04 Minimalismus: N+

von in 52 Games
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Die Geschichte der Videospiele ist im Grunde durchzogen von Minimalismus. Betrachtet man allein das erste Videospiel, so ist dies so minimalistisch, dass es aus nichts als einem Bildschirm und ein paar Punkten besteht. Mal ganz abgesehen von Pong, Tetris oder Astroids, welche wohl die naheliegendsten Titel für dieses Thema gewesen wären. Viele Klassiker beruhen also eigentlich auf den simpelsten Ideen. Selbst bei einem Blick über den Tellerrand könnte man die Arcade-Kultur, wo es im Kern nur darum geht, immer wieder mit dem Einwurf einer Münze für kurze Zeit in das Spielgeschehen einzutauchen, als die minimalistischste Form des Videospielkonsums sehen.

Inzwischen befinden wir uns jedoch weit weg von Münzautomaten, in einer Zeit, die ein Grafikfeuerwerk nach dem anderen abfeuert und mit immer ausgefeilteren Techniktricks aufwartet. Dennoch kann man beobachten, dass sich vor allem im Indie-Bereich die Entwickler auf möglichst minimale Elemente fokussieren.

Der Indie-Klassiker N+ ist eines dieser Projekte und verbindet direkt verschiedene minimalistische Elemente in sich. Klare geometrische Strukturen, kein Hauch einer Geschichte und ein forderndes Quick&Dirty-Spielprinzip, das an die Spielhallen-Klassiker erinnert. Auch der Inhalt ist recht simpel gehalten: Als Strichmännchen-Ninja gilt es stetig, anspruchsvoller werdende Hindernis-Parkours zu überwinden und tödlichen Fallen aus dem Weg zu gehen, ohne ein vorgegebenes Zeitlimit zu überschreiten.

Der Erfolg von N+ hat für Portierungen auf XBLA und Handhelds gesorgt, das Spiel darf aber immer noch ganz for free direkt im Browser oder als Download für PC und Mac gespielt werden.

2 Kommentare

    N+ ist eine tolle, harte Nuss. Besonders im Co-Op ein Riesenspass. Irgendwer versaut immer den besten Run.

    Ja das gute N+. Ich habs auch für 52 Games genommen :)

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