A Boy and his Blob: Rescue of Princess Blobette 3

A Boy and his Blob: Rescue of Princess Blobette 3

RescueofPrincessBlobette_frontcoverBald kommt ja A Boy and his Blob für die Wii. Zeit, sich die Vorlage mal anzugucken. Naja, fast. Das NES-Spiel habe ich nicht, dafür aber das für den Game Boy. Wer sich jetzt gerade an den Kopf fasst, hat es vermutlich gespielt und im Laufe des Spielens das eine oder andere Mal entnervt gegen die nächste Wand geworfen. Denn David Cranes1 A Boy and his Blob: Rescue of Princess Blobette ist schlecht. Richtig schlecht. Und nicht nur das, es ist auch noch unfair und stellt den Spieler vor Herausforderungen, die mit einer vernünftigen Steuerung kaum ein Hindernis wären. Man wechselt von einem Bild in das nächste (ja, es wird nicht gescrollt), der Blob kommt hinterher, rennt einen um und schwupps, liegt man im Abgrund. Die Steuerung ist eine Qual und von der Musik möchte ich gar nicht erst anfangen.

der Junge und sein BlobWorum geht es in diesem „Klassiker“? Ein namenloser Junge begleitet einen Blob bei der Rettung einer Prinzessin, die auf den schönen Namen Blobette hört. Der Junge kann dabei gar nichts machen, außer nach rechts und links zu laufen und dem Blob Weingummis in den Mund zu werfen, die ihn in verschiedene Objekte verwandeln. Damit muss man eine Hand voll (mehr sind es wirklich nicht) Rätsel lösen, um nach lächerlich kurzer Spielzeit die Prinzessin befreien zu können. Es gibt ein paar zusätzliche Screens aber da gibt es nur Münzen und Diamanten, die überhaupt keinem Zweck dienen. In Sachen Leveldesign und Story bietet Rescue of Princess Blobette wirklich überhaupt nichts. Und die einzige Herausforderung besteht darin, mit der schlecht reagierenden Steuerung zurecht zu kommen und genügend Geduld aufzubringen, um auch nach dem zehnten Sterben wieder neu zu starten. Den Jungen an einer gewünschten Stelle zu platzieren, ist Glückssache, wenn er dann noch mit dem Trampolin zur Seite springen oder auf eine bewegliche Plattform fallen soll, macht das wirklich keinen Spaß mehr.

Gesamtansicht Rescue of Princess BlobetteDas gesamte Spiel besteht aus ca. 100 Screens (siehe Bild), von denen einige auch leer sind oder nur reine Hintergrundbilder ohne Gegner oder Hindernisse sind. Das wird mit den limitierten Fähigkeiten des Game Boys begründet, da aber das ganze Spiel so umfangreich ist, wie ein einziges Level in Super Mario Land, kann das wohl kaum der Grund sein. Um das Spiel durchzuspielen, muss man gerade mal 33 Screens durchqueren und nur ein Dutzend Aufgaben bestehen. Ich erinnere mich daran, den Jungen und seinen Blob als Kind mehrere Stunden durch die lieblos gestaltete Burg gelotst zu haben (geschafft habe ich es damals glaube ich nie), mit einer halbwegs vernünftigen Steuerung kann man den Blob mit seiner Freundin leicht innerhalb einer halben Stunde oder weniger zusammen bringen. Dass wir damals für sowas Geld ausgegeben haben… ein simples Spielprinzip muss ja nichts schlechtes sein, ganz im Gegenteil. Wenn es gut gemacht ist, kann einen das einfachste Spiel tagelang fesseln. Tetris habe ich wochenlang Tag und Nacht gespielt. Aber Rescue of Princess Blobette kann das leider nicht. Ich würde es wirklich als das schlechteste Spiel bezeichnen, das ich je auf dem Game Boy gespielt habe. Und nachdem was ich über Trouble on Blobolonia für das NES gelesen habe (bzw. den Videos nach zu urteilen), scheint die Version auch nicht viel besser gewesen zu sein.

Die Neuauflage verspricht allerdings recht gut zu werden. A Boy and His Blob für die Wii hat bis auf die Grundidee (Blob verwandelt sich, wenn er Weingummi vom Jungen bekommt) aber auch nicht viel mit dem Original gemeinsam. Zum Glück. Interessanterweise nutzt A Boy and His Blob nicht den Motion-Sensor der Wii Remote und ist wie das Original ein klassischer 2D puzzle platformer. Die Videos sehen auf jeden Fall toll aus und die Kritiken sind durchweg positiv. Ich meine, da gibt es einen „Hug“-Button der nur dem einen Zweck dient, den Jungen seinen Blob umarmen zu lassen. How cute is that?
A Boy and His Blob - Wii

A Boy and His Blob für die Wii erscheint am 6. November, trotz des Vorgängers werde ich dem Spiel eine Chance geben und es mal antesten. Ich werde berichten!

1David Crane von A Boy and his Blob ist übrigens nicht der David Crane, der Friends geschrieben und produziert hat. Ließ mich kurz stutzen, da ich momentan Friends gucke.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

3 Comments

  1. Das Originalspiel hatte ich damals irgendwann mal und es nervte irgendwie. Aber das dort nie mehr passierte wie du in dem Screenbild zeigst scheine ich dann doch das komplette Spiel damals durchgespielt zu haben.

    Doch den Sinn in diesem Spiel habe ich dann doch nie so ganz verstanden, ich habe meist darauf gewartet das irgendwie doch noch was passieren würde wenn man rechts oben angekommen ist.

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