08 Stadt: Assassin’s Creed

von in 52 Games
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Rom, Italien, Hauptstadt. Bella Italia. Wie enttäuscht ich bei Assassin’s Creed II war, als man am Ende entgegen aller Erwartungen doch nicht in Rom spielen konnte. Ja, Vatikanstadt und so, aber das ist ja nicht Rom. Da die sixtinische Kapelle sonst immer voll mit Touristen ist und Fotografier-Verbot herrscht, war es zwar nett, sie sich in Ruhe anschauen zu können, aber durch die imposanten Straßen Romas zu laufen ging leider nicht.

Doch dann kam Assassin’s Creed: Brotherhood, und alles war wieder gut. Die schönste Stadt der Welt immer nur ein paar Meter von mir entfernt. Das Colosseum besuchen wann immer ich will. Über die Via Appia Antica schlendern, die “Piramide” besichtigen, die ich nur vom Namen der Metro-Haltestelle kannte, an der Engelsburg rumkraxeln, sich in Ruhe im Pantheon umsehen und dann in den Tunnel auf dem Vorplatz verschwinden, an dessen Platz sich heute ein Mc Donald’s befindet (true story!).

Das funktioniert auch anders herum: in der Realität lief ich durch Rom und blieb bei jeder Kirche, jedem Turm stehen, schaute verträumt nach oben und stellte mir vor, wie ich als Ezio dort hochklettern und an welchen Stellen ich mit Händen und Füßen Halt finden würde. Ich liebe Assassin’s Creed, ich liebe Rom und beides wird für mich immer zusammengehören. Ich bin mir sicher, ich werde auch bei jedem der hoffentlich noch zahlreichen Rom-Besuche an Ezio denken und mir vorstellen, wie ich – Borgias mordend – über die Dächer hüpfe.

Niente è vero, tutto è permesso.

4 Kommentare

    na Mensch, da hat der Frühling aber zugeschlagen. Eine doppelte Liebeserklärung gleich. Mir gings beim Spielen von AC2, aber selbst beim aus dem Fenster schauen schon so, dass ich jede Fassade nach passenden Festhalte Punkten abgesucht habt. Schon irgendwie strange, aber wofür ist man denn ein nerd, wenn man nicht mal in seiner eigenen Gedankenwelt abschweifen darf…

    (warum war ich eigentlich noch nie in Rom?)

    Ich denke auch, dass man Italien nicht mehr besuchen kann, ohne an Assassin’s Creed zu denken. Die haben sich mit Istanbul zwar auch viel Mühe gegeben, aber Italien hat mich viel mehr fasziniert.

    Ich war zwar schon in der Türkei, aber noch nicht in Istanbul. In Rom sieht man an jeder Ecke, wie es vor ein paar Jahrhunderten und auch noch länger zurück ausgesehen hat. Denkt man sich die Autos und McDonald’s weg, sieht es genauso aus, wie zu Ezios Zeiten. Das ist ja das Tolle an Rom, die ganze Stadt ist ein einziges Museum, an jeder Ecke uralte Gebäude, Ruinen, Monumente usw.

    Ich fand Rom (also das echte) überhaupt nicht schön. Die antiken Gebäude sehen nicht so aus, als würde viel Wert auf deren Erhalt gelegt. Bei den Kirchen ist das vielleicht anders, aber in Ostia Antica beispielsweise wurden die Mosaike zuerst ausgebuddelt und dann dem Wetter überlassen. Parks oder irgendwelche anderen Dinge, die das Stadtbild aufhübschen, sind auch Mangelware. Nö, da fahr ich lieber nochmal nach Prag oder Barcelona.

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