebnisse eines Dovahkiins

Freddi

Die Spiele der Elder-Scrolls-Reihe spalten seit jeher die Gemüter. War Morrowind für viele damals zu schwer zugänglich, da man vom Spiel nach spätestens 5 Minuten komplett allein gelassen wurde, ging Oblivion plötzlich exakt ins andere Extrem und bot eine ziemlich austauschbare und glatte Fantasy-Erfahrung. SKYRIM soll nun alles anders machen und schafft es, einen gelungenen Spagat zwischen Komplexität und leichter Zugänglichkeit hinzulegen.

Als ich mir überlegt habe, wie ich einen Artikel zu diesem Spiel schreiben soll, wurde mir bewusst, dass eine klassische Review diesem Epos nicht gerecht wird. Natürlich könnte ich schreiben, dass die Grafik zwar nicht hervorragend ist, aber fantastisch die Atmosphäre des Spiels einfängt, dass die Quests schön ausgeglichen sind und auch die Hauptstory viele Fehler aus dem Vorgänger bereinigt, aber das wäre in diesem Fall einfach nicht angemessen und könnte zukünftige Spieler in die Irre führen. Nein, ich will vielmehr Beispiele dafür nennen, was seit Beginn an die größte Stärke der Elder-Scrolls-Spiele ist: die Individualität der Erlebnisse, die das Spiel zwangsläufig nach einiger Zeit entwickelt.

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Mario is LOST

Freddi

(Aufgrund der Länge des Comics befindet sich der Rest hinter dem More-Link.)

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Betreff: Rage Betatest (PC)

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An: id Software
Von: Frederik Wagner (Zockwork Orange)
Betreff: Rage Betatest (PC)

Liebes Team von id Software,

Seit ca. 2 Wochen nehme ich an eurem Betatest zu Rage teil und wollte nun ein kleines Statusupdate der mir aufgefallenen Bugs abliefern. Zuerst aber noch ein paar lobende Worte: Ich finde es schön, dass ihr euch dazu entschlossen habt, dem PC mehr Zeit zu widmen, damit auf diesem System alles problemlos abläuft. Immerhin seid ihr ja Vorreiter in Sachen PC-Gaming und wollt euch diesen Status nicht verderben. Merkwürdig finde ich aber, dass die Konsolen schon in der Lage sind, das Spiel fehlerfrei zu zocken -- aber so ist das wohl mit dem PC: Die Unzahl an verschiedenen Konfigurationen erfordert schließlich eine sehr gründliche Erkennung und Beseitigung der Fehler, denn ihr wollt die Lead-Plattform ja nicht vergraulen. Kudos für die Eier, die ihr hier beweist. Seltsam ist aber, dass ich für die Teilnahme an der Beta 50€ zahlen sollte – andere Firmen machen das doch kostenlos?

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Was Baldur’s Gate II zu meinem Lieblingsspiel macht:

Freddi

Es gab eine Zeit, da hat sich eine kanadische Firma namens BioWare ganz der Versoftung eines Rollenspielsystems namens Advanced Dungeons and Dragons gewidmet. Ihren Höhepunkt in diesem Bereich hatte ebenjene Firma zu einer Zeit, als sie die ersten Spiele in halbwegs annehmbaren 3D-Gewand zeigten und daraufhin immer mehr Egoshooter das Licht der Welt erblickten. Es ergab sich auch zu jener Zeit, dass Klein-Freddi von einem Schulfreund in die Welt der Pen&Paper-RPGs eingeführt wurde und sich dadurch auch gleichzeitig in die Pixel-Pendants verliebte. Just zu jener Zeit veröffentlichte diese kanadische Firma die Legende schlechthin unter ihren Entwicklungen: BALDUR’S GATE II.

BALDUR’S GATE II sollte zur ikonischen Messlatte eines ganzen Genres werden, eine Tragweite, die sich mir damals nicht ganz erschloss. Ich sah einfach nur die Versoftung des Pen&Paper-Systems, das ich zufällig auch zu jener Zeit spielte, welche zudem noch überall herausragende Wertungen erhielt. Das mindestens genauso fantastische Planescape: Torment soll hier natürlich auch erwähnt werden, aber BALDUR’S GATE II hat mich persönlich sehr viel mehr geprägt.

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Review: Schmead Schmisland

Freddi

Was gerieten wir nicht alle in Verzückung, als uns ein Trailer vor ungefähr einem Jahr die Geschichte von einer Familie erzählte, die in einem paradiesischen Urlaubsressort von Zombies bedrängt wurde. So aufwendig wie der Trailer gestaltet wurde – mit einer rückwärts erzählten Geschichte und familiärer Dramatik – war klar: Bei SCHMEAD SCHMISLAND muss es sich um den Hammertitel schlechthin handeln. Klar, die Skeptiker waren überall und auch groß in der Zahl, aber dennoch versprach das Gesehene viel Liebe zum Detail.

Nun ist SCHMEAD SCHMISLAND erschienen, wenn auch nicht in Deutschland, und muss sich unter anderem an diesem Trailer messen lassen. Kurz gesagt: Die Zombieschnetzelei SCHMEAD SCHMISLAND ist wirklich gut, aber nicht auf die Weise, die uns jener Kurzfilm versprach.
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Vindictus geht in die Closed Beta – 100 Beta-Keys zu vergeben!

Freddi

Free-to-Play-MMOs gibt es wie Sand am Meer, aber kaum eines schafft es neben Grinding auch ansprechende und innovative Inhalte hervorzubringen und damit eine echte Bereicherung des Marktes darzustellen. Auch Nexon war bis dato mit Titeln wie MapleStory nicht sehr viel besser, hat aber nun mit VINDICTUS einen Titel in petto, der wirklich interessant zu sein verspricht.

Anlässlich der Closed Beta, die am 15.9.2011 beginnt, werde ich euch meine Eindrücke, die ich in einem halbstündigen Hands-On auf der gamescom gewinnen konnte, präsentieren. VINDICTUS betritt durchaus neue Pfade im MMO-Bereich und könnte eine spannende Bereicherung darstellen.

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gc2011: Interview mit Frederic Schimmelpfennig

Freddi

Bereits letztes Jahr hatten wir das Vergnügen, ein großes Nachwuchstalent der deutschen Entwicklerszene zu treffen. Frederic Schimmelpfennig stellte uns damals seinen Debüt-Titel GooseGogs vor, welcher in der folgenden Zeit ziemlich viel positive Resonanz erhielt. Doch wie geht es dem sympathischen Jung-Entwickler in der Post-GooseGogs-Zeit?

Ich hatte die Ehre, Frederic auf der gamescom in einem lockeren Gespräch im Biergarten zu treffen und mit ihm über seine Erfahrungen und Pläne zu quatschen und unser aller Lieblingshobby mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

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