03 Natur: Enslaved: Odyssey to the West 11

03 Natur: Enslaved: Odyssey to the West 11

New York, New York. Eigentlich genau das, woran man beim Wort „Natur“ nicht denkt. Doch was wäre, wenn die Menschheit so gut wie ausgerottet wäre und die Natur sich zurückholte, was ihr gehört? Enslaved: Odyssey to the West zeigt eindrucksvoll, wie schnell aus einer von Menschenhand geschaffenen Metropole wieder ein Urwald werden kann. Auch wenn Umweltschützer widersprechen würden: die kurze Zeit der Zivilisation hat nunmal doch keinen so bleibenden Eindruck hinterlassen; man bekommt das Gefühl, der Mensch führe einen täglichen Kampf gegen die Natur. Ein unachtsamer Augenblick und sie kriecht unbemerkt durch die Ritzen im Asphalt.150 Jahre später – ewig lange in Maßstäben der zivilisierten Menschheit, ein Augenblinzeln im Leben der Erde – ist der Großstadtdschungel kaum noch von seinem Namenspaten zu unterscheiden. Zwar sind Gebäude und Brücken zu erkennen und Reste davon werden auch tausende Jahre später noch auffindbar sein, trotzdem wird die Natur schnell Überhand gewinnen und einfach um den lästigen Menschenkram herum wachsen, ihn unterwandern und langsam aber sicher assimilieren.

Es sollte ein trauriger Gedanke sein und doch erfüllt er mich mit Freude. Die Erde gab es gut 5 Milliarden Jahre vor uns und sie wird es noch etwa gleich lang nach uns geben. Und so sehr wir sie auch misshandeln, so viel wir sie in diesen wenigen Jahren seit der Industrialisierung bis heute geschlagen und zerstört haben so schnell wird sie sich auch wieder erholen. Die ausgerotteten Tierarten werden nicht zurück kommen und bis sich das Klima normalisiert, werden einige Jahre ins Land ziehen, aber am Ende wird die Natur siegen und in lächerlich kurzer Zeit wird nichts mehr an uns erinnern. Besucher der Erde in der Zukunft werden kaum einen Hinweis darauf finden können, was wir dem Planeten, auf dem wir leben, der uns beheimatet, beschützt und ernährt, angetan haben. Die Erde, die Natur, wird sich von uns erholen. Dafür sollten wir dankbar sein.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

11 Comments

  1. @Phinphin: genau, Dragonball basiert, zumindest am Anfang, auf Journey to the West, die Charaktere überschneiden sich deshalb auch mit Enslaved. Son Goku oder im Chinesischen Original „Sun Wukong“ ist der König der Affen, ist übermenschlich stark und hat einen Stab, mit besonderen Kräften.

    Bei Dragon Ball hat sich die Story schon sehr früh von der Vorlage wegbewegt, da sind eigentlich nur die Charaktere ähnlich. Bei Enslaved ist aber von der Grundstory auch nicht mehr viel vorhanden.

    Mein erster richtiger Kontakt mit dem Stoff (neben Dragonball, aber das wusste ich damals nicht), war übrigens der TV-Mehrteiler The Monkey King (2001) mit Thomas Gibson (Criminal Minds), Bai Ling usw. Seit dem fasziniert mich die Geschichte, auch wenn ich das Original (bzw. eine der klassischen Übersetzungen) bis heute nicht gelesen habe. Müsste ich eigentlich mal schauen, ob es das kostenlos für den kindle gibt :P

  2. Das ist ja mal ein wunderbar kulturpessimistischer Beitrag! Ich meine das völlig ohne Ironie. „Aus Sternenstaub und Teil des Meers…“ sang einst Blumfeld und erfüllte mich mit genau dieser bittersüßen Melancholie, die in dem Beitrag (und natürlich in dem Spiel) anklingt. Asche zu Asche, Staub zu Staub….
    Dennoch ist es nur ein schwacher Trost, dass unseres Leben eingebettet ist in die ewigen Zyklen des Seins. Alles kehrt wieder, und doch ist unsere eigene kleine einzigartige Existenz einmalig. Nichts wird sie jemals zurück bringen. Das ist schon etwas traurig.

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